Fotos der feierlichen Taufe
ÖBB setzen mit neuer Lok ein Zeichen für europäische Zusammenarbeit

Unter dem Motto "Zugkraft für Europa" soll die neue Lokomotive die Bedeutung gemeinsamer europäischer Investitionen in Infrastruktur und Mobilität sichtbar machen. 

Am Montag haben die ÖBB und die Europäische Kommission am Wiener Hauptbahnhof eine neu gestaltete EU-Lokomotive vorgestellt. Unter dem Motto "Zugkraft für Europa" wurde die Lok im EU-Budget-Design feierlich getauft. An den Feierlichkeiten nahmen Claudia Bauer, Bundesministerin für Europa, Integration und Familie, Patrick Lobis, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, sowie Sabine Stock, Vorständin der ÖBB-Personenverkehr AG, teil.

Die Lokomotive soll als sichtbares Zeichen für die Wirkung gemeinsamer europäischer Investitionen dienen. Diese leisten seit Jahrzehnten einen Beitrag zur Entwicklung von Infrastruktur, Innovation und regionaler Zusammenarbeit in Österreich und Europa, betonten die Teilnehmer:innen der Feierlichkeiten.

Koralmbahn als Paradebeispiel 

Als aktuelles Beispiel für solche Investitionen gilt die Koralmbahn. Das Projekt wird mit EU-Mitteln unterstützt und soll die Fahrzeit zwischen Graz und Klagenfurt auf rund 41 Minuten verkürzen. Die neue Verbindung ermögliche schnellere Zugverbindungen und dichtere Fahrpläne im Süden Österreichs. Dadurch soll ein stärker vernetzter Lebens- und Wirtschaftsraum für Pendler:innen, Studierende und Unternehmen entstehen.

"Diese Lok macht sichtbar, dass Europa nicht in Brüssel beginnt, sondern dort, wo Menschen leben, arbeiten und unterwegs sind. Gerade gemeinsame Investitionen in Infrastruktur zeigen, wie europäische Zusammenarbeit unseren Alltag verbessert: Sie verbinden Regionen, stärken unseren Wirtschaftsstandort und schaffen Chancen für Unternehmen und Beschäftigte. Für ein exportorientiertes Land wie Österreich ist das entscheidend. Mit Blick auf das nächste europäische Budget ist für Österreich klar: Zugkraft für Europa bedeutet nicht mehr Geld auszugeben, sondern das vorhandene Geld sorgsam und klug einzusetzen", sagte Europaministerin Bauer.

Europäische Investitionen schaffen nachhaltigen Mehrwert 

Auch Patrick Lobis, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, zeigte sich bei der Taufe positiv gestimmt und betonte die Wichtigkeit von gemeinsamen Investitionen: "Es zahlt sich aus, in der EU gemeinsam zu investieren. So bringen wir Europa voran und gehen die ganz großen Herausforderungen vereint an", sagte Lobis und ergänzte: "In unzähligen kleinen und großen Projekten in Österreich stecken Mittel aus dem EU-Budget. Chancen für die Menschen, eine hohe Lebensqualität und starke heimische Unternehmen sind dabei zentrale Zielsetzungen. Österreich mit seiner starken Exportwirtschaft profitiert wie kaum ein anderes Mitgliedsland vom Binnenmarkt und damit auch von den EU-Investitionen in den anderen Mitgliedstaaten. Durch das EU-Budget werden Projekte und Investitionen möglich, die ein Mitgliedstaat alleine gar nicht oder kaum bewerkstelligen könnte."

Sabine Stock, Vorständin der ÖBB-Personenverkehr AG, sieht es ähnlich. "Mit der neuen EU-Lokomotive bringen wir ein sichtbares Symbol auf die Schiene, das zeigt: Europäische Investitionen wirken und schaffen nachhaltigen Mehrwert für uns alle. Zahlreiche Studien belegen, dass sich Investitionen in die Schiene besonders auszahlen – sie schaffen Wertschöpfung und Arbeitsplätze, stärken die Wettbewerbsfähigkeit und leisten wirksamen Klimaschutz. Gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt ermöglichen wir zudem Schüler:innen in Österreich attraktive Nightjet-Reisepakete nach Brüssel und machen Europa so direkt erlebbar", so Stock. 

Bahn als wirtschaftlicher und ökologischer Faktor

Studien zeigen, dass Investitionen in die Bahn sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Effekte haben. Eine aktuelle Analyse von Oxford Economics kommt zum Ergebnis, dass der europäische Bahnsektor rund 247 Milliarden Euro zur Wirtschaftsleistung der EU beiträgt und mehr als drei Millionen Arbeitsplätze sichert.

Darüber hinaus hat der Sektor eine hohe wirtschaftliche Hebelwirkung, so die Studie. Für jeden Euro Wertschöpfung, den die Bahn direkt generiert, entstehen laut Analyse zusätzlich rund 2,7 Euro in anderen Wirtschaftsbereichen. Gleichzeitig gilt die Bahn als besonders energieeffiziente und klimafreundliche Form der Mobilität. Investitionen in die Schieneninfrastruktur stärken daher nicht nur Wirtschaft und Beschäftigung, sondern leisten auch einen Beitrag zum Klimaschutz.

In den kommenden Monaten wird die neu gestaltete EU-Lokomotive als rollende Botschafterin für europäische Investitionen im Einsatz sein.

LEADERSNET war bei den Feierlichkeiten. Einen Eindruck können Sie sich hier machen. 

www.oebb.at

www.commission.europa.eu

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