Ende einer Ära
Vapiano verabschiedet sich von prominentem Standort in Wien

| Janet Teplik 
| 15.04.2026

Nach 13 Jahren verabschiedet sich die Restaurantkette aus der Walfischgasse 11. Mitte April schließt der Standort im ehemaligen "Moulin Rouge", um Platz für eine strategische Neuausrichtung und moderne, neue Gastronomie-Formate zu machen.

Es ist ein Paukenschlag für die Wiener Gastronomieszene: Wie bekannt wurde, zieht sich die Restaurantkette Vapiano nach über einem Jahrzehnt von ihrem prominentesten Standort im Herzen der Wiener Innenstadt zurück. 

Das Lokal befindet sich in der Walfischgasse 11, in den Räumlichkeiten des ehemaligen Nachtclubs "Moulin Rouge". Wo also einst Wiener Nachtgestalten und internationale Stars feierten, klapperten seit Dezember 2012 die Pfannen. Doch damit ist nun Schluss. 

Einstellung des Betriebs Mitte April

Als Grund für die Schließung nennt Vapiano, das 2020 von der DoN-Gruppe übernommen wurde (LEADERSNET berichtete), eine strategische Anpassung. Diese soll ein modernes, leistungsfähiges und zukunftsorientiertes Standortnetz sichern und gezielt weiterentwickeln. Die Schließung der Filiale in der Walfischgasse verstehe sich als Teil dieser Neuausrichtung, die Vapiano in Österreich betreibt. Während das Unternehmen vor Jahren noch auf rasanten Flächenzuwachs setzte, lautet das neue Credo nun: Qualität vor Quantität.

Update für Flagship

Im vergangenen Jahr investierte Vapiano 1,5 Millionen Euro, um das Innenstadt-Flagship in der Herrengasse zu modernisieren. Ein neues Barkonzept ergänzt seitdem den Betrieb um italienisches Frühstück, Signature-Drinks und längere Öffnungszeiten. Philipp Zinggl, Geschäftsführer von Vapiano Österreich, begründet die Investition mit dem Ziel, die Attraktivität der Innenstadt durch vielseitige Gastronomiekonzepte zu fördern, die über das klassische Speisenangebot hinausgehen (LEADERSNET berichtete). 

Digitaler, schlanker, flexibler

Die strategische Anpassung, die Vapiano nun ins Auge gefasst hat, umfasst unter anderem ein überarbeitetes Design und digitale Bestellsysteme über Kiosk-Terminals und Apps, um auf die veränderten Konsumgewohnheiten zu reagieren, heißt es. Parallel dazu testet die Restaurantkette neue Betriebsmodelle. In Graz beispielsweise startet "Vapiano piccolo". Dabei handelt es sich um ein kompaktes Konzept, das auch Shop-in-Shop-Lösungen vorsieht. Zusätzlich soll die Neuausrichtung durch die Einführung eines Treueprogramms und saisonaler Angebote begleitet werden. 

Um auf Herausforderungen wie den Kostendruck und neue Gästetrends zu reagieren, setzt die Kette also auf schlanke, standardisierte Prozesse. So soll der Betrieb wirtschaftlicher werden, während das gewohnte Markenerlebnis für die Gäste erhalten bleibe.

www.vapiano.at

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