Die Auflage der in der ÖAK vertretenen Zeitungen in Österreich bleibt gegenüber 2020 stabil, E-Paper spielen dabei eine wichtige Rolle. Die gesamte Druckauflage der österreichischen Kaufzeitungen lag im Wochenschnitt mit rund 1,5 Millionen Stück pro Wochentag etwas über der Auflage des ersten Pandemie- und Lockdown-Jahrs.
Die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) weist der Kronen Zeitung mit 633.332 Stück am Tag bei über 550.000 Abonnenten weiterhin einen Spitzenplatz aus. Auf Rang zwei liegt die Kleine Zeitung mit 275.952 Stück und 268.772 Abonnenten.
Mit durchschnittlich 113.592 verkauften Exemplaren (Mo-Sa) – davon 17.989 ePaper – legt der Kurier um +1,5 Prozent zu und positioniert sich nachhaltig als drittgrößte Kauf-Tageszeitung in Österreich. 91.295 Exemplare - davon 12.712 digital – werden aktuell wochentags (Mo-Sa) im Abo bezogen. Überdurchschnittlich positiv entwickelt sich der Verkauf in den Bundesländern mit +8 Prozent und in Wien mit +3,4 Prozent.
Digitaler Zuwachs
Mit einem Zuwachs von +26,1 Prozent konnte der Kurier digital erneut deutlich zulegen. Die Digital-Abos stiegen um +35,3 Prozent. Die starke digitale Performance von kurier.at wird auch durch die ÖWA bestätigt, die kurier.at im Jänner eine Nettoreichweite von 46,7 Prozent bescheinigt, dahinter stehen knapp 3,3 Millionen Unique User.
"Mit mehr als 243.000 verkauften Exemplaren am Sonntag und knapp 114.000 wochentags bestätigt die aktuelle ÖAK dem Kurier auch 2021 dessen solide Position unter den Top 3-Kauf-Tageszeitungen des Landes. Dass wir mit unserem innovativen Produktportfolio und unserem klaren Bekenntnis zu unabhängigem Journalismus auf dem richtigen Weg in die Zukunft sind, beweist einerseits unser Verkaufserfolg und andererseits das massive Plus bei Digitalabos. Darauf sind wir stolz. Ob Digital, TV oder Print – die starken Marken des Kurier Medienhaus stehen in allen Segmenten für Qualitätsjournalismus, Premiumcontent und besten Service", kommentiert Thomas Kralinger, Geschäftsführer Kurier Medienhaus und MediaPrint.
"Strategie geht auf"
101.658 verkaufte Exemplare (davon 12.986 Stück ePaper) erreichen täglich die Leser:innen der Oberösterreichischen Nachrichten. Sie reiht sich damit auf Rang vier. "Das Interesse der Oberösterreicher:innen an lokalem Qualitätsjournalismus zeigt sich nicht nur an unseren verkauften Exemplaren, sondern auch an der Abonnentenquote von 92,8 Prozent", sagt Geschäftsführer Gino Cuturi. Die Zahl der verkauften Abonnements konnte im Jahr 2021 weiter gesteigert werden: Mit einem Jahresschnitt von 94.330 Abonnements sind die OÖNachrichten in diesem Bereich die drittgrößte Tageszeitung Österreichs. Die verkaufte Auflage der Digital-Abonnements beläuft sich auf 12.986 Stück, was einer Steigerung von 10,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Tiroler Tageszeitung und Salzburger Nachrichten reihen sich auf Platz fünf und sechs vor der Presse.
Herwig Langanger, Vorsitzender der Presse Geschäftsführung über die aktuellen Zahlen: "Der konsequente Ausbau unserer digitalen Produkte führt dazu, dass wir immer mehr digital-affine Leser:innen für uns gewinnen können und zeigt, dass unsere Strategie der richtige Weg war und ist. Eine Steigerung der verkauften Auflage ist eine positive Bilanz, die uns weiter Auftrieb gibt."
Die aktuellen ÖAK-Zahlen zeigen einen Anstieg der verkauften ePaper-Abonnements für Die Presse. Im Vergleichszeitraum zweites Halbjahr 2021 konnte ein Zuwachs von sechs Prozent (1.504 Abonnements) gegenüber dem zweiten Halbjahr 2020 erreicht werden, der sich in 24.749 verkauften ePaper-Abos widerspiegelt.
Die Auflagenkontrolle weist den Publikationen im Jahresvergleich praktisch durchgängig ein- bis zweistellige Zuwächse bei E-Papers auf. Die prozentuell höchsten verzeichnen die Neue Vorarlberger und der Kurier.
Vertriebsaktivitäten im Handel
Die gesamte Druckauflage mit Gratiszeitungen liegt 2021 bei 2,62 Millionen Exemplaren an Wochentagen. Für Heute wird eine Druckauflage von 508.425 Zeitungen und eine verbreitete Auflage von 493.746 Exemplaren – davon 8.677 ePaper – ausgewiesen. Bei der Druckauflage bedeutet das gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 ein Plus von 29.774 täglichen Exemplaren. In Wien steigerte Heute die verbreitete Auflage von 262.540 auf 285.126 Stück, davon 8.677 ePaper. "Neben erfolgreichen Vertriebsaktivitäten – insbesondere durch Kooperationen mit Lebensmittelhändlern und Schwerpunkt-Vertriebsaktionen in Wohnsiedlungen – stellen wir nach den vielen Lockdowns auch eine anwachsende Offline-Sehnsucht und damit einhergehende steigende Nachfrage nach ‘Heute‚ fest, die zu unseren Auflagensteigerungen geführt hat", resümiert Heute-Geschäftsführer Wolfgang Jansky. "Wir freuen uns sehr, die 500.000-Auflagen-Marke durchbrochen zu haben. Für unsere Inserenten bedeutet das eine maximale Präsenz ihrer Kommunikationsbotschaften und damit Werbeerfolg mit der im zweiten Halbjahr absoluten Nr. 1 Tageszeitung in Wien", ergänzt Sales-Geschäftsführer Gernot Fischer.
oe24 (407.022 Stück) kommt in der Kombi mit Österreich auf rund 436.000 verbreitete Exemplare. Im Vorjahr wurden von der Mediengruppe Österreich keine Zahlen gemeldet.
Die Leser:innen dort ansprechen, wo sie zuhause sind
"Wir stellen unsere Zeitungen Woche für Woche kostenfrei an Haushalte in ganz Österreich zu. Das macht uns einzigartig am heimischen Medienmarkt", so Gerhard Fontan, Vorstand der RegionalMedien Austria. "Die Menschen sind vorrangig an den Geschehnissen in ihrer eigenen Lebensumgebung interessiert und genau das bekommen sie mit unseren Zeitungen." Mit einer Gesamtauflage von 3.441.552 Exemplaren wöchentlich sei die verlässliche Größe des Medienhauses und seiner Medien deutlich erkennbar.
Der Gesamtmarkt der Magazine sinkt leicht: 978.749 Exemplare werden pro Ausgabe im Schnitt verkauft, der Abo-Teil beträgt mit 489.584 Exemplaren rund 50 Prozent, wovon 20 Prozent E-Paper sind. Bei den Wochenmagazinen hat Die ganze Woche die Nase vorne: 259.677 verkaufte Auflage und 44.810 Abos sind die Kennzahlen, dahinter in den Top 3 liegen tv media und das profil. Auf Platz vier reiht sich News. Servus in Stadt & Land aus dem Red Bull Media House verzeichnet im Gesamtjahr 2021 106.961 verkaufte Exemplare.
Zwei Kennzahlen
In Österreich gibt es für die Mediengattung Print im Wesentlichen zwei Untersuchungsmethoden: Einerseits ist dies die Media-Analyse (MA), andererseits die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK).
Die ÖAK kontrolliert die gemeldeten Auflagenzahlen von Printmedien und bietet Informationen über die detaillierte Auflagenstruktur eines Printmediums. Die ÖAK misst im Unterschied zur Media-Analyse nicht deren Leser:innen, sondern die Auflagenzahlen. Die Media-Analyse ist die größte Studie zur Erhebung des Medienkonsums und gilt als Leitwährung für Reichweiten. (jw)
www.oeak.at
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