Für die gesamte Periode
Martha Schultz bleibt dauerhaft an der Spitze der WKÖ

| Redaktion 
| 13.01.2026

Nach dem Rücktritt von Harald Mahrer übernahm die Tiroler Unternehmerin vorübergehend die Führung der Wirtschaftskammer und des Wirtschaftsbundes.

In der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zeigte man sich bemüht, nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen und Monate wieder für Ruhe zu sorgen. Wie LEADERSNET berichtete, hatte die geplante Gehaltserhöhung innerhalb der WKÖ zuletzt für deutliche Kritik gesorgt. Vorgesehen war, die Bezüge der rund 6.000 Mitarbeiter:innen um 4,2 Prozent anzuheben und damit über die Inflationsrate hinaus. Kritiker:innen werteten diesen Schritt als falsches Signal in wirtschaftlich angespannten Zeiten. WKÖ-Präsident Harald Mahrer reagierte darauf mit einem Kurswechsel und reduzierte die Anpassung auf 2,1 Prozent (LEADERSNET berichtete). Doch damit war die Entwicklung innerhalb der WKÖ noch längst nicht abgeschlossen: Die Achterbahnfahrt ging weiter.

Rücktritt nach Kritik

Nach der öffentlichen Kritik an der geplanten Gehaltsanpassung blieb der Druck auf Präsident Mahrer weiterhin hoch. Obwohl die Führungsspitze der Kammerorganisation ihm einstimmig das Vertrauen ausgesprochen hatte (LEADERSNET berichtete), zog der Funktionär Konsequenzen und legte im Zuge des Eklats sowohl sein Amt als Präsident der Wirtschaftskammer Österreich als auch seine Funktion als Obmann des Wirtschaftsbundes zurück (LEADERSNET berichtete).

Seine Nachfolge trat die Tiroler Unternehmerin Martha Schultz an, die die Aufgaben Mahrers vorläufig übernahm, sowohl als amtsführende WKÖ-Präsidentin als auch als geschäftsführende Präsidentin des Wirtschaftsbundes (LEADERSNET berichtete).

Schultz bleibt WKO-Präsidentin

Am Dienstag wurde bekannt, dass die Interimschefin nun für die gesamte restliche Periode Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich. Das gab der ÖVP-Wirtschaftsbund am Abend über seine Social-Media-Kanäle bekannt, ein Sprecher der WKO bestätigte den Schritt gegenüber der APA. Mehrere Medien berichteten zudem über ein entsprechendes Schreiben von Schultz, das sich an Funktionär:innen und Mitarbeiter:innen der Wirtschaftskammer richtet.

www.wko.at

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