Laut aktueller Marketagent-Studie
Fast die Hälfte der Österreicher putzt Zähne zu selten und zu kurz

Eine aktuelle Marketagent-Umfrage zeigt, dass es bei der Mundhygiene hierzulande deutlich Luft nach oben gibt. Dabei offenbaren sich auch überraschend große Unterschiede im Zahnputzverhalten zwischen den Bundesländern.

Fast jede:r zweite Österreicher:in putzt laut einer aktuellen Erhebung zu selten und zu kurz die Zähne, und obendrein werden Zahnbürste oder Bürstenkopf oft nicht regelmäßig gewechselt. Konkret halten sich nur 55 Prozent an die von Zahnärzt:innen empfohlene 2x2-Putzregel, während 42 Prozent beim rechtzeitigen Austausch nachlässig sind. Das zeigt eine aktuelle Studie von Marketagent im Auftrag von Oral-B, für die 1.070 Österreicher:innen zwischen 14 und 75 Jahren zu ihrem Zahnpflegeverhalten befragt wurden (siehe Infobox).

Gesundheit zählt mehr als Optik

Am wichtigsten ist den Befragten bei der Zahnpflege der Schutz vor Karies (73 %) und Zahnfleischproblemen (63 %). Dahinter folgen frischer Atem (57 %), saubere und glatte Zähne (55 %) sowie weißere Zähne (36 %). Gerade bei Letztem gibt es jedoch deutliche Unterschiede zwischen den Generationen: Während 47 Prozent der Gen Z darauf Wert legen, sind es bei den Babyboomern nur 22 Prozent.

Bei der täglichen Routine zeigt sich ebenfalls Nachholbedarf. Nur 55 Prozent halten sich an die Empfehlung, zweimal täglich mindestens zwei Minuten lang zu putzen – 45 Prozent tun das also nicht. 14 Prozent vergessen das Zähneputzen sogar manchmal ganz, besonders häufig die Gen Z (24 %) und Alleinerziehende (32 %). Auch beim Wechsel der Zahnbürste oder des Bürstenkopfs sind die Österreicher:innen nachlässig: Zwar wird ein Austausch alle zwei bis drei Monate empfohlen, regelmäßig machen das aber nur 58 Prozent. Frauen sind dabei mit 65 Prozent deutlich konsequenter als Männer mit 50 Prozent.

Regionale Unterschiede und Wissenslücken

Auch bei der Wahl der Zahnbürste zeigen sich Unterschiede. Zwar sollen Handzahnbürsten bis zu 50 Prozent der bakteriellen Plaque zurücklassen, dennoch nutzen nur knapp 48 Prozent der Österreicher:innen eine elektrische Zahnbürste. Frauen greifen hier mit gerade einmal 44 Prozent eher zur Handzahnbürste, während bereits 51 Prozent der Männer elektrisch putzen.

Besonders vorbildlich zeigen sich laut Studie die Salzburger:innen. Sie wechseln ihre Zahnbürste oder den Bürstenkopf häufiger als der Österreich-Schnitt (73 % statt 58 %), putzen öfter mindestens zweimal täglich (66 % statt 55 %) und verwenden häufiger elektrische Zahnbürsten (68 % statt 48 %). Auch bei der professionellen Zahnreinigung liegen sie mit 57 Prozent klar über dem Schnitt von 34 Prozent.

Beim Wissen über die Bedeutung der Zahngesundheit gibt es ebenfalls Lücken. Zwar halten fast drei Viertel gesunde Zähne für wichtig fürs allgemeine Wohlbefinden, dennoch wissen 30 Prozent nicht, dass eine schlechte Zahngesundheit Auswirkungen auf den gesamten Körper haben kann. Insgesamt kennen sieben von zehn diesen Zusammenhang, bei den Babyboomern sind es 78 Prozent, bei der Gen Z nur 58 Prozent. Regional liegt Oberösterreich mit 75 Prozent vor Wien mit 62 Prozent.

Auch bei Kindern gibt es Aufholbedarf

Jede:r fünfte Österreicher:in (20 %) hält überdies Zahnpflege bei Kindern nicht für besonders wichtig. Nur etwas mehr als die Hälfte der befragten Eltern kontrolliert regelmäßig, ob ihre Kinder richtig putzen, und lediglich 63 Prozent gehen regelmäßig mit ihnen zur Zahnkontrolle. Zudem sagen 20 Prozent der Eltern, dass es schwierig sei, ihre Kinder zum Zähneputzen zu motivieren. In 52 Prozent der Fälle kommen bei Kindern weiterhin klassische Handzahnbürsten zum Einsatz.

"Der beste Zeitpunkt für die erste elektrische Zahnbürste eines Kindes ist ab dem Alter von drei Jahren. Sobald die Milchzähne vollständig ausgebildet sind und die Kinder selbstständig beim Zähneputzen mithelfen können, sind sie bereit, um elektrisch zu putzen und die Vorteile zu genießen", erklärt Daniel P. Grotzer, Zahnarzt und Dentalexperte von Oral-B.

www.oralb.de

www.marketagent.com

Über die Studie

Die Studienergebnisse beruhen auf einer Online-Umfrage des Marktforschungsinstitut Marketagent. Sie umfasste ein bevölkerungsrepräsentatives Sample von 1.070 Österreicher:innen zwischen 14-75 Jahren, welche zwischen 26. November 2025 und 2. Dezember 2025 befragt wurden.

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Über die Studie

Die Studienergebnisse beruhen auf einer Online-Umfrage des Marktforschungsinstitut Marketagent. Sie umfasste ein bevölkerungsrepräsentatives Sample von 1.070 Österreicher:innen zwischen 14-75 Jahren, welche zwischen 26. November 2025 und 2. Dezember 2025 befragt wurden.

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