Fotos der Jahrespressekonferenz
Atout France vermeldete rund 102 Millionen internationale Besucher

| Larissa Bilovits 
| 22.02.2026

Frankreich konnte seine Rolle als eine der weltweit führenden Reisedestinationen im vergangenen Jahr festigen und profitiert von einer weiterhin starken internationalen Nachfrage. Präsentiert wurden die aktuellen Kennzahlen im Rahmen der Jahrespressekonferenz "Focus on France" in der französischen Botschaft in Wien.

Der internationale Tourismus bleibt für Frankreich ein zentraler Wachstumsmotor der örtlichen Wirtschaft. Zu diesem Schluss lassen die aktuellen Kennzahlen des vergangenen Jahres führen, die im Rahmen der traditionellen Jahrespressekonferenz "Focus on France" am Mittwoch, dem 18. Februar, in der Französischen Botschaft in Wien vorgestellt wurden. Demnach verzeichnete Frankreich im Jahr 2025 insgesamt 102 Millionen internationale Besucher:innen sowie Einnahmen aus dem Auslandstourismus in Höhe von 77,5 Milliarden Euro – ein Zuwachs von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der Reiseverkehrssaldo fiel mit einem Plus von mehr als 20,1 Milliarden Euro deutlich positiv aus. Insgesamt trägt der Sektor rund acht Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei und sichert etwa zwei Millionen Arbeitsplätze. Bis 2030 verfolge Frankreich zudem das Ziel, sich als weltweit führende nachhaltige Tourismusdestination zu etablieren.

Ausländische Tourist:innen lassen pro Aufenthalt 760 Euro in Frankreich

Laut der französischen Agentur für Tourismusentwicklung Atout France basiere dieser Erfolg auf einem breit gefächerten Angebot an Destinationen, Freizeitmöglichkeiten und Unterkünften, das gezielt internationale Gäste ansprechen solle. Dass dieser Ansatz fruchtet, zeige sich beispielsweise an den stark gestiegenen Besucherzahlen aus Nordamerika – allein die Zahl der Hotelgäste aus den USA nahm um 17 Prozent zu. Gleichzeitig erhöhten sich auch die durchschnittlichen Ausgaben pro internationalem Gast im Jahr 2025 um sieben Prozent auf 760 Euro pro Aufenthalt.

Wenig verwunderlich profitiert davon besonders die Hotellerie des Landes, die ihren Umsatz im Beherbergungsbereich im vergangenen Jahr um zwei Prozent steigern konnte. Treiber dieser positiven Entwicklung war vor allem die hohe Nachfrage nach Urlaubsreisen, insbesondere in Paris sowie an der Côte d’Azur.

Nicht zuletzt zeichnen aber auch die Zahlen der aktuellen Wintersaison 2025/26 ein bislang erfreuliches Bild: Während der Weihnachtsferien erreichten die Skigebiete Auslastungsraten von bis zu 83 Prozent und lagen damit auf stabilem oder leicht steigendem Niveau im Vergleich zur Vorsaison. Begünstigt wurde dies sowohl durch gute Schneeverhältnisse als auch durch eine anhaltend starke internationale Nachfrage.

Ausblick auf 2026

Darüber hinaus wurde im Rahmen der Pressekonferenz auch ein Ausblick auf 2026 gegeben, das in weiterer Folge mit zahlreichen Höhepunkten in Kultur, Sport und Politik aufwarten soll. Nach einem ereignisreichen Jahr 2025 stehen insbesondere in Paris neue kulturelle Impulse im Fokus: So verfügt die Fondation Cartier seit Ende 2025 über neue Ausstellungsräume, das Musée de la Vie romantique wurde kürzlich wiedereröffnet, und im Juni setzt der Künstler JR mit der Installation "La Caverne du Pont Neuf" ein temporäres Denkmal für das legendäre Kunstprojekt "Pont Neuf Wrapped" von Christo und Jeanne-Claude.

Auch sportlich und politisch wird Frankreich im kommenden Jahr verstärkt im internationalen Rampenlicht stehen. So feiert der Marathon de Paris im April sein 50. Jubiläum, während im August die Schwimm-Europameisterschaften in der Hauptstadt stattfinden. Mit dem G7-Gipfel in Évian steht zudem ein bedeutendes politisches Großereignis auf dem Programm. Zahlreiche Jubiläen prägen darüber hinaus das Kulturjahr: anlässlich des 100. Todestages von Claude Monet widmet ihm das Festival Normandie Impressionniste besondere Aufmerksamkeit, während das Musée d’Orsay sein 40-jähriges Bestehen mit neuen Ausstellungen und neugestalteten Empfangsbereichen begeht. Zusätzlich wurde mit den Megalithen von Carnac erstmals eine Welterbestätte in der Bretagne in die UNESCO-Liste aufgenommen. Und auch langfristig bleibt Frankreich im Fokus des internationalen Sports, denn das Land wird im Jahr 2030 erneut Gastgeber der Olympischen Winterspiele sein.

LEADERSNET war bei der Jahrespressekonferenz dabei. Eindrücke finden Sie in unserer Galerie.

www.atout-france.fr

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