Das Sparbuch frisst das Ersparte

Gastkommentar: Vier Tipps von You-Will-Like-It-Investments-CEO Thomas Schmid, um aus der Null-Zinsen-Falle zu kommen.

Die Österreicher:innen sparen mehr. Lockdown-bedingt hat sich die heimische Sparquote zuletzt nahezu verdoppelt. Die große Mehrheit setzt dabei nach wie vor auf das altbekannte Sparbuch oder lässt das Geld einfach am Girokonto liegen. Sparbücher bieten keine Zinsen und ab 100.000 Euro Einlage null Sicherheit. Am Girokonto gibt es zum Teil sogar Strafzinsen. Nicht zuletzt durch die Pleite der Commerzialbank Mattersburg mussten viele Menschen erfahren, dass vom "sicheren Sparbuch" keine Rede mehr sein kann. Spätestens ab Ersparnissen von 100.000 Euro wird es Zeit zu investieren.

Das Sparbuch sollte nur mehr als Notgroschen oder für geplante Ausgaben dienen. Dabei möchte ich aber auch vor übereilten Investment-Entscheidungen warnen: Zunächst müsse die Chancen-Risiko-Einstellung berücksichtigt werden und auch die entscheidende Frage: Was will ich mit meinem Geld? Sparen für die Pension, den Wert des Geldes erhalten, für die Kinder vorsorgen? Für jedes Ziel gibt es die richtige Anlage. Unerlässlich ist eine faire, transparente Beratung auf Augenhöhe.

1. Fondssparen – durch den "Cost Average Effekt" profitieren

Fonds sind ideal für längeres Sparen. Nicht neu, aber durch Bitpanda & Co aktuell und greifbarer. Zu berücksichtigen sind die Depotkosten und dass 27,5 Prozent des Gewinns an Kapitalertragssteuer (KEst.) abzuführen sind. Ich rate zu einer breiten Streuung mit Fonds. Die You Will Like It-Erfahrung zeigt: Fondssparpläne, die über fünf bis zehn Jahre laufen, bewähren sich gut und sind auch stabil durch Krisen gegangen.

2. Fondsgebundene Lebensversicherungen

Funktionieren ähnlich wie Fondssparpläne – im Rahmen der Versicherung wird laufend in einen gewählten Fonds aus dem Angebot investiert. Zu berücksichtigen sind laut Schmid die Kosten der Versicherung und dass eine gute Auswahl an Fonds angeboten wird. Heute gibt es Produkte, bei denen die Kostenstruktur ähnlich wie bei einem Fondssparplan auf einem Depot ist. Fondsparpläne sind nur sinnvoll bei längeren Laufzeiten.

3. Ja zu Gold und Diamanten

In Gold sieht Schmid eine bewährte Investmentform mit guter Entwicklung, rät aber zu wirklichem, physischem Gold. Möglicher Nachteil: Kosten und Aufwand für eine sichere Lagerung. Ebenfalls immer beliebter: Diamanten – auch als hochwertiger Schmuck. Was sind der Euro oder Dollar tatsächlich noch Wert? Der Euro hat seit seiner Einführung gut 90 Prozent in Relation zum Gold verloren. Dieser Trend wird sich nicht umkehren, sondern mit den Unmengen an gedrucktem Geld noch verstärken.

4. Immobilien als Vorsorgewohnung oder Bauherrenmodell

Vorsorgewohnungen sind für den Investment-Profi die ideale Form für ein Zusatzeinkommen in der Pension. Käufer:innen müssen rund 25 Prozent der Kosten als Eigenmittel aufbringen und dann mit monatlichen Zuzahlungen zu den Mieteinnahmen kalkulieren. Oberstes Gebot dabei: klein, fein und in einer Stadt wie Wien, Linz oder Graz. Es geht um sicheres Investieren und die wenigsten wollen die Mieter selber suchen und dann Hausverwalter sein. Die Laufzeit dieses Investments liegt bei rund 15 bis 20 Jahren.

Das Bauherrenmodell als Langzeitinvestment ist ideal ab einer höheren Steuerklasse, bzw. ab einem Einkommen von jährlich 60.000 Euro brutto. Das Um und Auf bei dieser Investmentform, bei der mehrere Personen eine Immobilie errichten oder sanieren, ist eine seriöse Vermögensberatung, die das entsprechende Know-how besitzt, sowie die Einbindung einer Steuerberatung. Da geht es um höhere Beträge. Diese Investitionsform muss zu 100 Prozent zum Investor, zur Investorin passen.

www.you-will-like-it-investments.at


 

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thomas71schmidt@gmail.com
gute Tipps...
andrea.schmidt100@gmx.at
Tipp 1 und 2 haben wir schon erfüllt.
Tipp 3 und 4 wären noch aufzufüllen...

Bussi

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