Interview mit Michael Dockal
"Wir wollen im KFZ-Segment erste Anlaufstelle werden"

Im LEADERSNET-Interview spricht Zgonc-Geschäftsführer Michael Dockal über stabile Ergebnisse trotz schwieriger Konjunktur und die Zusammenarbeit mit Alexander Wurz. Er erklärt, warum Effizienz und persönliche Beratung kein Widerspruch sind, wie sich der Familienbetrieb im KFZ- und Werkstattsegment neu positioniert und weshalb Handschlagqualität und starke Eigenmarken auch 2026 entscheidende Erfolgsfaktoren bleiben.

LEADERSNET: Sehr geehrter Herr Dockal, wenn Sie auf das Jahr 2025 zurückblicken, was waren Ihre größten wirtschaftlichen Herausforderungen?

Michael Dockal: 2025 war ein Jahr mit vielen Facetten. Die generellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – von hoher Inflation bis zur anhaltenden Zurückhaltung bei Konsum und Investitionen – haben uns natürlich gefordert. Gleichzeitig konnten wir als Unternehmen sehr stabile Ergebnisse erzielen, weil wir nah an unseren Kund:innen geblieben sind und klare Schwerpunkte gesetzt haben. Die größte Herausforderung war dabei sicherlich, unsere Prozesse so effizient zu halten, dass wir weiterhin Top-Qualität zu fairen Preisen bieten können – bei echter persönlicher Beratung.

LEADERSNET: Wie schafft man es, sich am österreichischen Markt stabil und zukunftsorientiert zu positionieren?

Dockal: Indem man konsequent auf das baut, was einen stark gemacht hat – und gleichzeitig offen für Veränderung bleibt. Zgonc steht seit jeher für Handschlagqualität, Fachberatung, ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis und ein klar strukturiertes Sortiment. Wir sind ein österreichisches Familienunternehmen mit einer fast 70-jährigen Geschichte – das verpflichtet uns zur Stabilität, aber auch dazu, neue Themen frühzeitig anzugehen. Ein gutes Beispiel ist unser Engagement im Akku-Bereich, wo wir mittlerweile klar die Nummer eins in Österreich sind. Und genau diesen Weg setzen wir jetzt im KFZ- und Werkstattsegment fort.

LEADERSNET: Welche Ziele verfolgen Sie mit Zgonc im Jahr 2026 und auf welche Neuigkeiten dürfen sich Ihre Kund:innen freuen?

Dockal: 2026 steht ganz im Zeichen des Ausbaus unserer Sortimentskompetenz – vor allem im Bereich KFZ, Werkstatt und Garage. Wir wollen Zgonc in diesem Bereich als erste Anlaufstelle für Endkund:innen und Gewerbe etablieren. Dazu gehören der weitere Ausbau von Eigenmarken, neue Top-Produkte im Profi-Segment sowie eine stärkere Präsenz auf digitalen Kanälen und eine breite Distribution mit unserer Business-Karte.

Michael Dockal (links) und Alexander Wurz © Zgonc 

Ein echtes Highlight war für uns der Auftritt auf der Vienna Drive 2026, wo wir nicht nur unsere Produktwelt präsentiert, sondern auch gezeigt haben, wie nahbar, beratungsstark und modern der stationäre Fachhandel heute sein kann. Besonders gefreut hat mich auch die Präsenz unseres Markenbotschafters Alexander Wurz, der unsere Strategie im KFZ-Bereich perfekt verkörpert: Technik, Präzision und Verlässlichkeit. Auch die neu gestartete Partnerschaft mit der DTM und dem Red Bull Ring wurde authentisch in Szene gesetzt. 

Michael Dockal (links) und Alexander Wurz mit einem Porsche 911 GT3-R © Zgonc

LEADERSNET: Sie sind Spezialist bei Produkten in Sachen KFZ und Werkstatt. Wie hat sich der Markt hier verändert und wie gelingt es, weiterhin federführend zu sein?

Dockal: Der Markt hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Viele Reparaturen, Pflegearbeiten und Ausstattungen werden heute wieder selbst durchgeführt – nicht nur von Profis, sondern auch von ambitionierten Heimwerker:innen. Gleichzeitig ist die Erwartung an Qualität und Beratung stark gestiegen. Wer sich im KFZ-Bereich behaupten will, muss mehr bieten als Produkte: Es geht um Lösungen, um Vertrauen und um Verfügbarkeit.

Unsere Antwort darauf ist ein breites, sofort verfügbares Sortiment – vom Schlagschrauber über Wagenheber bis zu Pflegeprodukten – kombiniert mit echter Fachberatung in unseren Filialen. Dazu kommen starke Marken wie Sonax, Makita, Einhell und Bosch – und natürlich unsere Eigenmarken Zgonc und Erba, mit denen wir gezielt Qualität und Preis-Leistung verbinden.

LEADERSNET: Bitte geben Sie uns noch Ihre persönliche Prognose für die Zukunft der österreichischen Wirtschaft ab.

Dockal: Ich bin grundsätzlich ein optimistischer Mensch – und ich glaube fest daran, dass sich die österreichische Wirtschaft wieder ins Positive wendet, wenn wir alle den Mut haben, Innovation und Bodenständigkeit miteinander zu verbinden. Die Herausforderungen sind da, ob Fachkräftemangel, Transformation oder globale Unsicherheiten, aber Unternehmen, wie wir, die regional verankert und kundennah arbeiten, werden auch künftig erfolgreich sein.

Für uns heißt das: Wachstum mit Maß, Qualität vor Schnelligkeit – und immer ein offenes Ohr für die Menschen, für die wir das alles machen.

www.zgonc.at

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