Gastkommentar Georg Konjovic
Diese Jobs und Fähigkeiten sind 2026 gefragt

| Redaktion 
| 11.01.2026

Neues Jahr, neuer Job? karriere.at-CEO Georg Konjovic weiß, welche Fähigkeiten nächstes Jahr und darüber hinaus besonders gefragt sind.

Der Wirtschaft geht es nicht gut und so sind auch die Unternehmen zurückhaltend, wenn es um die Anstellung neuer
Mitarbeiter:innen geht. Mit diesen Fähigkeiten können Jobsuchende aber sehr wohl nach wie vor punkten:

KI- und digitale Skills, auch für den Quereinstieg

Vieles, das mit Künstlicher Intelligenz zu tun hat, steckt noch in den Kinderschuhen. Klar ist aber: Langfristig wird sie verändern, wie wir arbeiten. Wer sich in diesem Bereich weiterbildet, sichert sich berufliche Chancen, auch als Quereinsteiger:in. Das heißt nicht, dass wir künftig alle zu IT-Expert:innen werden müssen. Wichtig ist, mit neuen Technologien als Anwender:in gut umgehen zu können, unabhängig vom Berufsfeld. Rund 300 Jobs in 20 unterschiedlichen Branchen sind auf karriere.at ausgeschrieben, in denen KI ausdrücklich im Inserat erwähnt wird: Im Bereich Finanzdienstleistungen arbeiten Unternehmen etwa mit KI-basierten Prognosemodellen. Im Marketing geht es um Content-Erstellung mithilfe der KI, Berater:innen analysieren damit Daten und in der Industrie kommt immer häufiger KI-gestützte Robotik zum Einsatz. Neue Berufe, die sich ganz auf Künstliche Intelligenz beziehen, sind zum Beispiel AI Solution Engineers (legen standardisierte Prozesse für effiziente und erfolgreiche Arbeit mit KI fest), KI-Produktentwickler:innen (entwickeln KI-Lösungen für Mitarbeitende und Kund:innen) und Expert:innen, die die Implementierung neuer Anwendungen in Unternehmen durch Schulungen und Projektmanagement begleiten.

Bereitschaft dazuzulernen

Die Bereitschaft, ständig dazuzulernen, auch im fortschreitenden Alter und nach abgeschlossener Ausbildung, verspricht ein
höheres Gehalt, mehr Gestaltungsspielraum und mehr Möglichkeiten bei einem Jobwechsel – auch in neuen Berufsbilder, die sich gerade erst entwickeln. Laut einer aktuellen Erhebung kann man mit den richtigen KI-Skills bis zu 56 Prozent mehr Gehalt erzielen. Akademische Abschlüsse sind hier nicht mehr unbedingt notwendig. 

Soft Skills zunehmend wichtiger

Die genannten fachlichen Qualifikationen kann man lernen. Persönliche Fähigkeiten sind schwieriger zu entwickeln, aber genauso wichtig. In Zeiten des technologischen Fortschritts, wirtschaftlicher Turbulenzen und des demografischen Wandels, dabei besonders wichtig: Flexibilität bzw. die Konstruktivität im Umgang mit Veränderungen: Laut einer Umfrage von karriere.at unter rund 400 Personalverantwortlichen halten 88 Prozent diese Fähigkeit für relevant; 83 Prozent sagen, sie wird weiter an Relevanz dazugewinnen.

Auch Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit, Teamgeist und Anpassungsfähigkeit sind in sich veränderten Arbeitswelten
entscheidend. Für Bewerber:innen bedeutet das, im Bewerbungsprozess auch die eigenen Soft Skills hervorzuheben und sich Beispiele zu überlegen, in denen man diese in der Vergangenheit bewiesen hat.

www.karriere.at


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