Knapp ein Drittel der Österreicher betreibt weniger Sport als noch vor Ausbruch der Pandemie (Männer: 27 Prozent, Frauen 29 Prozent). Filtert man die sportliche Aktivität nach den einzelnen Altersgruppen, so zeigt sich folgendes Bild: Bei den 30- bis 49-Jährigen gaben 29 Prozent an, seit Corona weniger Sport zu machen, bei den 50- bis 69-Jährigen 25 Prozent und bei den über 70-Jährigen 28 Prozent. Einzig die Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen konnte ihre sportliche Aktivität steigern (38 Prozent). Dem nicht genug, ging neben dem aktiven auch das passive Interesse an Sport zurück. Dies ergab die vom Observer durchgeführte Studie zum Thema "Sport und Medien in Österreich" in Zusammenarbeit mit Sport Austria, der Interessenvertretung und Serviceorganisation des organisierten Sports in Österreich.
Mehr Zeit für medialen Konsum
Ein Viertel der Befragten gab an, die Streaming-Angebote für Sport weniger zu nutzen als vor Corona. Das ist umso bemerkenswerter, da aktuell deutlich mehr Zeit für medialen Konsum zur Verfügung steht. Einzig das Sportangebot im TV verzeichnet positive Zahlen. 28 Prozent gaben an, dieses mehr zu nutzen als vor der Krise, 18 Prozent greifen jetzt weniger darauf zurück.
"Der Sport hat besonders gelitten, aktiv wie passiv. Beides ist sehr schlecht für die Gesundheit und die wirtschaftliche Situation des Sports in Österreich. Diese Corona-Lücke sollte im Interesse der Volkswirtschaft und der Volksgesundheit wieder geschlossen werden. Das wird aber gezielter Maßnahmen bedürfen. Wir planen dies mit einer Folgestudie im nächsten Jahr weiter zu beobachten", so Florian Laszlo, Geschäftsführer des Observer.
Über die Studie
Beobachtungszeitraum war der Oktober 2020 unmittelbar vor dem zweiten Lockdown. Die Online-Befragung gilt mit 2.000 Teilnehmern (ab 16 Jahren) aus allen demographischen Gruppen (Regionalität, Einkommen, Alter, Geschlecht) als für Österreich höchst repräsentativ. Ziel war es - auf Basis der Observer-Studie über die Sorgen und Ängste der Österreicher während des ersten Lockdowns - die Auswirkung von Corona auf den Sport weiter zu untersuchen. (red)
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