Preisanalyse: Erstes Quartal 2026
So viel kosten Eigentumswohnungen in Wien derzeit

| Dejan Filipovic 
| 21.04.2026

Laut aktueller Analyse präsentiert sich der Markt zum Jahresauftakt 2026 deutlich stärker als erwartet. Die Preise für Eigentum entwickeln sich weitgehend stabil und verharren somit auf hohem Niveau.

Der Markt für Eigentumswohnungen in Wien zeigt sich zu Beginn des Jahres 2026 in robuster Verfassung. Im ersten Quartal wurden 1.254 Transaktionen registriert, das entspricht einem Anstieg von 25 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Transaktionsvolumen und Anzahl der Transaktionen © Otto Immobilien

Parallel dazu erhöhte sich das Transaktionsvolumen auf rund 450 Millionen Euro, was einem Plus von 20 Prozent entspricht. Damit setzt sich die Entwicklung deutlich von den moderaten Erholungen der Jahre 2024 und 2025 ab und signalisiert einen spürbaren Aufwärtstrend. Das sind die Ergebnisse des Wiener Wohnmarktberichts für das erste Quartal 2026 von Otto Immobilien

Angebotsseite bleibt angespannt

Während die Nachfrage anzieht, bleibt das Angebot begrenzt. Für 2026 werden rund 8.500 fertiggestellte Wohneinheiten erwartet, ein im historischen Vergleich niedriger Wert. Im Vergleich zu den Spitzenjahren 2022 und 2024 kommt damit nur etwa die Hälfte des damaligen Volumens auf den Markt. Auch mittelfristig ist die Entwicklung schwer abschätzbar: Viele Projekte befinden sich noch in frühen Phasen, zudem ist häufig unklar, ob sie als Eigentums- oder Mietobjekte realisiert werden.

Fertiggestellte Wohneinheiten © Otto Immobilien

"Wenn sich die Dynamik des ersten Quartals im Gesamtjahr fortsetzen kann, rechnen wir 2026 mit einem Transaktionsvolumen von rund fünf Milliarden Euro. Die anhaltend starke Nachfrage sollte Projektentwickler:innen endlich wieder die nötige Planungssicherheit geben, um bislang offene Projektentscheidungen voranzutreiben", sagt Martin Denner, Abteilungsleiter Research. 

Preisentwicklung zeigt Stabilität

Die Preise entwickeln sich zuletzt weitgehend stabil. Im Erstbezugssegment bewegen sich die Werte weiterhin knapp unterhalb von 7.300 Euro pro Quadratmeter und liegen damit leicht unter dem Vorjahresniveau. Im Bestand ist hingegen seit dem Tiefpunkt Anfang 2024 wieder ein Anstieg zu beobachten, aktuell auf durchschnittlich 4.536 Euro pro Quadratmeter.

Verkaufspreise Bauträger/Erstbezug vs. Bestand auf Bezirksebene © Otto Immobilien

Mieten steigen weiter an

Am Mietmarkt setzt sich der Aufwärtstrend fort. Vor allem die begrenzte Verfügbarkeit von Wohnungen sowie eine geringe Fluktuation im Bestand führen zu steigenden Preisen. Über alle Bezirke hinweg erhöhen sich die Mieten, die durchschnittliche Nettomiete liegt derzeit bei rund 16,40 Euro pro Quadratmeter monatlich.

Angebotspreis Miete Erstbezug/Neubau auf Bezirksebene © Otto Immobilien

"Das stabile Preisniveau in allen Wohnsegmenten sorgt – auch bei sonstigen Unsicherheiten – für gute Planbarkeit von Wohninvestments. Die daraus resultierende gute Nachfragesituation lässt uns zuversichtlich auf das aktuelle Jahr blicken", so Maximilian Peter, Abteilungsleiter Immobilienvermarktung Wohnen. 

www.otto.at

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