Die Automobilbranche wird insgesamt zwar auch 2026 mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen haben, doch bei den Herstellern im Luxussegment ist von Krise weiterhin keine Spur. So liefert Bugatti heuer die ersten Modelle des neuen Tourbillon aus. Das 1.800-PS-starke und auf 250 Exemplare limitierte Hypercar kostet netto 3,8 Millionen Euro und ist bereits restlos ausverkauft (LEADERSNET berichtete).
Ferrari bringt heuer zwei Neuheiten an den Start: Zum einen das Coupé Amalfi mit klassischem V8-Benziner (LEADERSNET berichtete), zum anderen den allerersten Elektro-Ferrari – interne Bezeichnung "Elettrica". Der Stromer leistet über 1.000 PS, beschleunigt in unter 2,5 Sekunden auf 100 km/h und verfügt über Allradantrieb mit vier Motoren (Vorderachse 210 kW/3.500 Nm, Hinterachse 620 kW/8.000 Nm). Die 800-V-Batterie erlaubt eine WLTP-Reichweite von über 530 km. Torque-Vectoring, Aktivfederung und Dry-Modus sollen für Performance, Handling und Feeling auf Rennsportniveau sorgen. 75 Prozent des Aluminium-Interieurs sind laut den Italienern recycelt. Wie der E-Ferrari letztendlich heißen wird, erfahren wir erst bei der Weltpremiere im Sommer.
Elektrofraktion
Apropos, starke E-Autos für Luxuskund:innen: Porsche bringt im März den Cayenne Electric in den Handel. Zunächst in zwei Versionen, mit 113 kWh-Batterie, bis zu 1.156 PS und einer 0 auf 100 km/h-Beschleunigung in 2,5 Sekunden. WLTP-Reichweiten von 642 km, 400 kW-Schnellladen und induktives Laden bis 11 kW sollen ebenso für Alltagstauglichkeit sorgen wie adaptive Luftfederung, Torque Vectoring und Panorama-Glasdach. Der Polestar 5 ist ein viertüriger Performance-Grand-Tourer mit bis zu 650 kW und 1.015 Nm, beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 3,2 Sekunden und erzielt WLTP-Reichweiten von bis zu 670 km. Adaptive MagneRide-Dämpfer, Panoramaglasdach, hochwertige Naturfasern und recycelte Materialien prägen Interieur und Fahrkomfort. Mercedes-AMG arbeitet mit Hochdruck an der Serienversion des GT XX Concept, einem vollelektrischen Hochleistungs-GT. Zwei Motoren liefern zusammen über 800 kW. Leistungswerte wie 0–100 km/h in unter drei Sekunden, Höchstgeschwindigkeit von über 330 km/h und Reichweite bis 600 km (WLTP) klingen vielversprechend. Hinzu kommen 800 Volt-Netz mit 350 kW Schnellladen, Allradantrieb, Torque-Vectoring, adaptives Fahrwerk sowie ein Interieur mit AMG-Sitzen, Displays im Rennwagen-Look und hochwertigen Materialien. Jaguar greift gegen Ende des Jahres mit dem Serienmodell der Studie "Type 00" (leistet dem Vernehmen nach ebenfalls mehr als 1.000 PS) an und will sich damit künftig mit Konkurrenten in der 150.000-Euro-Liga messen. Etwas günstiger dürfte der neue Range Rover Electric werden, der in Sachen Leistung und Luxus ebenfalls gut im Futter steht und in wenigen Wochen Weltpremiere feiert.
Potente Hybride
Solvente Autofans mit Benzin im Blut kommen 2026 auch abseits von Bugatti und Ferrari auf ihre Kosten. Unter anderem beim Lamborghini Fenomeno – auf 29 Exemplare limitiert, vereint er einen V12-Saugmotor mit drei Elektromotoren für insgesamt 1.080 PS. So gerüstet geht es von 0 auf 100 km/h in 2,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt mehr als 350 km/h. Monorumpf-Chassis aus Kohlefaser, aktive Aerodynamik und Keramikbremsen sorgen beim mehrere Millionen Euro teuren Boliden für kompromisslose Supersporttechnik, Individualisierung erfolgt über das hauseigene Programm "Ad Personam". McLaren arbeitet ebenfalls an einem neuen Hypercar (Arbeitstitel "W1"), das als Nachfolger der legendären Modelle F1 sowie P1 gilt und mehr als 1.200 PS (Hybrid-V8) in den Ring werfen soll.
Wie diese Beispiele zeigen, die nur ein Auszug aller Luxus-Neuheiten dieses Jahres sind, gibt es rund um den Globus nach wie vor genügend Superreiche, die für "schnelle Spielzeuge" gerne den einen oder anderen Euro investieren. Hier machen auch Österreichs Millionär:innen keine Ausnahme.
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