Die Spar Österreich-Gruppe hat im Jahr 2025 mit 3.326 Handelsstandorten in Österreich und fünf Nachbarländern einen Verkaufsumsatz von 22,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Im Lebensmittelhandel in Österreich gelang Spar ein Brutto-Verkaufsumsatz von 10,82 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 4,2 Prozent. Dieses Plus lag damit deutlich über der Branchenentwicklung von 3,4 Prozent.
Auch die Entwicklung bei den Marktanteilen im Lebensmittelhandel unterstreicht die starke Position von Marktführer Spar. Laut Daten der Marktforscher:innen von NielsenIQ, die KEYaccount/LEADERSNET exklusiv im Februar recherchiert hat, erreichte Spar im Gesamtjahr 2025 einen Marktanteil von 36,8 Prozent im österreichischen Lebensmittelhandel. Dieser Zuwachs entspricht einem Plus von 0,7 Prozentpunkten gegenüber dem Jahr davor. Der Abstand zur zweitplatzierten Rewe-Gruppe vergrößerte sich damit auf 4,5 Prozentpunkte. Die vollständige KEYaccount-Story zur Entwicklung der Marktanteile lesen Sie hier.
Parallel dazu setzte Spar die Expansion im Filialnetz fort. Ende 2025 zählte das Unternehmen in Österreich 1.514 Standorte. Dazu gehören 1.024 Spar-Supermärkte, 249 Eurospar-Märkte, 49 Spar Gourmet-Standorte, 113 Spar express-Tankstellenshops sowie 70 Interspar-Hypermärkte und sieben Maximärkte.
Spar-Vorstandsvorsitzender Hans K. Reisch betont in einer Aussendung die strategische Rolle der Nahversorgung: "Zu einer hohen Lebensqualität in einem Land gehört auch eine gut ausgebaute, leicht erreichbare Nahversorgung, die die vielfältigen Wünsche und Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung abdeckt. Darum investieren wir laufend in moderne Supermärkte, attraktive Shopping-Center und neue Ideen für nachhaltiges Wachstum." Für 2026 plant Spar laut eigenen Angaben Investitionen in der Höhe von rund 800 Millionen Euro.
Unimarkt-Integration und neue Standorte
Ein wesentlicher Expansionsschritt ist die Integration der ehemaligen Unimarkt-Standorte. Zu den 23 Märkten von Unimarkt, die Spar mit Ende Jänner 2026 nach erfolgter Genehmigung durch die Bundeswettbewerbsbehörde übernehmen konnte (KEYaccount berichtete), kamen nun noch zwei weitere hinzu: In Saxen und St. Oswald (beide in Oberösterreich) haben sich zwei ehemalige Unimarkt-Kaufleute dazu entschlossen, zukünftig mit Spar als Großhandelspartner zu arbeiten. Schlussendlich werden damit 20 ehemalige Unimarkt-Märkte von Spar-Kaufleuten geführt. Fünf weitere Standorte werden als Spar-Filialen betrieben. Laut dem Unternehmen soll die Übernahme den Marktanteil in Österreich um rund 0,2 Prozentpunkte erhöhen.
Parallel dazu investiert Spar in die Modernisierung der Märkte. Mit dem neuen Ladendesign Spar next wurden bereits 36 Spar- und Eurospar-Supermärkte umgestaltet. Zudem treibt das Unternehmen die Digitalisierung der Filialen voran. Ende 2025 waren bereits rund 540 Märkte in Österreich mit elektronischen Regaletiketten ausgestattet.
Eigenmarken machen 45 Prozent des Umsatzes aus
Eine wichtige Rolle spielten auch im Vorjahr die Eigenmarken des Handelsunternehmens. Besonders stark entwickelte sich die Gesundheitslinie Spar Vital mit einem Umsatzplus von 15 Prozent. Gleichzeitig blieb die Preiseinstiegs-Range S-Budget erneut die umsatzstärkste Eigenmarke des Unternehmens. Insgesamt erreichen die Spar-Eigenmarken im Food-Sortiment bereits einen Umsatzanteil von rund 45 Prozent.
Auch international blieb Spar auf Wachstumskurs. Insgesamt betreibt die Spar Österreich-Gruppe in Norditalien, Ungarn, Slowenien und Kroatien mehrere hundert Spar-, Eurospar- und Interspar-Märkte. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft in Slowenien und Kroatien, wo Umsatzzuwächse von mehr als sieben Prozent erzielt wurden. In Slowenien erreichte Spar 2025 sogar erstmals die Marktführerschaft.
Shopping-Center als zweite Säule
Neben dem Lebensmittelhandel bleibt das Shopping-Center-Geschäft eine zentrale strategische Säule der Tanne. Die Spar-Tochter SES Spar European Shopping Centers betreibt mittlerweile 32 Einkaufszentren in Mitteleuropa. 2025 erzielten die Shoppartner aus Handel, Gastronomie und Dienstleistungen einen Brutto-Verkaufsumsatz von 3,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 2,2 Prozent. Das Portfolio wurde im Vorjahr durch den Ankauf des Retail Parks Arkadia im slowenischen Domžale erweitert.
www.spar.at
Kommentar veröffentlichen