Fotos vom 10. Austrian World Summit
Schwarzenegger rechnete in Wien mit fossiler Energie ab

Beim zehnten Klimagipfel versammelte die "Steirische Eiche" erneut die Weltelite in Wien – von Kamala Harris über Tim Walz bis Papst Leo XIV. Gemeinsam forderten sie eine radikale Energiewende; auch zugunsten der Wirtschaft.

Wien stand rund um die Jubiläumsausgabe des Austrian World Summit ganz im Zeichen konkreter Klimaschutzlösungen. Bereits im Vorfeld der Konferenz setzte die Österreichische Post am Montag gemeinsam mit Initiator und Hollywoodstar Arnold Schwarzenegger ein sichtbares Zeichen – mit dem Start der vollständig CO₂-freien Zustellung auf der letzten Meile wurde Wien zur größten Metropole Europas mit emissionsfreier Brief- und Paketzustellung (LEADERSNET berichtete). Das Pre-Event mit mehr als 1.300 Zusteller:innen auf E-Bikes, E-Mopeds und E-Transportern unterstrich jene Botschaft, die auch beim Gipfel im Mittelpunkt stand: Klimaschutz müsse nicht nur diskutiert, sondern umgesetzt werden.

"Nur erneuerbare Energien sind verlässlich"

Am Dienstag feierte Arnies Klimagipfel dann sein zehnjähriges Bestehen und brachte in der Wiener Hofburg erneut internationale Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen. Schwarzenegger eröffnete die Klimakonferenz mit einer klaren Botschaft: "Nur erneuerbare Energien sind verlässlich."

Der ehemalige kalifornische Gouverneur betonte, Klimaschutz müsse auch als Frage der Sicherheit und Unabhängigkeit verstanden werden. Die Abhängigkeit von fossilen Energien aus instabilen Regionen berge nicht nur ökologische, sondern auch geopolitische Risiken. "Die Menschen haben es verstanden – sie wollen der Umweltverschmutzung ein Ende setzen", sagte Schwarzenegger. Erneuerbare Energien würden echte Unabhängigkeit schaffen.

Nationale und internationale Entscheidungsträger:innen

Zum Jubiläum versammelte der Initiator hochrangige Gäste wie Kamala Harris, ehemalige Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten, Alexander Van der Bellen, österreichischer Bundespräsident, Christian Stocker, österreichischer Bundeskanzler, EU-Kommissar Dan Jørgensen sowie Tim Walz, Gouverneur des US-Bundesstaates Minnesota, in der Bundeshauptstadt. Für Harris war der Summit überhaupt der erste internationale Auftritt nach dem US-Wahlkampf 2024, bei dem sie gegen Donald Trump den Kürzeren zog.

Im gemeinsamen Kamingespräch diskutierten Kamala Harris und Arnold Schwarzenegger über Klimaschutz, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Trotz unterschiedlicher politischer Hintergründe waren sie sich einig, dass die Energiewende nur über Parteigrenzen hinweg gelingen könne. Saubere Energie sei vielerorts bereits die wirtschaftlichere Lösung: "Früher mussten wir die Menschen überzeugen – heute müssen sie nur auf ihre Energierechnung schauen." Gemeinsam erklärten beide: "We are unstoppable."

Auch Papst Leo XIV. wandte sich per Videobotschaft an die Teilnehmer. Er rief zu Zuversicht und entschlossenem Handeln auf. Hoffnung könne eine "starke Triebkraft" sein, um eine Gesellschaft zu gestalten, "in der das Gemeinwohl Vorrang vor dem Profit hat".

Van der Bellen unterstrich, Klimaschutz sei "keine ideologische Frage, sondern eine logische". Erneuerbare Energien seien keine Bedrohung für Menschen oder Unternehmen, sondern eine Chance. Jørgensen bezeichnete die fossile Energiekrise als Weckruf. Europa müsse die Abhängigkeit von importierten Brennstoffen reduzieren und den Weg zu sauberer Energie konsequent fortsetzen.

Stocker bezeichnete den Summit als wichtiges Forum und betonte: "Klimapolitik ist Sicherheitspolitik." Die Energiewende sei eine strategische Notwendigkeit für Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Stärke und politische Unabhängigkeit Europas. Totschnig verwies auf Österreichs starke Position bei erneuerbaren Energien. Mit mehr als 80 Prozent Anteil erneuerbarer Quellen beim Strom liege Österreich international im Spitzenfeld. Dieser Weg solle fortgesetzt werden, um Haushalte und Betriebe zu entlasten und den Wirtschaftsstandort zu stärken.

Für Organisatorin Monika Langthaler, Direktorin der Schwarzenegger Climate Initiative, zeigte das Jubiläum vor allem eines: "Die Lösungen sind da – und ebenso die Menschen, die bereit sind, sie umzusetzen." Der Summit habe sich in zehn Jahren zu einer globalen Plattform für Zusammenarbeit, Innovation und konkretes Handeln entwickelt.

LEADERSNET war beim zehnten Austrian World Summit. Fotos sehen Sie in Kürze in den Galerien hier und hier.

www.austrianworldsummit.com

www.schwarzeneggerclimateinitiative.com

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