"Stimmung am Tiefpunkt, aber die Impfbereitschaft steigt"

Umfrage von P8 Marketing:  Nur eine Person von zehn geht davon aus, dass die Entscheidung gegen eine Impfung keine Auswirkungen haben wird.

In der bereits fünften Covid-19 Umfrage von P8 Marketing wurden über 1.800 Österreicher im Zeitraum von 22. Jänner bis 27. Jänner befragt. Kernthemen der Umfrage sind Glücksfaktoren & Werteempfinden, verändertes Einkaufsverhalten & Konsumlust, die Impfbereitschaft mit erwarteten Einschränkungen ohne Schutzimpfung sowie die Bewertung des Krisenmanagements der Bundesregierung.

Die wichtigsten Ergebnisse

Knapp zwei Drittel haben bei der vierten P8-Umfrage im Oktober 2020 angegeben, dass sie sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen würden. Mittlerweile ist die Impfbereitschaft der Österreicher/innen deutlich angestiegen, denn rund 38 Prozent möchten sich dieses Jahr impfen lassen. 17 Prozent  sind sich bei ihrer Entscheidung noch nicht sicher, 45 Prozent tendieren gegen eine Schutzimpfung. Allerdings sind sich zwei Drittel der Befragten einig, dass Menschen ohne Corona Schutzimpfung in gewissen Bereichen Einschränkungen (bspw. Reisen, Flüge, Veranstaltungen) haben werden. Nur einer von zehn Österreichern geht davon aus, dass die Entscheidung gegen eine Impfung keine Auswirkungen
haben wird, rund ein Fünftel ist sich noch unsicher.

Wie bereits im Oktober 2020 gehen die Befragten davon aus, dass die Corona Krise in Österreich noch länger andauern wird. Knapp zwei Drittel erwarten, dass uns die Krise zwölf Monate oder länger begleitet. Im März und April war die Hoffnung bei rund 60 Prozent  groß, dass die Krise nach drei Monaten vorbei sein wird, aktuell glauben nur mehr knapp 12 Prozent  an eine kurze Krisendauer. Die Einschätzung zur mittelfristigen Wirtschaftsentwicklung nach der Corona-Krise zeigt ebenfalls, dass der Optimismus getrübt ist. Fast neun von zehn erwarten eine "sehr negative" bzw. "negative" Wirtschaftsentwicklung. Auch die Zufriedenheit mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung ist von ursprünglichen vier von fünf Punkten auf 1,9 von fünf Punkten gesunken.

Das Glücksbarometer der Covid-19 Umfrage von P8 Marketing sinkt: Im April war jeder Fünfte "unglücklich" bis "sehr unglücklich", im Oktober waren es bereits knapp 27 Prozent der Österreicher/innen und jetzt hat die Stimmung den Tiefpunkt erreicht - jeder Dritte ist aktuell "unglücklich" bis "sehr unglücklich". Im Vergleich zur Stimmung von April (3,1) und Oktober (3,0) werden lediglich 2,8 von fünf Stimmungspunkten erreicht. Die Glücksfaktoren zeigen, dass weiterhin die inneren Werte wie Gesundheit (85,95 Prozent), eine intakte Familie (75,19 Prozent ), Partnerschaft (54,56 Prozent ) sowie Freunde (70,39 Prozent) entscheidend sind und der äußere Schein wie u.a. gutes Aussehen (12,61 Prozent ) nahezu unbedeutend ist. "Die Zeit der Selbstinszenierung und der oberflächlichen Konsumlust ist vorbei. Ob persönliche Kaufentscheidungen, gesellschaftliche Werte oder Unternehmensstrategie – dieses neue Verständnis entwickelt sich zu einem der mächtigsten Treiber unserer Zeit", analysiert P8-Chef Georg Hofherr.

Das Einkaufsverhalten hat sich bei 78 Prozent der Menschen in Österreich verändert. Im April 2020 haben lediglich rund elf Prozent öfters online eingekauft, mittlerweile sind bereits 41,25 Prozent  der Österreicher/innen öfters Online-Shopper. Auf regionale Produkte haben im Frühjahr 2020 noch die Hälfte der Befragten geachtet, mittlerweile ist dies nur mehr für jeden Vierten beim Einkauf besonders wichtig. (red)

www.p8.eu

 

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