Bündelt zentrale Daten zur E-Mobilität
Neue Online-Plattform erleichtert den Alltag von E-Auto-Fahrern

| Tobias Seifried 
| 28.01.2026

Hierzulande gibt es nun erstmals eine zentrale Anlaufstelle, die Zahlen, Daten, Fakten und Förderungen zur E-Mobilität in Österreich bündelt. Das Mobilitätsministerium zieht zugleich eine positive Bilanz für das E-Mobilitätsjahr 2025.

Für Fahrer:innen von Elektroautos und alle, die es noch werden wollen, gibt es ein neues Angebot. Konkret handelt es sich dabei um die neue Online-Plattform emove-austria.gv.at, mit der in Österreich erstmals eine zentrale, laufend aktualisierte Informationsdrehscheibe zur E-Mobilität zur Verfügung steht. Das Mobilitätsministerium präsentierte das Portal im Rahmen der Initiative eMove Austria (LEADERSNET berichtete) und zog zugleich Bilanz zum E-Mobilitätsjahr 2025, das von Mobilitätsminister Peter Hanke als Wendepunkt bezeichnet wird.

Transparenzoffensive für die Mobilitätswende

"Die E-Mobilität ist ein zentraler Baustein auf unserem Weg zur Mobilitätswende, politisch wie gesellschaftlich", betonte Hanke. Mit eMove Austria seien im vergangenen Jahr klare Signale gesetzt worden – durch gezielte Förderungen, den Ausbau der Ladeinfrastruktur und nun auch durch transparente Information. Die Plattform emove-austria.gv.at stehe für den Anspruch, "Vertrauen durch Wissen zu schaffen und die Menschen auf diesem Weg mitzunehmen".

Entwickelt wurde die Website in den vergangenen Monaten vom Mobilitätsministerium gemeinsam mit der AustriaTech und der dort angesiedelten OLÉ – Österreichs Leitstelle für Elektromobilität. Künftig dient sie als zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um Fahrzeugzulassungen, Ladeinfrastruktur, rechtliche Rahmenbedingungen und Fördermaßnahmen. Ziel ist es, fundierte Entscheidungsgrundlagen für private Haushalte, Unternehmen, Kommunen und Organisationen bereitzustellen und bestehende Vorbehalte gegenüber der E-Mobilität abzubauen.

Laut den Entwickler:innen bietet die Plattform einen umfassenden Zahlen- und Datenbereich, strukturierte Informationen entlang der vier Säulen "eRide", "eCharge", "eBus" und "eTruck" sowie einen FAQ- & Glossarbereich und aktuelle Neuigkeiten. Martin Russ, Geschäftsführer der AustriaTech, unterstreicht, emove-austria.gv.at bündle "die zentralen Entwicklungen der E-Mobilität in Österreich für die breite Öffentlichkeit – auf Basis verlässlicher Daten". Das Sammeln, Aufbereiten und Einordnen dieser Informationen sei ein wichtiger Schritt, um belastbare Orientierung für Unternehmen, Kommunen und Bürger:innen zu geben. Die Plattform mache zudem transparent, wo das Netz gut ausgebaut sei, wo sich Bewegung abzeichne und wo Handlungsbedarf bestehe. Nutzer:innen könnten die Entwicklung des Ladenetzes dadurch dynamisch mitverfolgen, so Russ.

E-Auto-Verkäufe im Aufwind

Beim Rückblick auf das Jahr 2025 betonte Hanke deutliche Fortschritte in allen Bereichen. Mehr als 21 Prozent aller Neuzulassungen im Pkw-Segment waren 2025 elektrisch, nach rund 17 Prozent im Jahr davor (LEADERSNET berichtete). Insgesamt sind mittlerweile über 250.000 E-Pkw in Österreich unterwegs. Im öffentlichen Verkehr war 2025 jeder fünfte neu zugelassene Bus ein E-Bus, in den letzten Monaten des Jahres sogar jeder zweite. Rund 500 E-Busse sind bereits im Einsatz. Auch im Nutzfahrzeugbereich legte die E-Mobilität zu: 5,9 Prozent der Neuzulassungen schwerer Lkw und Sattelzüge entfielen 2025 auf elektrisch betriebene Fahrzeuge, 2024 waren es noch circa zwei Prozent.

Besonders dynamisch entwickelte sich die Ladeinfrastruktur. Die Zahl der öffentlichen Ladepunkte wuchs binnen eines Jahres um rund 9.000 auf über 35.000. Die Anzahl der Ultra-Schnellladepunkte mit mehr als 150 Kilowatt Ladeleistung hat sich auf rund 4.000 mehr als verdoppelt und erreicht mittlerweile eine Gesamtleistung von rund einem Gigawatt. "Diese Zahlen zeigen klar, wir sind auf dem richtigen Weg", sagte der Mobilitätsminister. Die technische Entwicklung sei vorhanden, nun gelte es, diese auch in den Köpfen der Menschen zu verankern – dabei helfe die neue Plattform.

www.emove-austria.gv.at

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