Das Kartenhaus rund um Rene Benko fällt weiter
Drei weitere Signa-Töchter-Firmen im Konkurs

| Redaktion 
| 30.07.2024

Die unendliche Geschichte rund um die marode Signa-Gruppe von René Benko geht in die nächste Runde. Mindestens 417 Millionen Euro an Passiva wurden angehäuft.

Mit der SDS Elf GmbH hat am Montag nun ein weiteres Unternehmen der Signa Gruppe des Tiroler Gründers René Benko Insolvenz angemeldet (LEADERSNET berichtete). Es handelt sich – wie bei den zwei Konkursanträgen aus der Signa Gruppe zuvor – um eine Beteiligungsgesellschaft, die zwischen der Signa Holding und der Signa Development Selection AG zwischengeschaltet ist. Die Passiva werden mit rund 17,8 Millionen Euro angegeben, heißt es vonseiten des KSV1870.
 
Die Unternehmen habe außerdem Substanzgenussrechte in Höhe von insgesamt 121 Millionen Euro begeben – allerdings seien diese wohl als Eigenkapital zu bewerten, heißt es. Bereits zuvor hatten die SDS M2 2026 GmbH mit 207 Millionen Euro Passiva sowie die SDS M2 2026 GmbH & Co KG mit 210 Millionen Euro Passiva Konkursanträge eingebracht. Darüber teilte der KSV mit, dass die Kommanditgesellschaft Mitbeschuldigte in einem ausländischen Schiedsverfahren sei. Im Rahmen des Schiedsverfahrens sollen Forderungen in Höhe von 700 Millionen Euro angemeldet worden sein, die zum Teil die Kommanditgesellschaft treffen könnten.

Zwischengesellschaft

Bei der SDS M2 2026 GmbH handelt es sich um die unbeschränkt haftende Gesellschafterin der SDS M2 2026 GmbH & Co KG, die ebenfalls einen Konkursantrag stellte. Kommanditist ist hier die Signa Development Selection Beteiligung GmbH, der auch die SDS M2 2026 gehört. Die Passiva der Kommanditgesellschaft belaufen sich laut Creditreform auf 210 Millionen Euro, wobei fünf Gläubiger betroffen sind. Die Aktiva belaufen sich auf 3500 Euro. Die SDS M2 2026 GmbH & Co KG dient als Beteiligungsgesellschaft. Sie fungiert für die Signa Holding als Zwischengesellschaft zu deren Beteiligung an der insolventen Signa Development Selection AG.

Die Insolvenzursachen: Da sowohl die Signa Holding als auch die Signa Development Selection Insolvenz angemeldet haben, gab es weder seitens der Holding als Eigentümerin noch seitens der Beteiligung Zwischenfinanzierungen oder Gewinnbeteiligungen.

www.signa.at

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