Chip-Netztest 2026
A1 verteidigt Titel als bestes Mobilfunknetz Österreichs

| Tobias Seifried 
| 12.03.2026

Im aktuellen Chip-Netztest 2026 gab es im Kampf um Platz eins ein enges Rennen. Insgesamt erreichten alle drei großen heimischen Anbieter sehr gute Ergebnisse.

Der österreichische Mobilfunkmarkt bleibt laut den am Donnerstag veröffentlichten Ergebnissen des Netztests 2026 des deutschen Fachmagazins Chip auf einem hohen Qualitätsniveau. Gemeinsam mit dem Messpartner Net Check untersuchte die Redaktion die Netze der drei Betreiber A1, Magenta und Drei auf rund 6.830 Kilometern in Städten, entlang von Verkehrsachsen sowie in Fernzügen.

A1 verteidigt Titel

Mit einer Gesamtnote von 1,19 geht A1 als Testsieger hervor. Dahinter folgt Magenta mit der Note 1,21, während Drei mit 1,30 den dritten Platz belegt. Damit liegen alle drei Netze weiterhin im Bereich "sehr gut".

Christian Laqué, CTO von A1, bezeichnete das Ergebnis als Bestätigung langfristiger Investitionen in die Infrastruktur. "Ein erstklassiges Netz entsteht nicht durch punktuelle Maßnahmen, sondern durch jahrelange, konsequente Arbeit unserer Teams – jeden Tag, in jedem Winkel Österreichs", erklärte er. Der erneute Sieg beim Chip-Netztest bestätige das Vertrauen von Millionen Kund:innen in das Unternehmen.

Knappes Rennen an der Spitze

Wie die Tester:innen berichten, fällt der Vorsprung von A1 auf Magenta erneut sehr gering aus. Der Marktführer liegt sowohl in der Kategorie Internet als auch bei der Telefonie jeweils knapp vor dem Mitbewerber. Auch in der 5G-Sonderwertung erzielt A1 laut Test die besten Ergebnisse.

Magenta wiederum punktet in einzelnen Bereichen, etwa bei Upload-Geschwindigkeiten, während Drei vor allem durch einen starken Ausbau der 5G-Technologie weiter aufholt. Besonders bei der allgemeinen 5G-Verfügbarkeit liegt Drei vor den Mitbewerbern.

Chip Netztest 2026

Hohe Geschwindigkeiten und stabile Netze

Im Bereich Datengeschwindigkeit erreicht A1 die höchsten Spitzenwerte im Test. Laut Chip liegt der Schwellwert der schnellsten zehn Prozent aller Downloadmessungen bei 874 MBit pro Sekunde. Damit sei A1 im deutschsprachigen Raum ein "absoluter Überflieger" beim Highspeed-Tempo.

Auch im Alltagsszenario schneiden alle Netze ausgezeichnet ab. So verlaufen etwa über 99 Prozent der Downloads schneller als zwei MBit pro Sekunde – ausreichend für grundlegende Anwendungen wie Websurfen. Selbst bei datenintensiven Anwendungen wie 4K-Streaming erreichen die Netze laut Test sehr hohe Erfolgsquoten.

Die Stabilität der Netze zeigt sich ebenfalls bei Standardanwendungen. Webseitenaufrufe, Livestreams oder Telefonate funktionieren in den meisten Fällen ohne Probleme. Außerhalb von Fernzügen wurden WhatsApp-Anrufe im Netz von A1 und Magenta sogar zu 100 Prozent fehlerfrei durchgeführt.

Verbesserungen beim 5G-Ausbau

Der Ausbau der fünften Mobilfunkgeneration ist in Österreich weit fortgeschritten. In den untersuchten Städten liegt die allgemeine 5G-Verfügbarkeit laut Messungen bei allen drei Betreibern bereits zwischen rund 96 und 98 Prozent.

Beim besonders schnellen 5G-Band mit 3,6 Gigahertz liegen die Netze ebenfalls eng beieinander. A1 erreicht hier in den Städten eine Verfügbarkeit von 91,7 Prozent, knapp vor Drei mit 91,5 Prozent und Magenta mit 90,6 Prozent.

Während A1 und Magenta überwiegend auf die 5G-Non-Standalone-Technologie setzen, betreibt Drei sein Netz zunehmend mit 5G-Standalone, das unabhängig vom LTE-Netz funktioniert. Chip zufolge zeigen sich in der Praxis jedoch nur geringe Unterschiede bei der Sprachqualität.

Schwächen im Bahnverkehr

Eine Verschlechterung stellten die Tester:innen allerdings bei der Netzqualität in Fernzügen fest. Alle drei Netze schneiden hier schwächer ab als im Vorjahr. A1 erzielt im Bahnvergleich zwar weiterhin den besten Wert mit der Note 1,73, erreicht jedoch nur noch die Bewertung "gut". Magenta kommt auf 1,90 und Drei auf 2,12.

Als mögliche Ursachen nennt CHIP unter anderem Streckenabschnitte mit schwächerer Netzabdeckung sowie kurzfristige Umleitungen einzelner Zugverbindungen während der Messungen.

Insgesamt sehr hohes Niveau

Trotz dieser Einschränkungen fällt das Gesamtfazit positiv aus. Österreichs Mobilfunknutzer:innen könnten weiterhin zwischen drei sehr leistungsfähigen Netzen wählen, so Chip. Unterschiede gebe es zwar in einzelnen Disziplinen, insgesamt liege das Qualitätsniveau jedoch deutlich über jenem vieler anderer europäischer Märkte.

Damit bilanziert Chip ähnlich wie Connect. Auch beim aktuellen Netztest dieses Fachmagazins erreichten die drei großen Anbieter aus Österreich hervorragende Ergebnisse. Hier hatte Magenta aber knapp die Nase vor A1 (LEADERSNET berichtete).

www.chip.de/netztest-2026

www.a1.net

www.magenta.at

www.drei.at

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