Ab 2028 im Einsatz
Railjet M besteht Härtetest im weltweit größten Klima-Wind-Kanal

| Redaktion 
| 27.05.2026

Mit Temperaturen von minus 25 bis plus 45 Grad sowie Eisregen, Schneefall und starkem Wind wird derzeit die neue ÖBB-Zuggeneration im Klima-Wind-Kanal in Wien getestet. Ab 2028 sollen die Garnituren auf Interregio-Linien eingesetzt werden.

Der neue Railjet M der ÖBB wird derzeit im weltweit größten Klima-Wind-Kanal in Wien unter Extrembedingungen getestet. Dabei simulieren Expert:innen Wetterlagen, wie sie im alpinen Raum auftreten können. Neben Temperaturen zwischen minus 25 und plus 45 Grad stehen auch Eisregen, starke Winde, hohe Luftfeuchtigkeit, Schneefall und intensive Sonneneinstrahlung auf dem Prüfprogramm.

Im Anschluss werden verschiedene Komponenten und technische Systeme der Züge analysiert. Überprüft werden unter anderem Türen, Scheiben, Toiletten- und Wassersysteme, die Wärmedämmung, die Luftqualität sowie die Energieeffizienz der Garnituren.

Railjet M besteht Härtetest im weltweit größten Klima-Wind-Kanal © ÖBB/Daniel Willinger

Einsatz auf inneralpinen Strecken geplant

Nach Angaben der ÖBB wurde der Railjet M speziell für inneralpine Verbindungen entwickelt. Die Fahrzeuge sollen auf Strecken mit starken Steigungen, engen Kurven und anspruchsvollen Wetterbedingungen eingesetzt werden. Insgesamt wurden 31 Züge bei Siemens Mobility bestellt.

Die rund 106 Meter langen Garnituren sind barrierefrei ausgeführt und bieten 257 Sitzplätze. Breitere Wagen und ein neues Raumkonzept sollen für mehr Komfort sorgen. Geplant sind außerdem Fahrradstellplätze sowie Halterungen für Ski und Snowboards.

"Die Schiene ist ein elementarer Hebel auf unserem Weg zur Mobilitätswende. Darum investieren die ÖBB bis 2030 über 6,1 Milliarden Euro in die Anschaffung von mehr als 300 neuen Zügen. So ermöglicht der Railjet M künftig mehr Kapazität und Komfort auf den inneralpinen Verbindungen", sagte Mobilitätsminister Peter Hanke.

Tests für extreme Wetterbedingungen

ÖBB-Personenverkehrsvorstand Klaus Garstenauer erklärte, mit den Interregio-Linien habe man den inneralpinen Fernverkehr neu aufgestellt. Der Railjet M sei dafür "das Fahrzeug unserer Wahl". Die Tests im Klima-Wind-Kanal sollten sicherstellen, dass die Züge auch extremen Wetterbedingungen standhalten und Fahrgästen zeitgemäßen Komfort bieten würden.

Neben Temperaturen zwischen minus 25 und plus 45 Grad standen auch Eisregen, starke Winde, hohe Luftfeuchtigkeit, Schneefall und intensive Sonneneinstrahlung auf dem Prüfprogramm © ÖBB/Daniel Willinger

Auch Siemens Mobility verweist auf die technische Ausstattung der neuen Zuggeneration. CEO Tanja Kienegger erklärte, die Mireo-Züge seien "flexible Alleskönner" für den urbanen und alpinen Raum. Durch ihre Diagnosefähigkeit würden die Fahrzeuge "hochverfügbar und besonders wirtschaftlich unterwegs sein".

Der Railjet M soll ab 2028 auf den Interregio-Strecken eingesetzt werden. Die ÖBB erwarten sich davon eine nachhaltige Stärkung des inneralpinen Fernverkehrs.

www.oebb.at

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