Fotos der Pressekonferenz
Neue Zukunftsvereinbarung soll Wiens Wirtschaft voranbringen

| Larissa Bilovits 
| 16.06.2026

Am Dienstag präsentierten Bürgermeister Michael Ludwig und WKW-Präsident Walter Ruck elf Leuchtturmprojekte für den Wirtschaftsstandort, die sich rund um KI, Bildung, Fachkräfte, Innovation und Stadtentwicklung drehen.

Mit einer neuen Zukunftsvereinbarung bündeln die Stadt Wien und die Wirtschaftskammer Wien (WKW) ihre Kräfte für den Wirtschaftsstandort. Bürgermeister Michael Ludwig und WKW-Präsident Walter Ruck präsentierten diese am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz und stellten dabei elf gemeinsame Leuchtturmprojekte vor, die in den kommenden Jahren Innovation, Fachkräfteentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit fördern sollen.

Fokus auf KI, Bildung und Fachkräfte

Einen Schwerpunkt der Vereinbarung bilden die Bereiche Zukunftstechnologien und Ausbildung. So soll unter anderem ein gemeinsamer KI Economy Report entstehen, der Entwicklungen, Wertschöpfungspotenziale und Rahmenbedingungen im Bereich Künstliche Intelligenz analysiert. Auf dieser Basis sollen gemeinsame Schwerpunkte abgeleitet und konkrete Maßnahmen entwickelt werden, um Wien als innovativen und wettbewerbsfähigen KI-Standort weiter zu positionieren.

Ebenfalls vorgesehen ist die Gründung der Vienna Digital School, einer neuen IT-HTL mit angeschlossener Fachschule. Im Vollausbau soll die Bildungseinrichtung mehr als 600 Schüler:innen aufnehmen und jährlich rund 100 Absolvent:innen hervorbringen. Inhaltlich sind Schwerpunkte in Bereichen wie Data Science, IT-Security, KI, Robotik, Green IT und erneuerbare Energiesysteme geplant.

Ergänzend zur neuen Bildungseinrichtung soll ein Wiener Robotik Labor entstehen, das Schüler:innen, Studierenden, Lehrenden und angehenden Fachkräften Zugang zu moderner Infrastruktur für Robotik und Automatisierung bietet. Damit wollen Stadt und Wirtschaftskammer technologische Kompetenzen fördern und Wien als Innovationsstandort weiter stärken.

Internationale Vernetzung stärken

Darüber hinaus soll die internationale Vernetzung Wiens mit anderen Metropolregionen in Mittel- und Südosteuropa ausgebaut werden. Ziel sei es, Wien gemeinsam mit ausgewählten Partnerstädten stärker als innovationsstarken Wirtschaftsraum in Europa zu positionieren, bestehende Kooperationen weiterzuentwickeln und neue Potenziale für Zusammenarbeit zu erschließen.

Auch die Entwicklung der Stadtteile spielt in der Vereinbarung eine wichtige Rolle. So soll die Wirtschaftsagentur Wien beim Ausbau einer Leerstandsdatenbank unterstützt werden, um freie Geschäftsflächen, Nutzungssituationen und standortbezogene Entwicklungen künftig besser erfassen zu können. Damit sollen Erdgeschosszonen und Geschäftsstandorte langfristig gestärkt und Leerstände rascher sichtbar gemacht werden.

Weitere Vorhaben runden Vereinbarung ab

Neben den großen Technologie- und Bildungsprojekten umfasst die Zukunftsvereinbarung auch mehrere Maßnahmen für Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit. Dazu zählen die Stärkung der Lehre, der Ausbau der Beratung für Gründer:innen, die Weiterentwicklung der Vienna Green Economy, eine Beschattungsinitiative im Altbau, der Ausbau von Zero Emission Transport sowie die Weiterentwicklung Wiens als Stadt des unternehmerischen Denkens.

"Der Erfolg Wiens beruht auf Innovation, Zusammenhalt und einer starken Partnerschaft zwischen Stadt und Wirtschaft. Mit unserer Zukunftsvereinbarung setzen wir konkrete Projekte um, die den Wirtschaftsstandort nachhaltig stärken", so Ludwig im Rahmen der Pressekonferenz. Dabei verwies er unter anderem auf die geplante Vienna Digital School, das Wiener Robotik Labor und die weitere Positionierung Wiens als KI-Standort. Zugleich gehe es darum, Fachkräfte gezielt auszubilden und die Wiener Grätzl weiterzuentwickeln. "Damit schaffen wir Chancen für Unternehmen, Beschäftigte und die nächste Generation", erläuterte der Bürgermeister.

Ruck verwies weiters darauf, dass sich Wien wirtschaftlich besser entwickle als Österreich insgesamt. Als Gründe nannte er die breite Unternehmens- und Branchenstruktur der Stadt sowie den Wiener Weg der Zusammenarbeit und des Dialogs. "Unsere Zukunftsvereinbarung ist verschriftlichter Ausdruck dessen und Wegweiser für die weitere positive Entwicklung unserer Stadt und unseres Wirtschaftsstandorts", erklärte der WKW-Präsident. Besonders wichtig sei ihm persönlich die geplante Vienna Digital School, die als neue IT-HTL dringend benötigte Fachkräfte für Informationstechnologie und Digitalisierung ausbilden soll.

Mehr Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie hier.

LEADERSNET war bei der Pressekonferenz und hat Eindrücke für Sie in der Galerie gesammelt.

www.wien.gv.at

www.wko.at/wien

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