Letzter Verbrenner ist weg
Asfinag hat ihre Pkw-Flotte komplett auf E-Antrieb umgestellt

| Tobias Seifried 
| 06.01.2026

Der Schritt ist Teil eines breiteren Mobilitätskonzepts mit weniger Dienstreisen, mehr Bahnkilometern und dem Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang des Netzes.

Bei der Asfinag ist der letzte Verbrenner Geschichte: Der Autobahnen- und Schnellstraßenbetreiber hat seine Pkw-Flotte vollständig auf Elektrofahrzeuge umgestellt. Kurz vor dem Jahreswechsel verließ das letzte Auto mit konventionellem Antrieb den Fuhrpark.

Laut eigenen Angaben sei der Schritt Teil eines umfassenden Mobilitätskonzepts, das nachhaltige und CO₂-arme Dienstwege für rund 3.500 Mitarbeitende ermöglichen soll. Bereits vor mehreren Jahren wurden unter dem Leitgedanken "Digital First" Videokonferenz-Lösungen ausgebaut, um Dienstreisen zu reduzieren. Parallel setzte die Asfinag Maßnahmen, um den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu erleichtern: Seit 2022 gibt es ein "Bahn-Business Konto", mit dem nach Unternehmensangaben rund eine Million Bahnkilometer pro Jahr zurückgelegt werden. Mitarbeitende erhalten zudem ein Klimaticket.

Vorreiterrolle

Mit Blick auf die nunmehr 502 Elektro-Pkw sprechen die Vorstände Hartwig Hufnagl und Herbert Kasser von einem weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität. "Mit etwas mehr als zehn Millionen gefahrenen Kilometern pro Jahr ist die Pkw-Dienstwagenflotte der Asfinag ein 'Big Player' in Österreich. Mit der Umstellung erreichen wir eine Einsparung von 1.450 Tonnen CO₂ pro Jahr", heißt es. Man schließe damit das Kapitel Verbrenner und eröffne ein neues innerhalb der Nachhaltigkeitsstrategie. Teile der Aussagen ließen die Vorstände erkennen, dass die Umstellung als Signalwirkung verstanden werde.

Auch Bundesminister Peter Hanke hob die Bedeutung hervor: "Mit der vollständigen Umstellung der Pkw-Flotte auf Elektroantrieb beweist die Asfinag Mut zur Innovation und übernimmt eine klare Vorreiterrolle." Zugleich betonte er, ökologische Transformation und wirtschaftliche Effizienz könnten "Hand in Hand gehen".

Ladeinfrastruktur wird weiter ausgebaut

Zentral für den Wandel sei der Ausbau der Ladeinfrastruktur. Derzeit stehen an 44 Raststationen sowie an einem Rastplatz Ladestationen mit mehr als 300 Ladepunkten zur Verfügung. Entlang der Autobahnen und Schnellstraßen gibt es im Schnitt alle 60 Kilometer eine Lademöglichkeit. Ab 2027 sind zusätzliche Stationen auf Rastplätzen vorgesehen, langfristig sollen alle 25 Kilometer Ladeoptionen bestehen. Bis 2030 plant die Asfinag laut eigenen Angaben über 1.500 Ladepunkte für Pkw und bis 2035 rund 1.300 für Lkw.

www.asfinag.at

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