Fotos vom Baustellen-Besuch
Bundeskanzler auf Stippvisite bei Österreichs größtem Rechenzentrum

| Redaktion 
| 08.06.2026

Christian Stocker hat den künftigen Digital-Realty-Campus in Wien-Floridsdorf besucht. In den Hightech-Standort werden insgesamt mehr als 400 Millionen Euro investiert.

Bundeskanzler Christian Stocker hat den künftigen Rechenzentrumsstandort von Digital Realty in Wien-Floridsdorf besucht. Dort entsteht mit dem Projekt VIE13 nach Angaben des Unternehmens Österreichs größtes Rechenzentrum. Der erste Ausbauschritt soll Ende 2026 in Betrieb gehen. Dafür werden rund 250 Millionen Euro investiert, für die Endausbaustufe sind derzeit mehr als 400 Millionen Euro vorgesehen.

Baustein Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit

Rechenzentren seien eine zentrale Voraussetzung für die digitale Transformation und die Wettbewerbsfähigkeit eines Standorts, betonte Stocker beim Besuch der Baustelle. Wer bei Rechenleistung, Datenverarbeitung und Künstlicher Intelligenz eine führende Rolle einnehmen und gleichzeitig digitale Souveränität sichern wolle, benötige entsprechende Infrastruktur. Das Projekt stelle daher einen wichtigen Baustein für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit Österreichs dar.

Yves Zischek, Managing Director von Digital Realty Österreich, verwies auf die Dimension des Vorhabens: "Wir bauen hier das größte Rechenzentrum Österreichs, das zugleich das erste AI-ready Datacenter des Landes ist." Damit würden zusätzliche Kapazitäten für nationale und internationale Unternehmen sowie Organisationen geschaffen. Als Colocation-Standort solle das Rechenzentrum zudem als Datenknotenpunkt zwischen Ost und West fungieren.

Der erste Teil des Standorts soll Ende 2026 den Betrieb aufnehmen. Laut Zischek bilden die neuen Kapazitäten eine Grundlage für die fortschreitende Digitalisierung in Österreich. Zudem arbeite das Unternehmen beim Bau und späteren Betrieb mit zahlreichen europäischen, österreichischen und regionalen Partner zusammen.

Wirtschaftliche Bedeutung

Auch die wirtschaftliche Bedeutung des Projekts wurde beim Besuch hervorgehoben. Investitionen dieser Größenordnung würden nicht nur moderne Infrastruktur schaffen, sondern auch Wertschöpfung, Arbeitsplätze und neue wirtschaftliche Chancen ermöglichen, so Stocker. Die Investitionssumme sei zugleich ein Signal für den Wirtschaftsstandort Österreich.

Digital Realty betreibt weltweit mehr als 300 Rechenzentren und ist seit über 25 Jahren in Österreich tätig. Das Projekt VIE13 wird auf einem ehemaligen Produktionsgelände errichtet und orientiert sich an europäischen Datacenter-Standards. Geplant sind unter anderem die Einspeisung der entstehenden Abwärme in das Wiener Fernwärmenetz sowie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Rechenzentrums.

Heimische Unternehmen als tragende Säulen

Bemerkenswert an VIE13 ist, dass Schlüsselrollen des Projekts nicht von internationalen Großkonzernen, sondern maßgeblich von österreichischen Unternehmen getragen werden. Zwar fungieren der globale Rechenzentrumsbetreiber Digital Realty als Eigentümer und die Exyte Central Europe GmbH als Generalunternehmer, ein wesentlicher Teil der operativen Umsetzung liegt jedoch in heimischen Händen. Dass österreichische Betriebe bei einem Projekt dieser Größenordnung und internationalen Strahlkraft eine derart zentrale Rolle einnehmen, unterstreicht eindrucksvoll die Kompetenz und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich.

Eine besonders wichtige Funktion übernimmt dabei die Montron GmbH aus Vösendorf. Das auf Industrie- und Schwerlastmontagen spezialisierte Unternehmen ist seit mehr als 14 Monaten durchgehend auf der Baustelle im Einsatz und verantwortet sämtliche kritischen Einbringungsarbeiten der Großkomponenten. Montron-Geschäftsführer Thomas Winkler, der Bundeskanzler Christian Stocker persönlich über die Baustelle führte, wertete den Besuch als starkes Signal für die heimische Wirtschaft:

"KI-Rechenzentren sind die Infrastruktur von morgen. Damit Österreich auch künftig wettbewerbsfähig bleibt, braucht es ein enges Zusammenspiel von Politik und heimischer Wirtschaft. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen sind Besuche wie dieser ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung und zeigen, dass die Politik hinter uns steht", sagt Winkler.

LEADERSNET war beim Baustellen-Besuch. Einen Eindruck können Sie sich hier machen. 

www.digitalrealty.com

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