Fotos von der Pressekonferenz
Heumilch-Markt wächst überdurchschnittlich und setzt voll auf Käse

| Wolfgang Zechner 
| 24.02.2026

532 Millionen Kilogramm verarbeitete Heumilch, sechs Prozent Umsatzplus und eine klare Exportorientierung: Die ARGE Heumilch blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Für 2026 steht eine breit angelegte Kommunikationsoffensive im Mittelpunkt, mit besonderem Fokus auf die Käsekompetenz.

Für einen Vormittag lang wurde das altehrwürdige Café Museum beim Karlsplatz in Wien zum Mittelpunkt der österreichischen Heumilch-Wirtschaft. Anlass war die Pressekonferenz der ARGE Heumilch, die aktuelle Marktdaten und strategische Ziele präsentierte. Die Botschaft war unmissverständlich: Heumilch behauptet sich nicht nur im Wettbewerb, sie wächst dynamischer als der Gesamtmarkt. Die ARGE Heumilch Österreich vereint rund 7.000 Heumilchbäuer:innen, sowie mehr als 70 Molkereien, Käsereien und Sennereien.

Überdurchschnittliches Wachstum und stabile Vermarktung

2025 wurden in Österreich 532 Millionen Kilogramm Heumilch verarbeitet. Der Bio-Anteil stieg um zwei Prozentpunkte auf 40 Prozent. Im heimischen Lebensmittelhandel kletterte der Umsatz mit Heumilchprodukten um sechs Prozent auf rund 179 Millionen Euro. Der Gesamtmarkt kam im selben Zeitraum auf ein Plus von 3,6 Prozent. Bemerkenswert ist zudem die vollständige Vermarktung der Menge. Wie bereits in den Vorjahren konnten 100 Prozent der produzierten Heumilch abgesetzt werden. "Der durchschnittliche Heumilchzuschlag betrug rund 4,5 Cent je Kilogramm. Dadurch konnte für unsere Bäuerinnen und Bauern ein Mehrwert von 23 Millionen Euro erwirtschaftet werden", erklärte ARGE Heumilch-Obmann Karl Neuhofer. Damit unterstreicht die Heuwirtschaft ihren Anspruch, Qualitätsstrategien und wirtschaftliche Stabilität erfolgreich zu verbinden.

Käse als Wachstumstreiber und Exportmotor

Besonders dynamisch entwickelte sich die Kategorie Käse. Die Produktionsmenge legte um 6,2 Prozent zu, wertmäßig betrug das Plus sogar 11,6 Prozent. "Diese Entwicklung zeigt, dass unsere Vermarktungsoffensive greift und die konsequente Qualitätsarbeit unserer Bäuerinnen und Bauern sowie der Verarbeiter entlang der gesamten Wertschöpfungskette Wirkung zeigt", betonte Geschäftsführerin Christiane Mösl.

Rund 60 Prozent der Produktion gehen in den Export, wichtigster Markt bleibt Deutschland. Dort ist Heumilch mittlerweile jedem Zweiten ein Begriff, in Österreich liegt die Markenbekanntheit bei über 90 Prozent. Dass 85 Prozent der Heumilch zu Käse verarbeitet werden, überrascht vor diesem Hintergrund kaum. Käse ist nicht nur Wertschöpfungstreiber, sondern auch Imageträger einer Produktionsweise, die stark auf Tradition, Qualität und Differenzierung setzt.

Zukunftsmodell mit klarer Kommunikationsstrategie

Die im Vorjahr präsentierte Zukunftsstudie bestätigt den langfristigen Optimismus der Branche. 95 Prozent der Betriebe planen, auch 2030 weiterhin Heumilch zu erzeugen. Der Anteil der Umsteiger von konventioneller Milchproduktion auf Heuwirtschaft hat sich in neun Jahren von vier auf zwölf Prozent verdreifacht. Drei Viertel berichten von einer verbesserten Tiergesundheit. "Die wirtschaftlichen Kennzahlen und die hohe Identifikation unserer Mitgliedsbetriebe zeigen klar: Die Heuwirtschaft ist kein kurzfristiger Trend, sondern ein tragfähiges und zukunftsfähiges Modell", so Neuhofer.

2026 setzt die ARGE Heumilch auf eine umfassende Kommunikationsoffensive. Geplant ist ein Mix aus TV, Print, Online, Out of Home und Radio im Frühjahr und Herbst. In Deutschland werden zusätzlich Kino und Streaming-TV eingesetzt. Ziel ist klar definiert: den Absatz von Heumilch-Käse weiter zu steigern und die Positionierung als hochwertige Spezialität weiter zu festigen.

KEYaccount/LEADERSNET war bei der Pressekonferenz. Alle Fotos finden Sie hier

www.heumilch.com

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