Sektstudie 2018: Es prickelt rot-weiß-rot

| 18.12.2018

Herkunft und Qualität gewinnen an Bedeutung, heimische Produkte werden immer beliebter.

Bewusster Genuss steht in Österreich in direktem Verhältnis zu Qualität und Regionalität, so lässt es sich aus den Ergebnissen des diesjährigen Schlumberger Sektreports herauslesen. Jahr für Jahr erhebt die Traditionssektkellerei gemeinsam mit dem market Institut die aktuellsten Zahlen, Daten und Fakten zum prickelnden Konsumverhalten der Österreicherinnen und Österreicher. 2018 schlägt das Präferenz-Barometer erneut ein Stück weiter Richtung heimischer Herkunft aus.

Feiertage bleiben Jahreshöhepunkt für Schaumweinkonsum 

92 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher trinken zumindest gelegentlich Sekt, mehr als ein Viertel gönnt sich das prickelnde Getränk wenigstens einmal im Monat – Tendenz steigend. Der Trend geht deutlich in Richtung Qualitäts- und Herkunftsbewusstsein, beide Faktoren werden beim Sektkauf Jahr für Jahr wichtiger. Der bevorstehende Jahreswechsel ist mit Abstand der häufigste Anlass für Sekt (97 Prozent), dicht gefolgt von Hochzeiten und Geburtstagen. Auch als Mitbringsel zu Silvester gilt die Flasche Sekt als klare Nummer Eins. Der Sektkonsum beim familiären Weihnachtsessen nimmt ebenfalls stetig zu – mehr als die Hälfte aller Österreicherinnen und Österreicher (58 Prozent) stoßen bereits mit einem prickelnden Gläschen auf den Heiligen Abend an. 

Knapp ein Drittel der Befragten (32 Prozent) gönnt sich ein- oder mehrmals im Monat ein prickelndes Gläschen, und nahezu 60 Prozent greifen mindestens einmal im Quartal zu Schaumwein. Eine Steigerung lasse sich laut Schlumberger-Studie auch bei der Zielgruppe der Frauen erkennen: hierist der Konsum um sieben Prozent gestiegen. Im ländlichen Gebiet wuchs die Anzahl regelmäßiger Sektkonsumenten sogar um zwölf Prozent an, in urbanen Gebieten blieben die Werte stabil.

Prickelndes ist gleichbedeutend mit Feierlaune 

Hinsichtlich des Trinkverhaltens lassen sich drei Hauptgründe herausfiltern, die für den Genuss eines Gläschens verantwortlich sind: Der Großteil der Bevölkerung trinkt Sekt nach wie vor zum Anstoßen (50 Prozent). Auf Platz 2 liegt die Verwendung als Aperitif (43 Prozent). Bereits deutlich mehr als ein Drittel (39 Prozent) trinkt Sekt laut eigenen Angaben ohne bestimmten Anlass, einfach zum persönlichen Genuss.

Österreicherinnen und Österreicher genießen Sekt laut Erhebung nach wie vor am liebsten pur – hier sind sich 49 Prozent der Befragten einig. Die Beliebtheit sortenreiner Produkte – 20 Prozent bevorzugen mittlerweile Sekt einer bestimmte Rebsorte – ist im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozentpunkte gestiegen.

Prickelndes unterstützt die Feierlaune der Österreicherinnen und Österreicher, aber auch zum puren Genuss greift man gerne zu Schaumwein. © Schlumberger / Melanie Koruna

Österreichischer Sekt am Vormarsch 

Das Einkaufsverhalten der Österreicherinnen und Österreicher hat sich im Vergleich zum Vorjahr wenig verändert – mit 65 Prozent bleibt der Supermarkt die absolute Nummer Eins unter den Absatzquellen. Ein klarer Trend lässt sich jedoch bei den relevanten Kauffaktoren erkennen. Als wichtigstes Entscheidungskriterium gilt immer noch der Geschmack, welcher für 90 Prozent der Befragten die größte Rolle spielt. Dicht gefolgt ist dieses Kriterium jedoch von den Faktoren Herkunft mit 66 Prozent und Qualität mit 60 Prozent.

Ein interessanter Indikator für die Bedeutung von Regionalitat beim Sektgenuss ist, dass laut aktueller Studie heimischer Schaumwein klar gegenüber italienischem Prosecco und französischem Champagner bevorzugt wird. Mehr als doppelt so viele Personen greifen lieber zum heimischen Produkt (48 Prozent) als zu italienischem Prosecco (21 Prozent). Mit deutlichem Zuwachs zum Vorjahr wird auch der Erfahrung und Kompetenz des Herstellers eine hohe Beachtung geschenkt (19 Prozent).

Sekt öfter in heimischen Kühlschränken auffindbar 

Die aktuellen Studienergebnisse lassen laut Aussendung von Schlumberger einen Trend in Richtung Konsum von Schaumwein in den eigenen vier Wänden erkennen. 67 Prozent der sekttrinkenden Bevölkerung gibt an, das prickelnde Getränk gerne auch für einen Abend zu zweit oder zum Feiern mit Freunden im Kühlschrank zu haben. Für Qualität wird auch gerne mehr ausgegeben. Im Bild: die streng limitierte Jubiläumscuvée "Schlumberger Kristall" © Schlumberger / Melanie Koruna

Qualität macht sich bezahlt

Je nachdem, wo die Österreicherinnen und Österreicher Sekt einkaufen, geben sie gerne auch etwas mehr Geld dafür aus. Im Durchschnitt wird im Supermarkt mit 7,50 Euro für eine 0,75l Flasche Schaumwein am wenigsten bezahlt. Danach folgt die Vinothek, in der für eine Flasche Sekt bereits 13,50 Euro ausgegeben werden. Das entsprechendes Ambiente und Service vorausgesetzt, ist der Konsument beim Besuch eines Gastronomiebetriebs toleranter beim Preis. Hier darf eine 0,75l Flasche im Durchschnitt 33,80 Euro kosten.

Heimische Sekthersteller im Einsatz für Qualitätsbewusstsein 

Seit Jahren setzen sich heimische Traditionshersteller fur einen Anstieg des Qualitätsbewusstseins in Sachen Schaumwein ein. Mehrere eigens hierfür ins Leben gerufene Initiativen des Österreichischen Sektkomitees und Schlumberger sollen dies unterstützen und wurden auch in der Studie auf ihren Bekanntheitsgrad abgefragt.

Die Qualitätspyramide für österreichischen Sekt ist bereits für 16 Prozent der Befragten eine klare Entscheidungshilfe beim Kauf. "Die Unterscheidung zwischen Klassik, Reserve und Große Reserve führt zu mehr Klarheit in der heimischen Sektlandschaft sowie am Point-of-Sale und verschafft einen Überblick über die hohen Qualitätsstandards von österreichischem Sekt", erklärt Schlumberger-Pressesprecher Markus Graser. Auch die Bekanntheit des Tag des österreichischen Sekts, der jährlich im Zeichen der heimischen Schaumweinproduzenten steht, hat sich in den letzten vier Jahren auf sieben Prozent nahezu verdoppelt. (rb)

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