Fotos vom Exporttag 2026
Österreichs Exportchampions wurden ausgezeichnet

Der Exporttag 2026 war von geopolitischen Spannungen, neuen Handelsbarrieren und technologischen Umbrüchen geprägt. Gleichzeitig zeigten die 22 Gewinner:innen des Exportpreises, wie viel Innovationskraft in heimischen Unternehmen steckt.

Geopolitische Entwicklungen gewinnen für exportorientierte Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund widmete sich der Exporttag 2026 der "Aussenwirtschaft Austria" der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) den Auswirkungen globaler Veränderungen auf die heimische Wirtschaft. Mehr als 2.500 Teilnehmer:innen nutzten die Veranstaltung in Wien, um sich über internationale Märkte, neue Geschäftsmöglichkeiten und aktuelle Entwicklungen zu informieren.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Unternehmen auf geopolitische Unsicherheiten, zunehmenden Protektionismus und veränderte globale Rahmenbedingungen reagieren können. Rund 120 nationale und internationale Expert:innen beleuchteten unter anderem Chancen in asiatischen Wachstumsmärkten, europäische Wertschöpfungsketten, Entwicklungen im US-Gesundheitsmarkt sowie die Auswirkungen der Digitalisierung.

Potenzial neuer Märkte nutzen

WKÖ-Präsidentin Martha Schultz betonte: "Die Welt verändert sich schneller denn je. Gerade deshalb brauchen Unternehmen strategische Orientierung, internationale Netzwerke und praxisnahe Unterstützung." Die Aussenwirtschaft Austria unterstütze heimische Betriebe dabei, globale Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und daraus Geschäftsmöglichkeiten abzuleiten.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer verwies in einer Videobotschaft auf die zunehmenden Herausforderungen für exportorientierte Volkswirtschaften. Geopolitische Spannungen, Zölle und unterbrochene Lieferketten würden Österreich besonders treffen. Gleichzeitig böten Märkte wie Indien, Südostasien oder die Mercosur-Staaten großes Potenzial. Der Warenexport nach Indien sei zuletzt um 13,6 Prozent gestiegen. Österreichische Unternehmen verfügten über das Know-how und die Innovationskraft, um auch unter veränderten Rahmenbedingungen erfolgreich zu sein, so Hattmannsdorfer.

Top-Speakerinnen und individuelle Beratung

Zu den Programmhöhepunkten zählte die Diskussion mit Florence Gaub, Leiterin der Forschungsabteilung des NATO Defense College. Sie analysierte Europas Rolle in einer zunehmend komplexen Weltordnung und erläuterte, welche geopolitischen Entwicklungen Unternehmen künftig besonders beachten sollten. Weitere Impulse lieferten Alexandra de Hoop Scheffer, Präsidentin des German Marshall Fund of the United States, sowie KI-Expertin Katja Forbes, die die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Märkte und Geschäftsmodelle beleuchtete.

Ein wesentlicher Bestandteil des Exporttags war erneut die individuelle Beratung. Mehr als 60 Wirtschaftsdelegierte aus aller Welt standen österreichischen Unternehmen für Fragen zu Markteintritten, Zollbestimmungen, Normen, Steuern und rechtlichen Rahmenbedingungen zur Verfügung. Insgesamt wurden mehr als 1.300 persönliche Beratungsgespräche erwartet.

Auszeichnung für Exportchampions

Am Abend wurden dann im Rahmen der Exporters' Nite die Exportpreise 2026 vergeben. Dabei wurden bereits zum 32. Mal erfolgreiche österreichische Unternehmen mit der begehrten Auszeichnung prämiert. Wie der Exporttag selbst fand auch die Verleihung vor dem Hintergrund eines wirtschaftlich anspruchsvollen Umfelds statt, das von geopolitischen Spannungen, zunehmendem Wettbewerbsdruck und neuen Handelsbarrieren geprägt ist.

Laut WKÖ exportierten im vergangenen Jahr rund 64.300 österreichische Unternehmen Waren und Dienstleistungen im Wert von etwa 281 Milliarden Euro. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zu Beschäftigung, Wertschöpfung und Wohlstand in Österreich.

Martha Schultz hob hervor, dass österreichische Unternehmen trotz schwieriger Rahmenbedingungen täglich ihre Leistungsfähigkeit und hohe Qualität auf internationalen Märkten unter Beweis stellten. Mit dem Exportpreis würden jene Betriebe vor den Vorhang geholt, die mit Mut und Engagement neue Märkte erschließen und internationale Chancen nutzen.

Für Wolfgang Hattmannsdorfer zeigt der Exportpreis, dass Österreich in allen Bundesländern über erfolgreiche Exportunternehmen verfügt. Diese würden mit Innovation, Qualität und unternehmerischem Mut Arbeitsplätze sichern und den Wirtschaftsstandort stärken.

Ausgezeichnet wurden insgesamt 22 Unternehmen in sechs Haupt- sowie zwei Sonderkategorien. Zusätzlich wurden drei Start-ups als "Born Global Champions" prämiert. Laut WKÖ erfolgte die Auswahl durch eine unabhängige Expertenjury auf Basis der Exporterfolge der vergangenen Jahre.

Alle Gewinner:innen und somit die Exportchampions 2026 sehen Sie in der Infobox.

Resümee

Abschließend bleibt festzuhalten, dass Exporttag und Exportpreis die Bedeutung internationaler Märkte für die österreichische Wirtschaft verdeutlichten. Während die Veranstaltung aktuelle geopolitische Herausforderungen und neue Marktchancen in den Fokus rückte, zeigten die ausgezeichneten Unternehmen, dass österreichische Betriebe trotz eines anspruchsvollen globalen Umfelds international erfolgreich agieren können. Innovation, Vernetzung und internationale Präsenz bleiben dabei zentrale Erfolgsfaktoren.

Fotos vom Exporttag 2026 sehen Sie in der Galerie.

www.wko.at

Die Gewinner:innen der Exportpreise 2026

Kategorie: Gewerbe und Handwerk

Gold: mechatronic systemtechnik GmbH (Kärnten)

Silber: Henn Industrial Group GmbH & Co KG (Vorarlberg)

Bronze: htw molds gmbh (Vorarlberg)

Kategorie: Handel

Gold: AOP Orphan Pharmaceuticals GmbH (Wien)

Silber: Cona Solar GmbH (Oberösterreich)

Bronze: Sherpa Connection Systems GmbH (Steiermark)

Kategorie: Industrie

Gold: KEBA Group AG (Oberösterreich)

Silber: Sandvik Mining and Constructions G.m.b.H. (Steiermark)

Bronze: Zauner Anlagentechnik GmbH (Oberösterreich)

Kategorie: Information und Consulting

Gold: LieberLieber Software GmbH (Wien)

Silber: Ing. Wolfgang Kanduth, Meisterdrucke (Kärnten)

Bronze: NWT OG (Salzburg)

Kategorie: Tourismus und Freizeitwirtschaft

Gold: Hotel Stefanie (Wien)

Silber: Benediktinerstift Melk (Niederösterreich)

Bronze: Mavie Med Privatkliniken GmbH (Wien)

Kategorie: Transport und Verkehr

Gold: UnitCargo Speditionsges.m.b.H. (Wien)

Silber: Trawöger Transport GmbH (Oberösterreich)

Bronze: Cargo-Center-Graz Betriebsgesellschaft m.b.H. & Co KG (Steiermark)

Kategorie: Global Player Award

Gold: Frequentis AG (Wien)

Kategorie: Born Global Champion

Gold: NovoArc GmbH

Silber: CyberACI

Bronze: Dishtracker GmbH

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Die Gewinner:innen der Exportpreise 2026

Kategorie: Gewerbe und Handwerk

Gold: mechatronic systemtechnik GmbH (Kärnten)

Silber: Henn Industrial Group GmbH & Co KG (Vorarlberg)

Bronze: htw molds gmbh (Vorarlberg)

Kategorie: Handel

Gold: AOP Orphan Pharmaceuticals GmbH (Wien)

Silber: Cona Solar GmbH (Oberösterreich)

Bronze: Sherpa Connection Systems GmbH (Steiermark)

Kategorie: Industrie

Gold: KEBA Group AG (Oberösterreich)

Silber: Sandvik Mining and Constructions G.m.b.H. (Steiermark)

Bronze: Zauner Anlagentechnik GmbH (Oberösterreich)

Kategorie: Information und Consulting

Gold: LieberLieber Software GmbH (Wien)

Silber: Ing. Wolfgang Kanduth, Meisterdrucke (Kärnten)

Bronze: NWT OG (Salzburg)

Kategorie: Tourismus und Freizeitwirtschaft

Gold: Hotel Stefanie (Wien)

Silber: Benediktinerstift Melk (Niederösterreich)

Bronze: Mavie Med Privatkliniken GmbH (Wien)

Kategorie: Transport und Verkehr

Gold: UnitCargo Speditionsges.m.b.H. (Wien)

Silber: Trawöger Transport GmbH (Oberösterreich)

Bronze: Cargo-Center-Graz Betriebsgesellschaft m.b.H. & Co KG (Steiermark)

Kategorie: Global Player Award

Gold: Frequentis AG (Wien)

Kategorie: Born Global Champion

Gold: NovoArc GmbH

Silber: CyberACI

Bronze: Dishtracker GmbH

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