Fotos aus dem Bank Austria Park
Publikumsansturm beim Jazz-Picknick der Wiener Symphoniker

Unter dem Motto "Art Unlimited – Spitzenkunst für alle" lockte das Event am Vatertagssonntag ein riesiges Publikum an die Alte Donau. Das "Symphonic Jazz Project" begeisterte im Bank Austria Park bei freiem Eintritt mit jazzigen Arrangements bekannter Orchesterwerke und Opern.

Am vergangenen Sonntag nutzten zahlreiche Wiener:innen und Musikinteressierte die Gelegenheit, im Bank Austria Park (LEADERSNET berichtete) dem kostenfreien Jazz-Picknick beizuwohnen. Die Veranstaltung stand unter dem Titel "Art Unlimited – Spitzenkunst für alle" und hielt eine musikalische Einlage des "Symphonic Jazz Projects" der Wiener Symphoniker bereit. 

Groovig durch die Operngeschichte

Unter der Leitung sowie Moderation des Schlagwerkers und Komponisten Friedrich Philipp-Pesendorfer (Flip Philipp) präsentierte das Ensemble Arrangements bekannter Orchesterwerke und Opern – inklusive eines Schnelldurchlaufs durch die Operngeschichte. Den Auftakt markierte "Also sprach Zarathustra" von Richard Strauss in einer groovigen Version, gefolgt von einem beschwingten "Ave Maria" und dem Trinklied "Brindisi" aus La Traviata in einer Samba-Version. Was natürlich nicht fehlen durfte, war der Walzer Nummer 2 von Dimitri Schostakowitsch aus der Suite für Varieté-Orchester, der mit einer kubanischen Originalversion der Habanera aus Bizets Carmen getoppt wurde. Ebenfalls zuhören war "America" aus Bernsteins "West Side Story" sowie eine jazzige Variante des berühmten Gefangenenchors Verdis Nabucco.

Zusätzlich gab es von Flip Philipp einen kurzen Abriss zu Verdis "Troubador", aus dem die Schlussarie des Manrico und danach die Arie des Sparafucile aus Rigoletto zum Klingen kam. Und schließlich spielte der symphonische Posaunist Walter Voglmayr die berühmte Arie "Nessun dorma" aus Puccinis "Turandot". Den Abschluss und damit Höhepunkt markierte eine mitreißende Fassung des "Bolero" von Ravel. Das arrangierte Stück begann mit einer Anekdote von Flip Philipp über Ravels "Bolero". Maurice Ravel komponierte das Werk für die Tänzerin Ida Rubinstein. Die Aufführung 1929 in der New Yorker Carnegie Hall war ein Triumph – sehr zum Leidwesen des Komponisten, der befürchtete, dass dieser Erfolg sein restliches Schaffen in den Schatten stellen würde. Auf den Zwischenruf einer Zuhörerin – "Er ist verrückt, er ist verrückt!" – reagierte Ravel nonchalant und gewitzt: "Sie ist die Einzige, die das Stück verstanden hat."

Damit endete das Konzert mit einem befreiten Lachen der hunderten Zuhörer:innen. Im Anschluss folgten entspannte Gespräche am Alten Donaustrand oder Flanieren im Bank Austria Park zum Ausklang. Foodtrucks und Drinks runden schließlich die Veranstaltung ab. 

Einen Eindruck vom Event können Sie sich mittels Galerie verschaffen.

www.bankaustria.at

www.wienersymphoniker.at

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