Am Donnerstag versammelten sich nationale und internationale Medienexpert:innen im Wiener ProSiebenSat.1 Puls 4 (P7S1P4)-Studio, um im Rahmen des 4Gamechangers AI-Day den Status quo und die Zukunft der Künstlichen Intelligenz (KI) zu beleuchten. Die Veranstaltung wollte einen detaillierten Einblick in die "KI-Werkstätten" namhafter Medienhäuser bieten und demonstrierte die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine in Produktions-, Marketing- und Kreativprozessen.
Dringlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit
In seinem Statement unterstrich P7S1P4-Co-CEO Bernhard Albrecht die Notwendigkeit eines zügigen Handelns. "Der 4Gamechangers AI-Day steht für einen praxisnahen Zugang von Lösungen mit Künstlicher Intelligenz im Mediensektor: weg von Buzzwords, hin zu echten Anwendungen", so Albrecht. Entscheidend sei dabei ein "sense of urgency". Er mahnte, dass jene, die nun zögern würden, ihre Wettbewerbsfähigkeit verlören. Bereits heute ließe sich beobachten, welche beachtlichen Ergebnisse mit kleinen, fokussierten Teams erzielbar seien.
Kooperation am Medienstandort Österreich
Alexander Wrabetz, Beauftragter der Stadt Wien für Künstliche Intelligenz in den Medien (LEADERSNET berichtete), verwies auf den massiven ökonomischen Druck durch abfließende Werbegelder. Er hielt fest, dass die Medien diese Transformation bewältigen und Investitionen tätigen müssten, die nicht unmittelbar zur Kostensenkung führten. Laut Wrabetz müsse die öffentliche Hand in nächster Zeit festlegen, wie diese Phase durch sinnvolle Förderungen unterstützt werden könne. Er betonte die Notwendigkeit einer engen Kooperation: Es könne nur funktionieren, wenn der ORF, private Anbieter und sämtliche Mediengattungen gemeinsam Projekte entwickelten. Eine Zusammenarbeit aller Medien sei für Österreich unabdingbar.
Kreatives Potenzial und neue Werbeformen
Auch im Bereich der Vermarktung eröffnet die Technologie neue Horizonte. Marie-Therese Repper, Director AdFactory bei P7S1P4, erklärte, dass Künstliche Intelligenz der Werbung völlig neue kreative Möglichkeiten eröffne. Für Marken werde es zunehmend relevanter, sich durch innovative Ansätze vom Wettbewerb abzuheben. "Genau darin sehen wir unsere Verantwortung als Medienhaus: kreative Zukunftsthemen aktiv voranzutreiben, neue Werberprodukte in Österreich zu etablieren und gemeinsam mit starken, mutigen Partnern innovative Lösungen auf die Straße zu bringen", erläuterte Repper. Gemeinsam mit Andreas Nentwich, Geschäftsführer von Maresi, und Heiko Brantsch, Senior Art Director bei der Seven.One AdFactory, demonstrierte sie zudem die Entstehung eines KI-Werbespots "Made in Austria".
Einblicke in die operative Umsetzung
Das Programm spannte einen Bogen von strategischen Überlegungen bis hin zu operativen Fallbeispielen. Während Bernhard Albrecht und Cornelia Doma, Geschäftsleitung Marketing & Communications bei P7S1P4, darlegten, wie KI den Arbeitsalltag faktisch verändere, präsentierten Christian Leitz von Ferrari und Markus Untch von Seven.One Studios/brAInbox konkrete Erfahrungswerte aus der KI-gestützten Produktion.
Die technologische Tiefe wurde durch Beiträge von Martin Härtlein, Head of Creation, Creative Solutions bei P7S1P4, und Tim Conrad, Creative Concepter, Creative Solutions bei P7S1P4, untermauert. Den Fokus auf die Verbindung von Emotion und Technik legten Gabriel Moinat, Creative Director Creative Solutions bei Joyn, und Nikolaus Vuckovic, CEO von immortal-arts.com. Die strategische Perspektive des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wurde durch Stefan Kollinger, Chief Innovation Officer des ORF, beleuchtet. Abschließend erörterten Oliver Svec, Director Entertaining Austria bei P7S1P4, sowie Marie-Therese Repper und André Rathammer, Director Agency Services bei der adverserve, die Zukunft des Contents und neue Formen KI-basierter Placements. Im Anschluss ging die Veranstaltung in einen offenen Dialog über.
Fotos vom 4Gamechangers AI-Day 2026 sehen Sie in der Galerie.
www.prosiebensat1puls4.com
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