Viel Skepsis, wenig Vertrauen
Kryptos bleiben für viele Österreicher ein Spiel mit hohem Risiko

| Tobias Seifried 
| 03.03.2026

Trotz wachsender Professionalisierung sind Bitcoin, Ethereum & Co hierzulande nach wie vor ein Randthema. Laut aktueller Umfrage dominieren Skepsis und geringes Vertrauen – klassische Anlageformen sind deutlich beliebter.

Trotz starker medialer Präsenz, zwischenzeitlicher Kursgewinne – zuletzt ging es beim Bitcoin deutlich runter – und zunehmender institutioneller Beteiligung haben Kryptowährungen im finanziellen Alltag der Österreicher:innen bislang keinen Durchbruch erzielt. Das zeigt die zweite Ausgabe des Krypto-Barometers von Marketagent. Vertrauen und Investitionsbereitschaft entwickeln sich nur langsam, die Skepsis bleibt hoch.

Immobilien und Gold dominieren

Bei einem hypothetischen Investment-Budget von einer Million Euro würden den Marktforscher:innen zufolge im Schnitt lediglich 9,7 Prozent in Kryptowährungen fließen. 43 Prozent der Befragten würden überhaupt keinen Betrag in Bitcoin und Co. investieren. Deutlich höher im Kurs stehen klassische Anlageformen wie Immobilien (37,3 Prozent) sowie Gold und Edelmetalle (24,7 Prozent). Kryptowährungen werden demnach überwiegend als Beimischung, nicht als Alternative betrachtet.

Krypto-Barometer März 2026© Marketagent

Vertrauen bleibt verhalten

Nur 26,2 Prozent der Befragten stehen Kryptowährungen positiv gegenüber, 40 Prozent äußern eine ablehnende Haltung. Rund ein Drittel (35,4 Prozent) hält Bitcoin und andere Kryptowerte für vertrauenswürdig. Männer und jüngere Generationen zeigen sich deutlich offener als Frauen und ältere Befragte, insgesamt überwiegt jedoch eine skeptische Grundhaltung, schreiben die Studienautor:innen.

Leichtes Wissensplus, stagnierende Investitionsbereitschaft

Der Anteil jener, die ihr Wissen über Kryptowährungen als gut oder sehr gut einschätzen, ist von 31,8 Prozent auf 35,3 Prozent gestiegen. Gleichzeitig geben 64,7 Prozent an, sich eher schlecht auszukennen.

Grundsätzlich können sich 43,9 Prozent vorstellen, in Kryptowährungen zu investieren. Am höchsten ist die Investitionsbereitschaft bei Männern (52,9 Prozent) und in der Generation Z (57,3 Prozent). In der Schweiz liegt dieser Wert mit 57 Prozent höher.

Krypto-Barometer März 2026
© Marketagent

Risiken im Vordergrund

Als größte Risiken werden Kursschwankungen (65,2 Prozent), Betrug und Cyberkriminalität (61,7 Prozent) sowie Sicherheitsrisiken beim Verlust von Zugangsdaten genannt. 43 Prozent erkennen zwar eine größere Unabhängigkeit von Banken als Vorteil. Nur 27,8 Prozent gehen jedoch davon aus, dass sich Kryptowährungen langfristig als Zahlungsmittel etablieren werden.

In der Gesamtbewertung sehen 48 Prozent mehr Nachteile als Vorteile, 22,9 Prozent überwiegen die Vorteile, 29 Prozent beurteilen das Verhältnis als ausgewogen.

Resümee

Thomas Schwabl, Gründer und Geschäftsführer von Marketagent, resümiert: "Kryptowährungen haben sich 2025 weiter professionalisiert, in den Köpfen der Österreicher:innen kommt diese Entwicklung jedoch nur bedingt an." Zwar wachse das Wissen langsam, doch Vertrauen und Akzeptanz blieben auf niedrigem Niveau. Bitcoin & Co. seien weiterhin "eher Spekulationsobjekt als Alltagsinvestment".

www.marketagent.com

Zentrale Erkenntnisse des Krypto-Barometers

  • Nur 9,7 Prozent eines hypothetischen Investment-Budgets würden in Kryptowährungen fließen

  • 26,2 Prozent stehen Kryptowährungen positiv gegenüber, 40 Prozent negativ

  • 35,3 Prozent schätzen ihr Wissen als gut oder sehr gut ein

  • 43,9 Prozent können sich ein Investment vorstellen

  • 78,8 Prozent kennen Bitcoin, 32,9 Prozent Ethereum, 21,2 Prozent Dogecoin

  • 65,2 Prozent sehen hohe Risiken durch Kursschwankungen

  • 48 Prozent erkennen insgesamt mehr Nachteile als Vorteile

Studiensteckbrief:

  • Auftraggeber: Eigenstudie
  • Methode: Mobile Research Tool via Smartphone App
  • Erhebungszeitraum: 1.7.2025 – 31.12.2025
  • Sample-Größe: n = 1.668 Netto-Interviews
  • Kernzielgruppe: Personen aus Österreich im Alter zwischen 18 und 75 Jahren I Inzidenz: 100%
  • Quotensteuerung: Sample repräsentativ für die österreichische Bevölkerung | gewichtet 

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Zentrale Erkenntnisse des Krypto-Barometers

  • Nur 9,7 Prozent eines hypothetischen Investment-Budgets würden in Kryptowährungen fließen

  • 26,2 Prozent stehen Kryptowährungen positiv gegenüber, 40 Prozent negativ

  • 35,3 Prozent schätzen ihr Wissen als gut oder sehr gut ein

  • 43,9 Prozent können sich ein Investment vorstellen

  • 78,8 Prozent kennen Bitcoin, 32,9 Prozent Ethereum, 21,2 Prozent Dogecoin

  • 65,2 Prozent sehen hohe Risiken durch Kursschwankungen

  • 48 Prozent erkennen insgesamt mehr Nachteile als Vorteile

Studiensteckbrief:

  • Auftraggeber: Eigenstudie
  • Methode: Mobile Research Tool via Smartphone App
  • Erhebungszeitraum: 1.7.2025 – 31.12.2025
  • Sample-Größe: n = 1.668 Netto-Interviews
  • Kernzielgruppe: Personen aus Österreich im Alter zwischen 18 und 75 Jahren I Inzidenz: 100%
  • Quotensteuerung: Sample repräsentativ für die österreichische Bevölkerung | gewichtet 

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