So bewertet der Handelsverband das neue Pfandsystem

Laut der Branchenvertretung würde die Richtung stimmen. Es gibt aber auch konkrete Forderungen.

Am Donnerstag hat die Klimaschutzministerin Leonore Gewessler die Eckpunkte des künftigen Pfandsystems präsentiert. Demnach kommt ab 1. Jänner 2025 in ganz Österreich ein Einwegpfand von 25 Cent für alle Dosen und Flaschen mit einem Fassungsvermögen von 0,1 bis drei Liter. Bei den im Vorfeld absolvierten Gesprächsrunden mit dem Klimaschutzministerium hatte sich der Handelsverband (HV) laut eigenen Angaben stets für eine möglichst unbürokratische und kosteneffiziente Lösung ausgesprochen. Wie wird das nun präsentierte System von der Branchenvertretung eingeschätzt?

Abwicklung werde große Herausforderung

"Wir sind für eine Gesamtlösung, daher unterstützen wir den eingeschlagenen Weg. Für uns ist jetzt entscheidend, dass der gesamte Lebensmitteleinzelhandel und die mehr als 6.700 selbstständigen Kaufleute und die betroffenen Non-Food-Händler:innen im Land bei der Umsetzung bestmöglich unterstützt werden. Die Abwicklung wird eine große Herausforderung für die gesamte Branche, aber wir sind zuversichtlich, dass wir das bis 2025 hinbekommen", sagte Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will in einer Stellungnahme.

Ruf nach wirtschaftlich verträglicher Umsetzung

Laut Ministerium wird es eine Einmalförderung für die Anschaffung der Automaten sowie für erforderliche Umbauarbeiten geben – vor allem für kleine Händler:innen. Weitere EU-Förderungen seien eingeplant, allerdings noch nicht fixiert.

"Jetzt muss unser Fokus auf einer praxistauglichen und wirtschaftlich verträglichen Umsetzung liegen. Die Handling Fee, also die Abgeltung des Pfandsystems, muss – wie von der Ministerin versprochen – die Mehrkosten und den Mehraufwand der Händler decken. Das gilt insbesondere für die kleinen Nahversorger in den ländlichen Regionen", so Will abschließend.

www.handelsverband.at

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