Fotos von The Female Advantage
Wie weibliche Perspektiven die Wirtschaft voranbringen können

Expert:innen erörterten im Rahmen eines "Female Advantage"-Frühstücks die ökonomischen Potenziale diverser Leadership-Konzepte und zeigten auf, wie diese zur Zukunftsfähigkeit von Organisationen beitragen können.

Rekordniveau bei der Ausbildung, aber Stillstand in den Chefetagen. Obwohl Österreichs Frauen so hochqualifiziert sind wie nie zuvor, spiegeln die Führungsteams der 200 umsatzstärksten Unternehmen dies nicht wider. Mit nur 14 Prozent Frauenanteil in Geschäftsführungen und 28 Prozent in Aufsichtsräten bleibt viel Potenzial ungenutzt. Dabei ist diverses Leadership längst kein Trendthema mehr, sondern ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, wie das "Female Advantage Breakfast" von smart und Wienerin erst kürzlich verdeutlichte. 

Je mehr Frauen, desto größer der Erfolg

Hervorgehoben wurde, dass der Mangel an Diversität nicht nur ein Gleichstellungsproblem ist, sondern auch ein wirtschaftlicher Wettbewerbsnachteil. Autor und Trendexperte für Arbeit und Bildung, Ali Mahlodji, unterstrich dies in seiner eröffnenden Keynote und beleuchtete gleichsam Chancen, die diverse Führungsmodelle für Organisationen bieten. Prägend und somit für die Zukunft entscheidend sind für ihn demnach nicht nur Vielfaltskompetenz, sondern auch ein Raum, in dem alle Perspektiven gehört werden. 

In seiner Haltung bekräftigt wurde er dabei von Sarah Lamboj, CEO smart Österreich. Auch sie zeigte sich überzeugt, dass die Kraft eines Unternehmens in den vielfältigen Perspektiven liegt. "Female Leadership ist kein Nischenthema – es ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Erfolgreiches Leadership basiert auf Vertrauen statt Kontrolle, gibt Raum zur Entfaltung anstelle Antworten zu diktieren und schafft damit Sicherheit in einem sich ständig verändernden Umfeld. Diverse Führung spielt dabei eine zentrale Rolle", so Lamboj. 

Chancen und Herausforderungen für die Arbeitswelt

Im Anschluss sprachen Lamboj, Kerstin Kolm (Gastroleitung Wien & Co), Daniela Bauer (Geschäftsführerin Wirtschaft SK Rapid Wien) und Nicole Prieller (Partnerin und Geschäftsführung Digital & Costumer Transformation, PwC) im Rahmen einer Paneldiskussion über die Chancen und Herausforderungen von diversen Leadership-Modellen in ihren jeweiligen Bereichen. 

Während Kolm betonte, dass für sie Female Leadership Empathie und Teamplaying, gepaart mit "einer Balance aus Klarheit und Intuition, eine große Portion Mut und ein starkes atemberaubendes Netzwerk an allen FLINTA*-Personen", die gemeinsam "Großes" schaffen, bedeutet, machte Bauer klar, dass Female Advantage kein Bonus, sondern zukunftsrelevant ist: "Genau solche Formate wie das Female Advantage Breakfast brauchen wir heute mehr denn je. Ein Raum, in dem Frauen aus Wirtschaft, Sport und Gesellschaft zusammenkommen, um offen über diverse Führungsmodelle zu sprechen und voneinander zu lernen. Es war mir eine Ehre, Teil dieser Runde zu sein. Meine Erfahrung zeigt mir, dass diverse Führungsteams bessere Entscheidungen treffen, weil sie mehr Perspektiven einbringen. Für mich ist Vielfalt ein Wettbewerbsvorteil. Female Advantage ist daher kein Bonus, er ist ein strategischer Erfolgsfaktor, den wir noch viel stärker nutzen müssen."

Prieller fügte abschließend hinzu: "Führung wie sie bisher war, wird nicht mehr lange funktionieren. Selbstführung und Mut im Leadership sind jetzt entscheidend. Was ich mir daher für die Zukunft wünsche? Weniger Macht und mehr Enablement in Führungspositionen, um Diversität als nachhaltigen Erfolgsfaktor zu festigen."

Einen Eindruck vom Event können Sie sich mittels Galerie verschaffen.

www.smart.com

www.wienerin.at


 * FLINTA ist ein Akronym, das dazu dient, verschiedene geschlechtliche Identitäten zusammenzufassen, die im Patriarchat strukturell benachteiligt werden. Es steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, transgeschlechtliche und agender Personen.

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