Fotos der Bilanzpräsentation
Hafen Wien meldet Rekordwerte für 2025

Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen der Wien Holding neue Bestmarken bei Umsatz, Ergebnis und den Lagertagen im Containerdepot erzielen. 2026 sollen nun vor allem Innovation und Nachhaltigkeit weiter vorangetrieben werden.

Der Hafen Wien hat das Geschäftsjahr 2025 mit steigenden Kennzahlen abgeschlossen, die Wiens Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak sowie Hafen Wien-Geschäftsführerin Doris Pulker-Rohrhofer am Mittwochvormittag im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten. Dabei gaben sie auch Einblicke in laufende Nachhaltigkeits- und Innovationsprojekte sowie die strategische Weiterentwicklung des Standorts. Ebenfalls anwesend waren neben zahlreichen Medienvertreter:innen auch Fritz Lehr, kaufmännischer Geschäftsführer des Hafens Wien, sowie Oliver Stribl, Geschäftsführer der Wien Holding.

Rekordwerte bei Umsatz und Umschlag

Die Hafen Wien-Gruppe erzielte 2025 insgesamt einen Umsatz von 55,4 Millionen Euro und steigerte das Ergebnis auf 10,9 Millionen Euro. WienCont kam auf 21 Millionen Euro Umsatz. Am Containerterminal wurden 483.000 TEU umgeschlagen, das Containerdepot erreichte mit mehr als 2,8 Millionen TEU-Lagertagen einen Rekordwert.

Der Gesamtumschlag zu Wasser und zu Land lag bei 1.291.336 Tonnen, was einem Plus von 9,81 Prozent entspricht. Hafen Wien und WienCont kamen gemeinsam auf 4.101.138 Tonnen und damit auf ein Plus von 7,3 Prozent. Im Ölhafen Lobau stieg die Umschlagsmenge um 15,12 Prozent auf 1.019.798 Tonnen. Dort wurden 1.006 Schiffe be- und entladen.

"Der Hafen Wien konnte 2025 trotz herausfordernder Rahmenbedingungen seine wirtschaftliche Stärke weiter ausbauen. Besonders erfreulich entwickelten sich unsere Geschäftsbereiche Immobilien, Hafenlogistik und WienCont", erläutert Pulker-Rohrhofer. Rekordwerte am Containerterminal sowie die positive Entwicklung im Bereich Massen- und Schwergut würden zeigen, dass der Standort seine Rolle als Logistikdrehscheibe ausbaue.

Vom Umschlagplatz zum Innovationsstandort

Neben den wirtschaftlichen Kennzahlen rückte bei der Präsentation auch die langfristige Entwicklung des Standorts in den Mittelpunkt. Mit rund drei Millionen Quadratmetern Fläche, etwa 200 angesiedelten Unternehmen und rund 5.000 Beschäftigten zählt der Hafen Wien zu den wichtigsten Wirtschafts- und Logistikdrehscheiben Österreichs. Zugleich soll der Standort künftig noch stärker als Innovationsmotor für nachhaltige Stadtentwicklung positioniert werden. Ein Beispiel dafür ist "thinkport Vienna": Seit 2025 beherbergt der Hafen damit den ersten und bislang einzigen Innovationshub eines Binnenhafens im Global Port Innovators Network. Gemeinsam mit internationalen Partnerhäfen wie Hamburg, Valencia, Halifax und San Diego werden dort Lösungen für die Güterlogistik der Zukunft entwickelt.

"Der Hafen Wien ist First-Mover in der Hafeninnovation und zugleich eine systemrelevante Infrastruktur für unsere Stadt und den gesamten Wirtschaftsraum. Als zentrale Drehscheibe verbindet er Wien mit den europäischen und globalen Warenströmen, sichert die tägliche Versorgung und ermöglicht wirtschaftliche Wertschöpfung in großem Maßstab", so Novak. Mit seiner Bedeutung für Industrie, Handel und Logistik sei er "ein wesentlicher Standortfaktor für Wachstum, Beschäftigung und internationale Wettbewerbsfähigkeit".

Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft im Fokus

Auch bei der Nachhaltigkeit setzt der Hafen mehrere Maßnahmen um: Seit 2024 fahren alle Terminalfahrzeuge mit HVO100, wodurch 2025 laut eigenen Angaben rund 809 Tonnen CO₂ eingespart werden konnten. Der Standort wird zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt. Der Eigenstromanteil liegt derzeit bei 25 Prozent und soll durch eine weitere Photovoltaikanlage samt Speicherlösung bis 2026 auf 34 Prozent steigen. Zudem kommen E-Kräne, E-Stapler, E-Fahrzeuge und E-Bikes zum Einsatz.

Wachstum soll zudem ohne zusätzlichen Flächenverbrauch möglich werden. Im Hafen Freudenau entstehen durch Landgewinnung 113.600 Quadratmeter neue Betriebsflächen, was etwa 16 Fußballfeldern entspricht. Dafür wird rund eine Million Kubikmeter Material von Wiener Großbaustellen verwendet.

Weitere Schritte für 2026

Für 2026 stehen der weitere Ausbau von "thinkport Vienna", emissionsarme Logistik, E-Lkw-Infrastruktur, zusätzliche Photovoltaik und mehr Eigenstromproduktion auf der Agenda. Zudem soll der Hafen als Plattform für urbane Versorgung, Resilienz und nachhaltige Stadtentwicklung gestärkt werden.

"Der Hafen Wien zeigt damit eindrucksvoll, wie wirtschaftlicher Erfolg, Innovation und Klimaschutz Hand in Hand gehen können – und wie die Infrastruktur von morgen schon heute entsteht", so Novak.

LEADERSNET war bei der Pressekonferenz dabei und hat Eindrücke für Sie in der Galerie gesammelt.

www.hafenwien.com

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