Fotos des Tourismusforums 2026
Wienerwald stellte im Schlosspark Mauerbach die Weichen für die Zukunft

| Janet Teplik 
| 02.06.2026

Das Tourismusforum Wienerwald 2026 versammelte die wichtigsten Partner der Branche zu einem hochkarätigen Austausch. Neben einem Bühnenprogramm nutzten die Teilnehmer:innen das Event vor allem für strategisches Networking und den interaktiven Erfahrungsaustausch.

Die strategische Weiterentwicklung der Tourismusregion stand im Mittelpunkt des kürzlich stattgefundenen Tourismusforums Wienerwald 2026, das heuer im Schlosspark Mauerbach über die Bühne ging. Die vom Wienerwald Tourismus organisierte B2B-Fachveranstaltung brachte regionale Touristiker:innen, Hotelbetreiber:innen sowie Dienstleister:innen und Politiker:innen zu einem direkten Informationsaustausch zusammen. Neben der Vorstellung neuer Destinationskonzepte nutzten die geladenen Branchenvertreter:innen das Forum, um aktuelle Markttrends zu analysieren und regionale Kooperationen zu vertiefen.

"Kein Disneyland"

Welchen Beitrag der Tourismus für die Region leistet, unterstrich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: "Der Tourismus ist ein wesentlicher Teil der Wirtschaft. Er sorgt für Arbeitsplätze und Wertschöpfung und ist ein Motor für die Entwicklung lebens- und liebenswerter Regionen. Jeder Gast, der zu uns kommt, stärkt die regionalen Betriebe der Gastronomie, Hotellerie, Kultur und vielen mehr." 

Die Landeshauptfrau betonte in diesem Zusammenhang, dass man in Niederösterreich auf leistbare und familienfreundliche Qualität statt auf Touristenmassen setze, da man kein "Disneyland" wolle und hob in ihrer Rede insbesondere die "Selected Stays" als "edle Gastlichkeit zum Quadrat" sowie die "sensationelle Niederösterreich-Card" hervor. Die Destination Wienerwald bezeichnete die Politikerin hierbei als Vorzeigebeispiel. Die Region habe sich mittlerweile zur zweitstärksten Tourismusregion in Niederösterreich nach der Donau mit der Wachau entwickelt.

Breite Vernetzung als Schlüssel für die Zukunft

"In Zukunft gilt es, alle Themenfelder stärker miteinander zu vernetzen – die Kulinarik mit der Landwirtschaft, den Tourismus mit der Kultur", forderte Mikl-Leitner mit Blick auf die kommenden Jahre. Als touristische Top-Angebote im Kulturbereich des Wienerwaldes nannte sie unter anderem das "einzigartige Art-brut-Center in Maria Gugging" sowie die "wunderbare Fotoausstellung 'La Gacilly' in Baden".

Darüber hinaus zeigte sie sich überzeugt, dass Niederösterreich zwischen Tradition und Innovation "so viel zu bieten" habe, es aber auf dem Weg, eine der "schönsten und modernsten Tourismusregionen zu werden", noch Potenzial nach oben hätte. "Deshalb arbeiten derzeit mehr als 130 Expert:innen an unserer neuen Tourismusstrategie", so Mikl-Leitner.

Neue Impulse

Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung, präsentierte zudem Details zu den konkreten Neuerungen im Landesmarketing. Er verwies auf den umfassenden Relaunch des digitalen Auftritts, der nun 86 Websites im Tourismusnetzwerk Niederösterreich umfasst. Für präzise Zielanfragen setze man verstärkt auf optimierte KI-Parameter sowie auf moderne Bildwelten in Instagram-Ästhetik. Neben einer zielgruppengerechten Künstlichen Intelligenz und den "Selected Stays" hob Duscher weitere Marketing-Tools hervor: "Mit unserem neuen Podcast 'Urlaubsgeschichten zum Bleiben', dem Magazin 'Sechs Viertel' sowie frischen Werbesujets und einer gezielten Aktivierungskampagne setzen wir neue Akzente in der Gästeansprache." 

Die spezifischen Potenziale vor Ort beleuchtete anschließend Marcus Linford, Geschäftsführer der Destination Wienerwald. Er verwies auf das flächendeckende Mountainbikewege-Netz von über 1.300 Kilometer, die bestehende Rad-Infrastruktur und das dichte Wanderwegenetz. Für diese Infrastruktur gelte es nun, Angebote zu entwickeln, die zu zusätzlichen Nächtigungen führen. Neben den neuen Kampagnen "Inspirationsquelle Wienerwald" und "Erlebnis Wienerwald" kündigte Linford eine Reihe weiterer Projekte an - darunter ein Oldtimer-Genussbus, Food-Design-Workshops in Kooperation mit New Design University St. Pölten sowie das B2B-Format "Topf sucht Deckel", bei dem es sich um eine Art Speed-Dating handelt, das regionale Unternehmen die Suche nach neuen Geschäftspartnern und Kooperationen erleichtern soll. 

LEADERSNET begleitete das Tourismusforum Wienerwald 2026. Einen Eindruck können Sie mittels Galerie gewinnen. 

www.wienerwald.info

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV