Die neue Folge "Peter & Paul" dreht sich dieses Mal rund um das Thema "Fußball und Business – Spannungsfeld Emotion, Marke und Millionen". Dazu spricht Paul Leitenmüller (CEO, Opinion Leaders Network) mit seinen beiden Gästen Daniela Bauer (Geschäftsführerin Wirtschaft, SK Rapid GmbH) und Roland Schmid (CEO, IMMOunited). Gedreht wurde die aktuelle Folge in den Räumlichkeiten von DLA Piper in der Wiener Innenstadt, in denen Gastgeber Christoph Mager (Country Managing Partner, DLA Piper Österreich) die Gäste persönlich willkommen hieß.
Emotion als wirtschaftlicher Faktor
Daniela Bauer ist seit September 2025 Geschäftsführerin Wirtschaft der SK Rapid GmbH. Ihr Aufgabenbereich umfasst unter anderem Finanzen, Marketing und Digitale Medien, Digital Business sowie Commercial. Vor ihrem Wechsel nach Hütteldorf sammelte sie internationale Erfahrung im Sportbusiness, unter anderem bei der Deutschen Fußball Liga und im globalen Sportsponsoring der Allianz SE. Dass sie nun bei Rapid tätig ist, hat für Bauer auch eine persönliche Komponente, da sie mit dem Verein aufgewachsen sei. Ihr erstes Stadionerlebnis habe sie im Gerhard-Hanappi-Stadion gehabt, damals im Alter von sieben oder acht Jahren. "Rapid ist ein ganz besonderer Verein, weil ihn jeder kennt – auch über die Landesgrenzen hinaus", sagt Bauer.
Für Unternehmen sei Fußball laut der Managerin vor allem deshalb spannend, weil er Menschen emotional erreiche: "Sport bringt eine Emotionalität mit, die man mit einem Produkt wie einer Versicherung oder einer Finanzdienstleistung allein nicht hat. Niemand wacht an einem Samstag auf und denkt sich: Heute muss ich mir eine neue Versicherung zulegen. Aber viele wachen auf und denken sich: Heute gehe ich zu meinem Lieblingsverein", erklärt Bauer.
Diese emotionale Kraft sei auch für Sponsoren relevant. Entscheidend sei jedoch, Partnerschaften nicht auf reine Sichtbarkeit zu reduzieren. "Es geht nicht darum, dass irgendwo ein Logo an der Wand klebt oder auf der Bande steht. Man muss solche Partnerschaften gemeinsam zum Leben erwecken", sagt Bauer. Bei Rapid bedeute das auch, Formate zu entwickeln, die Unternehmen, Fans und Verein miteinander verbinden.
Sponsoring mit klarer Zielsetzung
Dem stimmt auch Roland Schmid, Gründer und CEO von IMMOunited, zu. Das Wiener Unternehmen ist auf Grundbuchdaten und Informationen zu Immobilientransaktionen spezialisiert und schafft damit eine Datenbasis für Entscheidungen am Immobilienmarkt. Abseits dieses Kerngeschäfts ist IMMOunited seit Jahren auch im Sport- und Fußballumfeld präsent – unter anderem durch Sponsoringaktivitäten bei Vereinen wie Rapid und der Vienna. Begonnen habe dieses Engagement laut Schmid aus Liebe zu Rapid: Vor 14 Jahren habe er mit kleinen Bandenwerbungen im Stadion gestartet – heute sei Sportsponsoring für IMMOunited ein gezielt eingesetztes Instrument, um Kund:innen in einem emotionalen Umfeld zu erreichen.
Gerade im persönlichen Austausch könne Fußball laut Schmid seine besondere Stärke ausspielen. "Wenn man spannende Leute einladen kann und sie dabei auch noch emotional abholt, dann öffnet der Fußball schneller eine Business-Tür", so der CEO. Gleichzeitig müsse man sich vor einem Sponsoring klar über die eigenen Ziele werden: "Will ich Sichtbarkeit, Image, Werbung, Reichweite oder will ich im Business Club Geschäfte lukrieren?" Wer Markenpräsenz suche, brauche demnach andere Maßnahmen als jemand, der über Logen oder VIP-Clubs Beziehungen vertiefen wolle.
Zwischen Leidenschaft und Verantwortung
Bei Rapid komme laut Bauer hinzu, dass der Verein mehrere Rollen gleichzeitig erfüllen müsse: Der Club sei zu 100 Prozent ein Mitgliederverein, habe knapp 26.000 Mitglieder und sei zugleich ein Wirtschaftsunternehmen mit mehr als 60 Millionen Euro Umsatz. Dadurch gelte es, sportliche Leidenschaft, wirtschaftliche Verantwortung und den Dialog mit den Fans miteinander zu verbinden. "Am Ende des Tages arbeiten wir alle zusammen für den sportlichen Erfolg", meint Bauer. Gerade deshalb sei es wichtig, auch nach Niederlagen stabil zu bleiben und gemeinsam weiterzuarbeiten.
Auch Schmid sieht darin eine Parallele zur Wirtschaft: "Im Sport geht es darum, erfolgreich zu sein und möglichst viel auf dieser Reise mitzunehmen. In der Wirtschaft ist es ganz genauso." Beide Bereiche lebten von Zielen, Teamarbeit und der Fähigkeit, mit Rückschlägen umzugehen. "Eine Niederlage tut weh, aber gleichzeitig muss man sich motivieren, weiterzumachen", sagt Schmid. "Je öfter man verliert, desto leichter fällt später das Gewinnen."
Was Daniela Bauer und Roland Schmid zum Thema "Fußball und Business – Spannungsfeld Emotion, Marke und Millionen" noch sagen, sehen Sie in unserem Video und hören Sie in unserem Podcast. Zwischen den Themenblöcken gibt es im Video wie gewohnt ein Business-Event, dieses Mal vom IMMOunited Stadiontalk.
Alle "Peter & Paul"-Folgen zum Nachschauen finden Sie hier.
Fotos vom Dreh sehen Sie in der Galerie.
www.skrapid.at
www.immounited.com
Kommentar veröffentlichen