Große Pläne fürs neue Jahr
Haus der Digitalisierung will 2026 gleich drei neue Zielgruppen erreichen

| Larissa Bilovits 
| 07.01.2026

Nachdem die Angebote des Tech-Zentrums im vergangenen Jahr rund 19.000 Menschen erreicht hatten, soll die Themenvielfalt – unter anderem durch Kooperationen mit dem Bundesministerium für Landesverteidigung – heuer nochmals deutlich erweitert werden. 

Rund 19.000 Personen konnte das ecoplus Haus der Digitalisierung in Tulln im vergangenen Jahr mit seinen Angeboten erreichen, wie die Geschäftsführer Claus Zeppelzauer und Lukas Reutterer bei einer gemeinsamen Pressekonferenz unter Anwesenheit von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bundesministerin Klaudia Tanner bilanzierten. Erzielt werden konnte dies etwa mit den Ausstellungen "Smart Data + Du" und "Ist digital die Lösung?" sowie insgesamt 71 Veranstaltungen direkt vor Ort, 68 weiteren Formaten in ganz Niederösterreich sowie einem vielfältigen Bildungsangebot im Science Center. Im Fokus all dessen standen konkrete Zugänge zur Digitalisierung – sowohl für Unternehmen und Bildungseinrichtungen als auch die breite Bevölkerung.

"Das Haus der Digitalisierung bringt Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft zusammen. Es zeigt, wie Digitalisierung greifbar und sinnvoll genutzt werden kann – nicht in der Theorie, sondern im direkten Austausch mit Menschen im ganzen Land", erklärte Mikl-Leitner und schickt voraus: "Mit den neuen Formaten und der Kooperation mit dem Bundesheer setzen wir 2026 weitere gezielte Impulse."

KI und Cybersecurity 2026 im Fokus

So sollen im heurigen Jahr primär Künstliche Intelligenz (KI) und Cybersicherheit im Zentrum der inhaltlichen Weiterentwicklung stehen. Dabei wolle man unter anderem die "Digitalks on Tour" mit Schwerpunkt auf Agentic AI und Datenkompetenz fortsetzen, sowie in den Workshopformaten zu Prompting und der Reihe "KI im Tourismus" aktuelle Fragestellungen aufgreifen und sich damit gezielt an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Niederösterreich richten.

Überdies wird eine neue Schultour in Kooperation mit dem Bundesministerium für Landesverteidigung unter dem Titel "Wer lenkt die Likes?" ins Leben gerufen, um Jugendlichen die Mechanismen digitaler Meinungsbildung, internationaler Einflussnahme und Cyberrisiken näherzubringen. Um auch das direkte soziale Umfeld einzubeziehen, wolle man in Kooperation mit der Bildungsdirektion Niederösterreich ergänzende Elternabende anbieten. 

Zentraler Bestandteil des Bildungsangebots bleibe aber das Science Center im Haus der Digitalisierung, wo man die Labore für digitale Technologien und Biotechnologie sowie den Escape Room laufend weiterentwickeln möchte.

Drei neue Zielgruppen

Darüber hinaus sollen im neuen Jahr drei weitere Zielgruppen verstärkt in den Mittelpunkt rücken: Menschen ab 55 Jahren, für die niederschwellige Angebote zur digitalen Teilhabe entwickelt werden sollen, Frauen, insbesondere im Kontext der Veränderungen durch KI in der Arbeitswelt, sowie Gemeinden, die bei der Umsetzung digitaler Lösungen unterstützt und gezielt eingebunden werden sollen.

Dies soll dazu beitragen, digitale Kompetenzen noch breiter in der Gesellschaft zu verankern und regionale Entwicklungen zu begleiten, erklären die beiden Geschäftsführer Reutterer und Zeppelzauer: "2025 hat gezeigt, wie wichtig es ist, digitale Themen verständlich und zugänglich aufzubereiten. Im kommenden Jahr erweitern wir das Angebot gezielt um Schwerpunkte im KI-Bereich und neue Zielgruppen. Digitalisierung muss alltagstauglich gedacht und vermittelt werden – daran arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern."

www.virtuelleshaus.at

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