Fotos und Videos des Kaffeesiederballs
Zum 67. Mal traf Wiener Kaffeehauskultur auf höchste Balltradition

Der 67. Kaffeesiederball machte die Wiener Hofburg erneut zum größten und schönsten Kaffeehaus der Welt und verwandelte so die Bundeshauptstadt in den Dreh- und Angelpunkt für Kaffeeliebhaber:innen. LEADERSNET.tv besuchte das glamouröse Event und fragte u. a. nach, was die Wiener Kaffeehauskultur so besonders macht und worauf sich die Anwesenden an diesem Abend am meisten freuen.  

Auch in diesem Jahr fanden sich rund 3.600 Besucher:innen in der Wiener Hofburg ein, um Teil des traditionsreichen Kaffeesiederballs zu werden. Und somit verwandelte sich das geschichtsträchtige Areal bereits zum 67. Mal in das größte Kaffeehaus der Welt. Heuer stand die Veranstaltung dabei unter dem Motto "Wiener Kaffeehauskultur – Die Kunst der Gemütlichkeit" (LEADERSNET berichtete) und zelebrierte so die Behaglichkeit der Kaffeehauskultur in all ihren Facetten – inklusive einer Hommage an die großen Künstler:innen und Architekt:innen, die eng mit den Wiener Werkstätten verbunden waren und die besondere Inneneinrichtung und deren textile Ausgestaltung in den Kaffeehäusern geschaffen haben.

"Die Wiener Kaffeehauskultur ist ein UNESCO-immaterielles Kulturerbe – sie verbindet Genuss mit Kultur und Geschichte mit Gegenwart. Es sind nicht nur die besonderen Einrichtungen und die Architektur, nicht nur Kaffee und Mehlspeisen, sondern die Menschen, die die besondere Atmosphäre in den Kaffeehäusern ausmachen und zu einem Ort der Gemütlichkeit werden lassen – all diese Elemente waren für unsere Gäste spürbar!", betont die Ballleitung Wolfgang Binder. Ballorganisatorin Anna Karnitscher ergänzt: "Die Gäste sehnen sich nach der Gemütlichkeit der Wiener Kaffeehäuser heute mehr denn je, diese Kaffeehauskultur, dieses Lebensgefühl übertrugen wir in dieser Ballnacht in die Wiener Hofburg."

Zeitreise in die 1920er-Jahre

Danach gefragt, was sich die Besucher:innen vom heurigen Kaffeesiederball erwarten können, entgegnete Wolfgang Binder gegenüber LEADERSNET.tv: "Man kann sich wieder sehr viel am Kaffeesiederball erwarten – viel Kaffee, opulenter Blumenschmuck und viele nette sowie lustige Leute, weil die Leute einfach fröhlich sind am Kaffeesiederball." Allein die Eröffnung nahm die Besucher:innen mit auf eine Zeitreise in die 1920er-Jahre, und zwar in Form des Tangos, der als einer der Modetänze dieser Zeit gilt. 

Zudem konnte für die Neuschöpfung der Musik für die Balletteinlagen den international bekannten Komponisten, Akkordeonisten und Bandoneonisten Miloš Todorovski gewonnen werden. Gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter des Kaffeesiederballs, Christof Cremer und Lukas Gaudernak schuf er ein eigenständiges musikalisches Werk, basierend auf einem klassischen Tango. Der Tango wurde mit Bandoneon gespielt, angereichert mit Gesang und Electronics. Den Gesangspart übernahm wiederum die Tangosängerin Ivana Ecetová. Die auf Spitzenschuhe kreierte Choreographie von Lukas Gaudernak pendelte dabei zwischen Klassik und Leidenschaft. Sie wurde von Mitgliedern des Wiener Staatsopernballetts getanzt. Im Zentrum der Aufführung stand die Halbsolistin Natalya Butchko, die für die erkrankte erste Solotänzerin und Gesicht des Ballplakates 2026, Ketevan Papava, eingesprungen war.

Ebenfalls dabei war auch die Tanzschule Elmayer, deren Jungdamen- und Herrenkomitee sowie die Walzerformation mit der Darbietung der Choreographie des Walzers "Die Gemühtlichen", von Johann Strauss Sohn, choreographiert von Veronika Baldassari, und dem Eröffnungswalzer "Künstlerleben" von Johann Strauss Sohn unter der Gesamtleitung von Thomas Schäfer-Elmayer, traditionell den Abschluss der Eröffnung bildeten. Die Mitternachtseinlage von Miloš Todorovski und Ivana Ecetová stand schließlich wieder ganz im Zeichen des Tangos. Neben Tango-Klassikern kam es zu einem Crossover mit zeitgenössischen Tango-Bearbeitungen bekannter Popsongs und Werken der klassischen Musikliteratur.

Late Night Konzert im Zeichen des Eurovision Song Contest 

Eine prominente Rolle spielte auch der im Mai stattfindende Eurovision Song Contest (LEADERSNET berichtete). So war das Late Night Konzert 2026 ein humorvolles herzliches willkommen an die ESC-Community in Wien und in den Wiener Kaffeehäusern. Gespielt hat die Band Bad Powells, die seit Jahrzehnten fixer Bestandteil der Wiener Kaffeesiederball-Familie ist und die heuer nicht nur gemeinsam mit der Ö3 Disco im Forum zu erleben waren, sondern als Tribute to ESC als Late Night Konzert im Festsaal musikalisch unterhielten. 

Neben dem Late Night Konzert im Zeichen des ESC waren die Organisator:innen heuer bemüht, den Kaffeesieder:innen und Ballgästen ein neues Erlebnis zu ermöglichen. In diesem Jahr wurde im Zuge dessen erstmals die Schatzkammer zum Tanzsaal, in dem Live-Tanzmusik aus Lateinamerika spielte. Die Band Kuare Salsa sowie die zwei Sängerinnen Luisón de Armas aus Kuba und die Kolumbianerin Laura Aya verantworten dabei gemeinsam mit dem bekannten Salsa-DJ Lorenzo von 20 bis 4:30 Uhr das Programm. 

Weitere Höhepunkte des Abends

Der Zeremoniensaal wurde hingegen – ebenso wie im vergangenen Jahr – im musikalischen Stil des "Great American Songbook" gehalten. Der Arrangeur und Bandleader Béla Fischer präsentierte mit seiner erweiterten Bigband-Besetzung eine Hommage an Komponisten wie Cole Porter und George Gershwin. Highlights waren dabei die Gesangseinlagen der Volksopernstars Julia Koci und Christiana Uikiza. Eigens entwickelte gold-schwarze Videoanimationen im Art-déco-Stil tauchten den Saal zusätzlich in eine glamouröse Welt, die an "Great Gatsby" erinnerte. Ab 22 Uhr lieferte schließlich die Ö3-Balldisco im Forum der Wiener Hofburg Partymusik. 

Und so war auch der 67. Kaffeesiederball wieder ein Fixpunkt der Wiener Ballsaison. Politikerin Christine Marek zeigte sich von der Veranstaltung zufrieden und erklärte gegenüber LEADERSNET.tv, worauf sie sich am meisten beim Kaffeesiederball freute: "Auf Begegnungen und auf viele Gespräche, weil man sieht ja hier geballt viele Menschen, die man sonst auch trifft, aber in dem Ambiente das hat man halt sonst nirgends."

Unter den Gästen

Beim Kaffeesiederball anwesend waren unter anderem Bundesminister Peter Hanke, CEO Wien Tourismus Norbert Kettner, Dancing Stars Gewinner und Schauspieler Aaron Karl, Schauspieler Martin Leutgeb, Schauspielerin Nina Hartmann, Galeristin Karoline Hilger, Direktorin Wiener Staatsopernballett Alessandra Ferri, MAK Chefin Lilli Hollein, Sängerin Monika Ballwein, Ballmoderatorin Teresa Vogl, Unternehmerin Christina Meinl, die Gastronom:innen-Familie Querfeld, der ehemalige Bundesminister Werner Fasslabend und seine Frau, die Präsidentin des Österreichischen Kinderschutzpreises Martina Fasslabend, Politiker Hans Arsenovic, Politikerin Christine Marek sowie Ralf Wolfgang Lothert (ehemalige Geschäftsleitung von JTI Austria) und viele mehr.

Im Video

Neben der Ballleitung des Kaffeesiederballs Wolfgang Binder und Politikerin Christine Marek holte LEADERSNET.tv auch Christof Cremer (künstlerischer Leiter Kaffeesiederball), Teresa Vogl (Moderatorin), Marcel Löffler (Geschäftsführung Julius Meinl), Thomas Schäfer-Elmayer (Tanzschulbesitzer), Christoph Rosner (Geschäftsführer Julius Meinl Austria), Peter Hanke (Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur), Christina Meinl (Kommunikation Julius Meinl), Stefan Schauer (Geschäftsführer Staud's), Berndt Querfeld (Geschäftsführer Café Landtmann), Andreas Kral (Manager Sodexo & TikTok Star), Hans Arsenovic (Abgeordneter zum Wr. Landtag und Mitglied des Wr. Gemeinderates), Virginia Ernst (Singer & Singwriterin), Doris Felber (Geschäftsführerin Felber), Nina Hartmann (Schauspielerin), Martin Leutgeb (Schauspieler) und Aaron Karl (Schauspieler) vor die Kamera. 

Zudem können Sie sich einen Eindruck vom Kaffeesiederball mittels Galerie hier und hier verschaffen. 

www.kaffeesiederball.at

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