Privatsender bündeln Kräfte
Neuer VÖP-Vorstand setzt auf Kooperation und Transformation

| Tobias Seifried 
| 12.01.2026

Der Verband Österreichischer Privatsender hat einen neuen Vorstand gewählt und zentrale Weichen für die Zukunft gestellt. Zudem werden faire regulatorische Rahmenbedingungen im Wettbewerb mit globalen Plattformen gefordert.

Im Rahmen seiner ordentlichen Generalversammlung hat der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) einstimmig einen neuen Vorstand gewählt und zentrale strategische Weichenstellungen für die kommenden Jahre beschlossen. Oberstes Ziel bleibe die nachhaltige Absicherung von Privat-TV, Privatradio und deren Online-Angeboten in Österreich vor dem Hintergrund tiefgreifender Marktveränderungen, so der Verband.

Strategische Neuausrichtung

Globale Plattformen, veränderte Werbemärkte und neue Nutzungsgewohnheiten stellen private Medienanbieter zunehmend unter Druck. Der VÖP möchte seine Arbeit daher noch stärker an den dringendsten Anliegen der Branche ausrichten und die klassische Interessenvertretung künftig verstärkt um Serviceleistungen für seine Mitglieder ergänzen. Zentrale Schwerpunkte seien demnach eine zeitgemäße Weiterentwicklung der Medienpolitik mit klarer politischer Unterstützung für private TV- und Radiosender, die Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen im digitalen Umfeld gegenüber globalen Plattformen sowie die Ermöglichung und Stärkung von Kooperationen im privaten Rundfunksektor. Gerade in einem stark kompetitiven Medienmarkt sollen strategische Zusammenschlüsse die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft privater Anbieter sichern, zeigt man sich überzeugt. Gleichzeitig will sich der VÖP als aktiver Impulsgeber für die digitale, technologische und wirtschaftliche Transformation des privaten Rundfunks positionieren und seine Mitglieder bei Innovationen, neuen Geschäftsmodellen und dem Umgang mit veränderten Nutzungsgewohnheiten unterstützen.

Führungstrio

Christian Stögmüller (Life Radio), der neue Vorsitzende des VÖP, betont die Dringlichkeit der Neuausrichtung: Der Medienmarkt befinde sich in einem tiefgreifenden Umbruch, der neue Zugänge, kooperative Strukturen und faire Rahmenbedingungen gegenüber Big-Tech-Plattformen erfordere, um den privaten Rundfunk langfristig abzusichern. Auch der stellvertretende Vorsitzende Alexander Winheim von ServusTV unterstreicht die Bedeutung privater Medien für Meinungsvielfalt und demokratische Stabilität. Angesichts der veränderten Marktsituation brauche es rasche regulatorische Anpassungen, verlässliche finanzielle Unterstützung und ein noch stärker geschlossenes Auftreten heimischer Medienunternehmen.

Die operativen Geschäfte des Verbands werden weiterhin von Corinna Drumm geführt. Sie verweist auf das starke nationale und europäische Netzwerk des VÖP, das eine aktive Begleitung der Transformation des privaten Rundfunks ermögliche. Ziel sei es, private Medien in Österreich durch konstruktiven und zukunftsgerichteten Dialog mit allen relevanten Stakeholdern nachhaltig zu stärken.

Neuer Vorstand

Der neu gewählte Vorstand des Verbands Österreichischer Privatsender setzt sich aus Christian Stögmüller (Life Radio) als Vorsitzendem, Alexander Winheim (ServusTV) als erstem stellvertretenden Vorsitzenden, Max Mahdalik (krone.tv) als zweitem stellvertretenden Vorsitzenden, Pia Bambuch (ProSiebenSat.1 PULS 4) als Kassierin sowie Ralph Meier-Tanos (Radio 88.6) als Schriftführer zusammen. Weitere Vorstandsmitglieder sind Gottfried Bichler (Antenne Steiermark), Lorenz Cuturi (TV1 Oberösterreich), Niki Fellner (oe24.TV), Philipp König (kronehit), Michael Radelsberger (Sky Österreich), Birgit Steurer (Radio Arabella) und Alexander Wagner (Radio Energy).

www.voep.at

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