Fotos vom MCÖ-Talk
Marketingprofis zeigten, wo KI in der Videoproduktion an ihre Grenzen stößt

Beim jüngsten Digital Marketing Experts Talk diskutierten rund 80 Branchenprofis darüber, wie Künstliche Intelligenz die Videoproduktion im Marketing verändern kann und an welchen Stellen strategisches Denken, kreative Qualität und Markenverständnis weiterhin unverzichtbar bleiben.

Wie Künstliche Intelligenz (KI) die Videoproduktion im Marketing verändert, wo sie Prozesse beschleunigen kann und an welchen Stellen sie an ihre Grenzen stößt, stand im Mittelpunkt des jüngsten Digital Marketing Experts Talks des Marketing Club Österreich (MCÖ) gemeinsam mit Co-Host otago. Rund 80 Marketingverantwortliche nutzten den Abend, um über Chancen, Risiken und den sinnvollen Einsatz der Technologie entlang des gesamten Produktionsprozesses zu diskutieren.

Zwischen Effizienzgewinn und Authentizitätsfrage

Im Mittelpunkt des Abends stand die wachsende Bedeutung von Bewegtbild im digitalen Marketing. Gleichzeitig steigt in vielen Teams der Druck, immer mehr Inhalte in immer kürzerer Zeit zu produzieren. KI gilt dabei oft als naheliegende Antwort auf steigende Anforderungen, in der praktischen Anwendung zeigt sich laut den Diskutierenden jedoch ein deutlich vielschichtigeres Bild.

Gemeinsam mit Hana Greiner und Alexander Korec von Cope sowie Walter Berthold von Tchibo Österreich wurde der Einsatz von KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette beleuchtet – von der strategischen Planung über Konzeption und Produktion bis hin zum Schnitt. Im Fokus standen konkrete Anwendungsfelder, aber auch die Frage, an welchen Stellen Automatisierung sinnvoll unterstützt und wo menschliche Kreativität weiterhin nicht zu ersetzen ist. "AI kann standardisierte, einfache Workflows erleichtern, zum Beispiel im Schnitt. Der Blockbuster per Knopfdruck bleibt aber Illusion – denn das ständige Neugenerieren von Inhalten wird schnell zur Zeit- und vor allem Kosten-Falle", so Korec.

Dass neben Effizienz auch Markenwirkung und Glaubwürdigkeit eine zentrale Rolle spielen, wurde ebenfalls mehrfach betont. "Wer mutig und menschlich ist, wird von der Community belohnt. AI darf mitmachen, aber eher in der Rolle der Kritikerin als der Produzentin", betonte Berthold. Und Greiner ergänzte mit Blick auf die Wahrnehmung durch das Publikum: "AI-Einsatz wird zur Imagefrage werden. LinkedIn-Influencer erzählen uns: Wer jetzt noch nicht mit AI Videos generiert, wird abgehängt. Dabei ignorieren viele die User:innen-Perspektive. Haben unsere Zielgruppen überhaupt Bock auf AI-Content?" Deutlich wurde damit vor allem eines: KI kann Prozesse unterstützen, ersetzt aber weder kreative Qualität noch eine klare Markenhaltung oder ein tiefes Verständnis für die jeweilige Zielgruppe.

Orientierung in einem dynamischen Themenfeld

"Gerade bei Themen wie KI im Marketing, wo sich aktuell sehr viel entwickelt, sehen wir es als unsere Aufgabe, Orientierung zu geben und gemeinsam mit Expert:innen einzuordnen, was in der Praxis wirklich funktioniert. Formate wie die Digital Marketing Experts Talks schaffen genau diesen Raum für Austausch und konkrete Anwendbarkeit. Wir haben heute gesehen: KI kann Prozesse unterstützen, aber nicht die strategische und kreative Arbeit im Marketing ersetzen", fasste Harald Rametsteiner, MCÖ-Vorstand und Moderator des Abends, die zentralen Erkenntnisse zusammen. 

Im Anschluss an den offiziellen Teil bot die Veranstaltung wie üblich Raum für persönlichen Austausch und Networking in entspanntem Rahmen.

LEADERSNET war dabei und hat Eindrücke für Sie in der Galerie gesammelt.

www.marketingclub.at

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV