Österreichs Weinernte 2025
Kräftiges Plus bei Produktion, aber Kellerbestände auf Rekordtief

Österreichs Winzer:innen können aufatmen, denn mit 2,56 Mio. Hektolitern liegt die Weinproduktion 2025 satte 37 Prozent über dem Vorjahr und deutlich über dem langjährigen Schnitt. Gleichzeitig sanken die Weinbestände zum Stichtag 31. Juli auf den niedrigsten Stand seit sieben Jahren, was auf eine starke Nachfrage und geleerte Lager hindeutet.

Österreichs Winzer:innen haben Grund zur Freude, denn wie Zahlen von Statistik Austria zeigen, verzeichnet der Weinanbau des Landes ein erfolgreiches Jahr. Dazu hätten unter anderem die perfekten Wetterbedingungen geführt, die geprägt waren durch ein Wechselspiel aus warmen Tagen, kühlen Nächten und ausreichend Regen ohne Frostschäden. Damit feiern die heimischen Winzer:innen nach einer mageren Vorjahresernte ein fulminantes Comeback. 

Gestiegene Weinproduktion

Wie die Daten von Statistik Austria belegen, stieg die Weinproduktion im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent. Damit liegt die Erntemenge solide 15 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt. Besonders bei den Weißweinen ist ein regelrechter Sprung nach oben zu verzeichnen. Mit 1,86 Mio. Hektolitern wurde das Ergebnis von 2024 um 44 Prozent übertroffen. Die Rotweinproduktion schaffte es wiederum auf ein Plus von 21 Prozent, notierte damit 701.000 Hektoliter und blieb im Fünfjahresdurchschnitt.

Die Weinbaugebiete im Blick

In Niederösterreich lag die Weinproduktion im Jahr 2025 mit 1,70 Mio. Hektoliter um 44 Prozent über der Menge von 2024 und um 14 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt. Weißwein wies dabei mit 1,37 Mio. Hektoliter eine um 46 Prozent höhere Produktionsmenge als 2024 auf. Die Rotweinproduktion stieg ebenfalls an – um 34 Prozent auf 328.500 Hektoliter. Das Weinviertel, das rund die Hälfte der Weinfläche des Bundeslandes einnimmt, verbuchte mit 989.300 Hektoliter ein Plus von 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im Burgenland erreichte die Weinproduktion ein Plus von 16 Prozent (582.900 Hektoliter) im Vergleich zu 2024. Damit liegt es als einziges Bundesland nicht über dem Fünfjahresdurchschnitt (-1 %). Auf Rotwein entfielen wiederum 316.700 Hektoliter, was ein Plus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Während Weißwein mit 266.300 Hektoliter einen deutlichen Zuwachs von 29 Prozent notierte.

Die Produktion aus dem Jahr 2024 um mehr als die Hälfte (+54 %) übertroffen hat die Steiermark mit 244.700 Hektolitern. Damit übertraf das Bundesland auch den Fünfjahresdurchschnitt um 18 Prozent. Davon entfielen 198.100 Hektoliter auf Weißwein (+54 % zu 2024) und 6.900 Hektoliter auf Rotwein (+53 % zu 2024). 

Und in Wien wurden 30.200 Hektoliter Wein produziert, was einem Anstieg von 38 Prozent verglichen mit 2024 entspricht. Damit liegt die Bundeshauptstadt 27 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt. Auf Weißwein entfielen 23.300 Hektoliter (+28 % zu 2024) und auf Rotwein 6.900 Hektoliter (+89 % zu 2024). 

Sinkender Weinbestand

Die Weinproduktion verzeichnete damit ein deutliches Plus. Allerdings sank der Weinbestand zum Stichtag 31. Juli 2025 - auch aufgrund der schwachen Weinernte 2024 - auf 2,65 Mio. Hektoliter und fiel somit auf das niedrigste Niveau seit sieben Jahren (-13 % zu 2024; -11 % zum Fünfjahresmittel). Davon entfielen 1,42 Mio. Hektoliter auf Weißwein (-18 % zu 2024) und 1,23 Mio. Hektoliter auf Rotwein (-6 % zu 2024). 

Auch bei den Qualitäts- und Prädikatsweinen verringerten sich die Bestände und kamen auf 2,11 Mio. Hektoliter (-14 % zu 2024; -12 % im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt). Diese setzte sich aus 1,07 Mio. Hektoliter Weiß- und 1,04 Mio. Hektoliter Rotwein zusammen. Der Bestand an Wein/Landwein – inklusive Rebsortenweine und Sturm – sank im Vorjahresvergleich um sieben Prozent auf 258.300 Hektoliter. 

www.statistik.at

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