Wohnungen: Hier gibt es die größten Preiszuwächse beim Wiederverkauf

| Redaktion 
| 20.09.2022

In diesen Bundesländern kann man mit dem höchsten Gewinnzuwachs rechnen.

Von Jänner 2017 bis März 2022 wurden ca. 6.300 Wohnungen in Österreich gekauft und mindestens einmal weiterverkauft. IMMOunited analysiert die Preissteigerungen in den einzelnen Bundesländern.

Im Zuge der Analyse wurden Wohnungstransaktionen in Österreich im Zeitraum Jänner 2017 bis März 2022 untersucht. Dabei wurden knapp 6.300 Objekte identifiziert, die im Analysezeitraum initial gekauft und mindestens einmal eindeutig weiterverkauft wurden.

Preissteigerung von 36 Prozent

Das sind insgesamt 2,5 Prozent aller Wohnungstransaktionen in diesem Zeitabschnitt. In 200 Fällen wurden sogar zwei oder mehr Wiederverkäufe festgestellt. Im Schnitt wurden die Objekte 1,5 Jahre gehalten. Beim Wiederverkauf war der Kaufpreis schließlich 36 Prozent höher als beim Initialkauf. Das entspricht einer Preissteigerung von 23 Prozent pro Jahr.

Eine Übersicht der prozentuellen Anstiege des Wiederverkaufswerts pro Bundesland gibt es in der Infobox.

Burgenland

Im Burgenland gab es im Landesvergleich die wenigsten Wiederverkaufsobjekte. Im gesamten Analysezeitraum konnten rund 50 eindeutige Wohnungen identifiziert werden, die ge- und mindestens einmal weiterverkauft wurden. Knapp zwei Jahre wurden Wohnungen hier gehalten. Im Gegenzug dazu wurde hier jedoch die kleinste Preissteigerung gemessen. Kosteten die Wiederverkaufsobjekte initial im Schnitt 107.800 Euro, waren es beim Weiterverkauf 138.000 Euro – eine Steigerung von rund 15 Prozent pro Jahr.

Kärnten

In Kärnten wurden fast 260 Objekten und somit 4 Prozent aller identifizierten Wiederverkäufe im Analysezeitraum verzeichnet. Mehr als ein Drittel davon fanden in der Landeshauptstadt Klagenfurt statt. Genau wie im Burgenland wurden die analysierten Wohnungen in Kärnten knapp zwei Jahre gehalten – die längste Haltedauer im Bundeslandvergleich. Die jährliche Preissteigerung lag bei 19 Prozent. 

 Niederösterreich

Etwas mehr als 9 Prozent der Weiterverkäufe (ca. 600) entfielen auf Niederösterreich. Im Gegensatz zu den anderen Bundesländern fand sich der Großteil davon allerdings nicht in der Landeshauptstadt, sondern in den Wien-nahen Bezirken Baden (17 Prozent) und Mödling (16 Prozent).  Überdurchschnittliche 1,8 Jahre blieben Weiterverkaufsobjekte in Niederösterreich im Besitz. Die Preissteigerung fiel mit 16 Prozent pro Jahr aber unterdurchschnittlich aus. Gekauft wurden die Wohnungen um rund 142.900 Euro, weiterverkauft um 184.500 Euro. 

 Oberösterreich

In Oberösterreich konnten knapp 500 Objekte identifiziert werden, die zwischen Jänner 2017 und März 2022 gekauft und mindestens einmal weiterverkauft wurden. Pro Jahr legte der Transaktionspreis um 16 Prozent zu. Während Wohnungen initial zu 143.700 Euro gekauft wurden, lag der Verkaufspreis bei durchschnittlich 185.600 Euro. Deutlich schneller ging es in Linz. Hier wurden die identifizierten Wohnungen bereits nach rund 444 Tagen bzw. 1,2 Jahren weiterverkauft. Die Preissteigerung belief sich auf 22 Prozent. Gingen die Wohnungen initial um 153.700 Euro über den Tisch, waren es beim Weiterverkauf bereits 194.800 Euro.

Salzburg

Mit 1,6 Jahren Haltedauer und einer jährlichen Preissteigerung von 24 Prozent lag das Bundesland im landesweiten Mittelfeld. Die analysierten Wohnungen wurden um durchschnittlich 201.500 Euro ge- und schließlich um 277.500 Euro weiterverkauft. Etwas teurer waren die Weiterverkaufsobjekte in der Landeshauptstadt Salzburg. Dort wurden Wohnungen initial um 232.000 Euro gekauft. Der Wiederverkaufspreis lag ca. 430 Tage bzw. 1,2 Jahre später schließlich bei 305.900 Euro – ein Anstieg von 27 Prozent.

Steiermark

Im Steiermark-Schnitt wurde eine Wohnung um 119.500 Euro ge- und um 161.000 Euro weiterverkauft. Pro Jahr stieg der Netto-Transaktionspreis somit um 23 Prozent. In Graz gingen Wohnungen initial um 133.000 Euro über den Tisch. Ca. 440 Tage später wurden sie um 183.300 Euro weiterverkauft. Das resultiert in einem jährlichen Preisanstieg von überdurchschnittlichen 31 Prozent.

Tirol

Auf Bundesland-Ebene wurden die Objekte im Schnitt 1,5 Jahre gehalten und mit einer jährlichen Preissteigerung von 23 Prozent weiterverkauft. Lag der Kaufpreis initial bei 267.500 Euro, so waren es beim 1. Wiederverkauf 360.400 Euro. Lediglich etwas mehr als ein Jahr wurden Weiterverkaufsobjekte in Innsbruck gehalten. Während sie initial um 213.300 Euro gekauft wurden, betrug der Wiederverkaufspreis nach nur knapp 400 Tagen bereits 288.700 Euro – ein Plus von 33 Prozent und abseits einiger Wiener Bezirksspitzenwerte der höchste Preissprung der Analyse.

Vorarlberg

Insgesamt wurden die analysierten Objekte in Vorarlberg 1,8 Jahre gehalten, bis sie schließlich mit einem jährlichen Plus von 17 Prozent weiterverkauft wurden. Der Kaufpreis stieg in dieser Zeit von 231.900 Euro auf 303.700 Euro. Auch in Bregenz blieben Wohnungen rund 1,7 Jahre im Besitz. Die Preissteigerung pro Jahr lag allerdings bei 23 Prozent. Der Kaufpreis kletterte somit von 264.900 Euro auf 368.100 Euro beim Weiterverkauf.

Wien

Mit 40 Prozent bzw. fast 2.530 bestimmbaren Objekten, wies Wien die mit Abstand größte Anzahl an weiterverkauften Wohnungen aus. In der Bundeshauptstadt gibt es allerdings eklatante Unterschiede bei der Preissteigerung. Mit 41 Prozent wies Margareten zudem die größte jährliche Preissteigerung auf. In 419 Tagen stieg der Durchschnittspreis der Wiederverkaufsobjekte von 169.500 Prozent auf 248.900 Prozent. Vergleichsweise gering fiel der jährliche Anstieg in Donaustadt aus. 194.200 Euro wurde für die analysierten Objekte initial gezahlt, weiterverkauft wurden sie um 236.600 Euro – ein Plus von 13 Prozent. Insgesamt fiel die Preissteigerung in Wien mit 28 Prozent trotzdem überdurchschnittlich aus. Lag der Initialkaufpreis bei rund 207.600 Euro, waren es keine anderthalb Jahre später 288.800 Euro.

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Durchschnittliche Preissteigerung

Burgenland: 15 Prozent

Kärnten: 19 Prozent

Niederösterreich: 16 Prozent

Oberösterreich: 16 Prozent

Salzburg: 24 Prozent

Steiermark: 23 Prozent

Tirol: 23 Prozent

Vorarlberg: 17 Prozent

Wien: 28 Prozent

Durchschnittliche Preissteigerung

Burgenland: 15 Prozent

Kärnten: 19 Prozent

Niederösterreich: 16 Prozent

Oberösterreich: 16 Prozent

Salzburg: 24 Prozent

Steiermark: 23 Prozent

Tirol: 23 Prozent

Vorarlberg: 17 Prozent

Wien: 28 Prozent

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