Nach dem Triumph von JJ im Vorjahr wird Wien heuer zur Bühne des 70. Eurovision Song Contests (LEADERSNET berichtete unter anderem hier, hier und hier). Während viele Details zum medialen Großevent noch unter Verschluss stehen, verriet der ORF nun am Donnerstag, dem 19. März, erste, spannende Informationen hinsichtlich der Shows in der Wiener Stadthalle, wie etwa die Opening- und Interval Acts. Darüber hinaus wurde das diesjährige ESC-Maskottchen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert – und sorgte im Internet für einige Schmunzler.
Pelziges Monster mit eigenem Kinderbuch
"Auri" nennt sich das neue Maskottchen, das mit seinem schrägen und überaus haarigen Erscheinungsbild einem Monster aus der "Sesamstraße" anmutet. Die flauschige Kuriosität mit der zylinderförmigen Nase trägt goldene Kopfhörer auf den Ohren sowie ein Österreich-Herz auf der Brust und soll laut Angaben des ORF für "Zusammenhalt und Kreativität" stehen, wie es in einer entsprechenden Aussendung heißt. Laut ESC-Executive Producer Michael Krön soll Auri "Herzlichkeit und Offenheit des ESC nach Wien und in die Welt hinaustragen".
Begleitend zum Maskottchen kündigten die Verantwortlichen zudem ein Kinderbuch an, das "junge Fans spielerisch an die Welt des Eurovision Song Contest heranführt" – selbstverständlich mit Auri in der Hauptrolle. Darüber hinaus geht das pelzige Wesen gemeinsam mit Autorin Yvonne Lacina-Blaha auf Lesereise durch Österreich und ist unter anderem bei Veranstaltungen während der ESC-Woche, beim Vienna City Marathon sowie in ORF-Kinderprogrammen präsent. Nicht zuletzt dürfen sich Sammler:innen auf eine limitierte Wiener Schneekugel mit "Auri"-Figur sowie einen Filz-Schlüsselanhänger und einen Kühlschrankmagneten freuen.
Erste Programmpunkte der drei Shows bekanntgegeben
Neben Auri wurden aber auch noch ein offizielles Eurovision-Kochbuch, das Gerichte aus allen 35 Teilnehmerländern enthält, sowie erste Programmpunkte für die ESC-Shows in der Wiener Stadthalle präsentiert. Das erste Semifinale startet demnach mit "70 Years of Love", einer filmischen Reise durch sieben Jahrzehnte ESC-Geschichte. Im Anschluss stimmt ein 70-köpfiger Chor mit einer Hommage an den 1967 in Wien vertretenen Klassiker "L'amour est bleu" auf den Abend ein. Für einen humorvollen Akzent sorgt später ein Interval Act, in dem das Moderations-Duo Victoria Swarovski und Michael Ostrowski gemeinsam mit Go-Jo, Australiens ESC-Teilnehmer des Vorjahres, augenzwinkernd der Frage nachgeht, wie sich Austria und Australia eigentlich auseinanderhalten lassen.
Auch das zweite Semifinale setzt auf Selbstironie und Musik: Swarovski und Ostrowski eröffnen die Show mit einer Performance von JJs Siegertitel "Wasted Love" aus dem Jahr 2025. Später steht der Vorjahressieger selbst im Mittelpunkt, wenn er im Interval Act einen neuen Song präsentiert.
Im großen Finale rückt schließlich auch das 70-jährige Jubiläum des Bewerbs in den Mittelpunkt. Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien hat dafür zahlreiche musikalische Beiträge eingespielt und wird auch live auf der Bühne zu sehen sein. Der Opening Act erzählt die Reise jenes kleinen Papierboots weiter, das im Vorjahr Teil von JJs Siegerauftritt war und dieses Mal von der Schweiz über Rhein und Donau bis nach Wien gelangt. In der Eröffnungsnummer "The Queen of the Night" verbindet JJ seine Stimme mit Mozart-Klängen und eigenen musikalischen Elementen, während die 25 Finalist:innen in die Halle einziehen. In der Voting-Pause folgen mit "Celebration!" samt Eurovision-Stars wie Verka Serduchka, Erika Vikman, Lordi und Il Volo, einem Auftritt von Parov Stelar sowie Cesár Sampsons Soul-Version von Billy Joels "Vienna" weitere Höhepunkte. Zusätzlich zieht sich eine Wette zwischen Swarovski und Ostrowski durch den Abend: Beide versuchen, möglichst viele frühere ESC-Siegertitel unauffällig in ihre Moderation einzubauen.
Über alle drei Shows hinweg kehren zudem einige wiederkehrende Formate zurück: So beantwortet "Professor Eurovision" skurrile Fragen rund um den Song Contest, während Ostrowski im "Eurovision Quiz" Kandidat:innen mit überraschenden Ausschnitten aus insgesamt 69 ESC-Shows auf die Probe stellt.
"The Big Show" nimmt Gestalt an
"Ich freue mich sehr darüber, dass die Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest kurz vor dem Einzug in die Wiener Stadthalle absolut im Zeitplan liegen und wir nun auch unsere Show-Elemente präsentieren konnten. Ich bin überzeugt davon, dass wir neun außergewöhnliche Shows – davon drei TV-Live-Shows – auf die Bühne bringen werden und dem 70. Jubiläum des größten TV-Unterhaltungsevents der Welt damit mehr als gerecht werden können", erklärte Ingrid Thurnher, die nach dem Rücktritt von Roland Weißmann (LEADERSNET berichtete u.a. hier, hier und hier) in der vergangenen Woche ihr Amt als interimistische ORF-Generaldirektorin angetreten ist (LEADERSNET berichtete).
"Es ist wunderschön zu sehen, wie aus ersten Ideen und kreativen Brainstormings nun konkrete Showelemente für den Eurovision Song Contest in Wien entstehen und alles Schritt für Schritt Gestalt annimmt", betonte ebenso ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz, und ergänzte: "Ich freue mich auf ein großes Fest zum 70-jährigen Jubiläum, das ganz unter dem Motto 'The Big Show!' steht. Ich verspreche ein großes Fest für Österreich, Europa und die ganze Welt."
Eindrücke der Präsentation finden Sie in der Galerie.
www.orf.at
www.songcontest.orf.at
Kommentar veröffentlichen