Hier verdienen die Österreicher am meisten

IT-Director in Wien sollte man sein und als Frau in die Immobranche wechseln.

Studieren und in die Bundeshauptstadt ziehen, lohnt sich; allerdings nicht für alle: Der Gender Pay Gap ist auch in Österreich weiterhin Thema. Das zeigen die Zahlen des aktuellen StepStone-Gehaltsreports.

Verdient man in der Bundeshauptstadt immerhin rund 47.000 Euro brutto im Jahr, kommt man etwa in der Steiermark nur mehr auf rund 42.000 Euro jährlich. Am wenigsten gibt’s im Burgenland: Hier verdient ein Arbeitnehmer ohne Personalverantwortung im Schnitt nur rund 35.000 Euro pro Jahr. "In Ballungsräumen, Industriezonen und den Hochburgen des Tourismus herrscht starker Wettbewerb um die besten Köpfe", so Oberrauter-Zabransky. "Das schlägt sich auch in den Gehältern nieder."

Die Zahlen zeigen auch eines ganz deutlich: Studieren lohnt sich. Wer seine Ausbildung an der Universität abgeschlossen hat, verdient rund 9.000 Euro mehr im Jahr als jene ohne akademischen Abschluss. Allerdings zählen nicht alle höheren Abschlüsse gleich viel, so Oberrauter-Zabransky: "Während ein Magister der Universität besser bezahlt ist als ein Master auf der FH, haben beim Bachelor FH-Absolventen die Nase vorn."

Gravierende Unterschiede

Auch bei digitalen Experten gibt es Gehaltsunterschiede - zum Teil sogar ganz gravierende. So verdient ein IT-Director mit einem Brutto-Jahresgehalt von 141.000 Euro sagenhafte 48.000 Euro mehr als ein IT-Architekt. Ebenfalls gut bezahlt: JavaScript Developer und Systemanalysten mit Berufserfahrung.
„Wer heute einen Beruf im digitalen Sektor ergreifen will, sollte sich daher genau überlegen, für welche Fachrichtung er oder sie sich entscheidet“, rät Studienleiterin Oberrauter-Zabransky. „Das gilt umso mehr für Frauen in dem Bereich – sie müssen immer noch mit zahlreichen Vorurteilen und niedrigeren Gehältern kämpfen.“
 
Am besten verdienen Männer im Consulting
 
Stichwort Gender Pay Gap: Auch hier zeigt sich mit 4.500 Euro Gehaltsunterschied pro Jahr ein tendenzieller Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Einkommen. Dabei gibt es allerdings branchenspezifische Unterschiede, Oberrauter-Zabransky: "Am besten verdienen Frauen in der Immobilienbranche, im Management und im Unterhaltungsbereich. Männer hingegen holen am meisten in Consulting, Rechtswesen und Management für sich heraus." (jw)

www.stepstone.at


 

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