Fotos vom MCÖ-Clubabend
Branchenprofis zeigten Potenzial starker Markenpartnerschaften auf

Rund 130 Gäste folgten am Montag der Einladung des Marketing Club Österreich, um über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen, Erfolgsfaktoren sowie den konkreten Mehrwert von Markenkooperationen zu diskutieren.

Um in einem komplexer werdenden Wettbewerbsumfeld zu bestehen und zusätzliche Reichweite, neue Zielgruppen sowie glaubwürdige Anknüpfungspunkte zu gewinnen, setzen Marken heute zunehmend auf Zusammenarbeit untereinander. Welche Chancen solche Partnerschaften tatsächlich bieten und worauf es ankommt, damit Kooperationen nicht nur Aufmerksamkeit erzeugen, sondern auch strategisch Wirkung entfalten, stand vergangenen Montag, den 13. April 2026, beim Clubabend des Marketing Club Österreich (MCÖ) im Steigenberger Hotel Herrenhof im Mittelpunkt. Dabei diskutierten rund 130 Marketer:innen über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Best Practices.

Kooperation als strategischer Wachstumsfaktor

Bereits vor dem Start des eigentlichen Clubabends bot sich den anwesenden Vertreter:innen von Markenartikelunternehmen sowie Marken die Möglichkeit, im Rahmen eines "Markenspeeddatings" – ein kompaktes, moderiertes Gesprächsformat – neue Partnerschaften anzubahnen. "Ein Format, das den hohen Praxisbezug und Netzwerkgedanken des Marketing Club Österreich einmal mehr unterstreicht", betonte Niko Pabst, Vizepräsident des Marketing Club Österreich, der den Abend inhaltlich gestaltete.

Anschließend wurden die Gäste durch MCÖ-Präsident Andreas Ladich und Anton Grundner, Manager des Steigenberger Hotel Herrenhof, offiziell begrüßt, ehe Nils Pickenpack, Gründer und Geschäftsführer von connecting brands, mit seiner Keynote den inhaltlichen Auftakt gestaltete. Darin machte er deutlich, dass Markenkooperationen heute weit über ein kurzfristiges Marketingtool hinausgehen und für viele Unternehmen zu einem strategischen Wachstumsfaktor geworden sind. Gestützt werde diese Entwicklung auch durch aktuelle Studienergebnisse, wonach mehr als 80 Prozent der Unternehmen von einer steigenden oder sogar stark steigenden Bedeutung solcher Partnerschaften ausgehen. Im Vordergrund stehen dabei vor allem die Ansprache neuer Kund:innen, der Zugang zu zusätzlichen Zielgruppen sowie die Schaffung von Mehrwert für bestehende Kund:innen. Doch "nicht jede erfolgreiche Kooperation ist automatisch auch eine sinnvolle", so Pickenpack und betonte, dass strategischer Fit, echter Kund:innen-Nutzen und eine langfristige Perspektive entscheidend seien.

Authentizität, kulturelle Relevanz und klarer Mehrwert

Im Anschluss beleuchteten Kathrin Brandtner (Marketingleiterin und Mitglied der Geschäftsführung bei Wiesbauer), Claudia Wieland (Leitung der Abteilung Brand Management und B2C-Marketing bei WienTourismus), Lisa-Maria Moosbrugger (Marketing Director Österreich bei Coca-Cola Company) und Martin Eicher (Prokurist und Leiter Marketing und Innovation bei Ottakringer Brauerei) in einer von Bernhard Gily (Verlagsleiter bei medianet) moderierten Podiumsdiskussion das Thema Markenkooperationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Dabei wurde deutlich, dass erfolgreiche Partnerschaften nicht zufällig entstehen, sondern auf klaren Zielsetzungen, gegenseitigem Vertrauen und einer stimmigen Verbindung der beteiligten Marken beruhen.

Kathrin Brandtner brachte den strategischen Anspruch solcher Allianzen auf den Punkt: "Markenkooperationen sind ein strategischer Hebel: Durch die Bündelung von Stärken, Reichweiten und Ressourcen schaffen wir eine effiziente Kommunikation, steigern die Markenwahrnehmung und erschließen gemeinsam neues Wachstumspotenzial." Lisa-Maria Moosbrugger ergänzte: "Markenkooperationen sind dann erfolgreich, wenn sie authentisch zur Marke passen, kulturell relevant sind und einen klaren Mehrwert für Konsument:innen bieten. Entscheidend ist für uns eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe, die gemeinsame Werte widerspiegelt, um für alle Partner das gesamte Potenzial auszuschöpfen." Auch Claudia Wieland unterstrich die Bedeutung glaubwürdiger Zusammenarbeit und sagte: "Gerade im Destinationsmarketing ist die enge Zusammenarbeit mit Partnern und Stakeholdern entscheidend. Glaubwürdigkeit entsteht, wenn viele Partner gemeinsam eine starke, konsistente Geschichte erzählen."

Neben den Chancen wurden auch kritische Fragen rund um Abgrenzung, Wirkung und Zielerreichung diskutiert. So ging es unter anderem darum, wo Kooperation aufhört und Sponsoring beginnt, wie sich Erfolg messen lässt und wann Partnerschaften zum Selbstzweck werden. Nils Pickenpack gab dazu zu bedenken: "Kooperationen liegen im Trend, doch sie sind kein Selbstzweck. Sie müssen sich auch im Leistungsvergleich mit anderen Marketing-Instrumenten behaupten." Dass es dabei nicht nur auf Kreativität, sondern ebenso auf Struktur, Partnerwahl, professionelles Management und laufende Erfolgskontrolle ankommt, zog sich als roter Faden durch die Diskussion. Martin Eicher fasste den praktischen Nutzen abschließend so zusammen: "Gut gemachte Kooperationen brechen mit Erwartungen und machen Marken auf eine Weise erlebbar, die klassische Kommunikation oft nicht schafft."

Ausklang bei entspanntem Networking

Anschließend an das offizielle Programm bot sich den Gästen des Clubabends ausreichend Zeit und Raum zum Netzwerken in entspanntem Rahmen. "Unser Clubabend hat gezeigt, welch hohen Stellenwert Kooperationen im Marketing der Zukunft einnehmen", so Regina Loster, Geschäftsführerin des Marketing Club Österreich, abschließend.

LEADERSNET war dabei und hat Eindrücke für Sie in der Galerie gesammelt.

www.marketingclub.at

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