World Wealth Report 2026
In Österreich gibt es mehr als 33.000 neue Millionäre

| Tobias Seifried 
| 04.06.2026

Laut World Wealth Report 2026 stieg die Zahl der Vermögenden hierzulande binnen eines Jahres um 21 Prozent. Weltweit sorgten starke Aktienmärkte für Rekordvermögen.

Nach einem Rückgang im Jahr 2024 (LEADERSNET berichtete) ist die Zahl der Millionär:innen in Österreich 2025 deutlich gestiegen. Laut dem aktuellen World Wealth Report 2026 des Capgemini Research Institute erhöhte sich die Zahl der vermögenden Privatpersonen (High Net Worth Individuals, HNWI) gegenüber dem Vorjahr um rund 21 Prozent auf 196.000 Personen – ein Zuwachs von mehr als 33.000. Das von dieser Gruppe gehaltene Vermögen wuchs demnach um 22 Prozent auf 563,9 Milliarden US-Dollar.

Starke Börsen treiben Vermögen

Österreich profitierte damit ebenso wie viele andere Länder von der starken Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten und der nachlassenden Inflation. Weltweit stieg das Vermögen vermögender Privatpersonen im vergangenen Jahr um 8,7 Prozent auf den Rekordwert von 98,3 Billionen US-Dollar. Die Zahl der Millionäre nahm um fast zwei Millionen auf 25,3 Millionen zu.

Besonders stark sei erneut die Gruppe der Superreichen (Ultra-High-Net-Worth-Individuals / UHNWI) gewachsen. Deren Zahl erhöhte sich Capgemini zufolge weltweit um 9,4 Prozent auf rund 250.000 Personen. Ihr Vermögen legte laut Analyse um 9,7 Prozent zu. Gleichzeitig konzentriert sich ein großer Teil des Vermögens weiterhin auf wenige Personen: Das vermögendste Prozent der HNWI hält laut Studie 34,8 Prozent des gesamten HNWI-Vermögens.

Beratungsmodelle weiterentwickeln

"Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Österreich Teil der weltweiten Vermögensentwicklung ist", sagt Martina Sennebogen, Vorstandsvorsitzende von Capgemini Österreich. Gleichzeitig würden vermögende Kund:innen höhere Ansprüche an Beratung, Individualisierung und den Zugang zu alternativen Investments stellen. Banken und Vermögensverwalter:innen müssten ihre Beratungsmodelle daher entsprechend weiterentwickeln. KI könne dabei helfen, Kundenbedürfnisse früher zu erkennen, Anlagestrategien stärker zu personalisieren und Berater:innen mit Analysen zu unterstützen, so Sennebogen.

Nach dem Rückgang im Vorjahr kehrte auch Europa auf Wachstumskurs zurück. Die Zahl der vermögenden Privatpersonen stieg um 6,5 Prozent. Deutschland verzeichnete ein Plus von 11,1 Prozent, Frankreich und Großbritannien legten um 2,7 beziehungsweise 2,6 Prozent zu.

Im asiatisch-pazifischen Raum nahm die Zahl der Millionär:innen um 9,4 Prozent zu. Besonders stark fiel demnach das Wachstum in Japan aus, wo 436.000 neue Millionär:innen hinzukamen. In China stieg ihre Zahl um 154.000. Nordamerika verzeichnete einen Zuwachs von 9,1 Prozent. Allein in den USA kamen 736.000 neue Millionär:innen hinzu.

Anlageverhalten und Kundenbindung

Die Studie zeigt zudem Veränderungen im Anlageverhalten. Der Aktienanteil in den Portfolios vermögender Privatkund:innen stieg bis Anfang 2026 auf 25 Prozent. Gleichzeitig ging der Anteil alternativer Anlagen auf zwölf Prozent zurück. Das Interesse an Private Equity bleibt jedoch hoch: 68 Prozent der Befragten planen, ihr Engagement in diesem Bereich auszubauen.

Auch die Kundenbindung verändert sich. Immer weniger Vermögende verlassen sich auf nur eine:n Vermögensverwalter:in. Arbeiteten 2019 noch 39 Prozent ausschließlich mit einem Anbieter zusammen, waren es 2025 nur noch 19 Prozent. Laut Studie nutzen 88 Prozent mehrere Anbieter:innen, um Zugang zu einem breiteren Angebot an Anlageprodukten zu erhalten.

Wunsch nach KI für Routineaufgaben

Handlungsbedarf sieht die Untersuchung auch bei der Betreuung vermögender Kund:innen. Nur 17 Prozent bewerten ihre Beratung als nahtlos und personalisiert. Gleichzeitig wünschen sich 76 Prozent der Berater:innen KI-gestützte Systeme, um Routineaufgaben zu automatisieren und mehr Zeit für die Betreuung ihrer Kund:innen zu gewinnen.

Die komplette Studie finden Sie hier

www.capgemini.com

Über die Studie

Der Capgemini World Wealth Report 2026 stützt sich auf Daten aus drei Hauptquellen: der Global HNWI Survey 2026, der Global Wealth Management Executive Survey 2026 und der Global Relationship Manager Survey 2026.

Im Rahmen dieser Umfragen wurden 6.510 vermögende Privatpersonen in 27 Märkten, 144 Führungskräfte im Vermögensverwaltungsbereich in 24 Märkten und 1.317 Kundenbetreuer in 24 Märkten befragt. Die Befragten wurden zu ihren Anlagepräferenzen und -prioritäten, ihren Erwartungen an das Kundenerlebnis, ihren Beratungsbeziehungen sowie zum Einsatz von KI und digitalen Tools in der Vermögensverwaltung befragt. Die Teilnehmer repräsentieren wichtige Märkte in Nordamerika, Europa, im asiatisch-pazifischen Raum, in Lateinamerika, im Nahen Osten und in Afrika.

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Über die Studie

Der Capgemini World Wealth Report 2026 stützt sich auf Daten aus drei Hauptquellen: der Global HNWI Survey 2026, der Global Wealth Management Executive Survey 2026 und der Global Relationship Manager Survey 2026.

Im Rahmen dieser Umfragen wurden 6.510 vermögende Privatpersonen in 27 Märkten, 144 Führungskräfte im Vermögensverwaltungsbereich in 24 Märkten und 1.317 Kundenbetreuer in 24 Märkten befragt. Die Befragten wurden zu ihren Anlagepräferenzen und -prioritäten, ihren Erwartungen an das Kundenerlebnis, ihren Beratungsbeziehungen sowie zum Einsatz von KI und digitalen Tools in der Vermögensverwaltung befragt. Die Teilnehmer repräsentieren wichtige Märkte in Nordamerika, Europa, im asiatisch-pazifischen Raum, in Lateinamerika, im Nahen Osten und in Afrika.

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