Wien zählt zu den begehrtesten Kulturmetropolen weltweit und untermauert diesen Status mit einem historischen Tourismusboom, der der Stadt 2025 erstmals mehr als 20 Millionen Nächtigungen in einem einzigen Jahr bescherte (LEADERSNET berichtete). Die Hotellerie gilt dabei seit jeher als Rückgrat dieser Visitor Economy und steht auch aufgrund dessen unter Innovationsdruck. Im harten globalen Wettbewerb der Stadtdestinationen schläft die Konkurrenz nämlich nicht, weshalb die Wiener Hotellerie sich immer wieder neu erfinden muss. Die Antwort der Branche ist eine Welle an Neueröffnungen.
Ein Ort mit Seele nahe dem Westbahnhof: The Companion
Ein historisches Gründerzeithaus in unmittelbarer Nähe zum Wiener Westbahnhof wurde zu einem Hotel umgebaut. Unter dem Namen The
Companion Vienna wurde der Betrieb kürzlich eröffnet (
LEADERSNET berichtete). Hinter dem Projekt stehen die vier Gründer
Kai Hollmann,
Florian Kollenz,
Christian Lainer und
Michael Todt, die in Wien bereits die "Superbude Wien" und das Restaurant "Neni am Prater" umgesetzt haben.
Das Konzept weicht von traditionellen Hotelstrukturen ab und setzt auf eine alltagstaugliche Nutzung der Räumlichkeiten. Bei der Renovierung des Wiener Altbaus blieb die bestehende Substanz weitgehend erhalten. Gebrauchsspuren wurden bewusst nicht überdeckt. Die Inneneinrichtung kombiniert Elemente des Art-Déco mit zeitgenössischem Design und nutzt Materialien wie Holz, Metall und Marmor. Eine durchlaufende Wandleiste dient als verbindendes Gestaltungselement in allen Bereichen. Das Hotel verfügt über 138 Zimmer, deren Grundrisse an die historische Architektur angepasst sind. Die Zimmerkategorien reichen von kompakten Einzelzimmern bis zu einer zweistöckigen Suite mit Ausrichtung zur Mariahilfer Straße.
Zudem versteht sich das Hotel als städtischer Ruhepunkt im belebten Umfeld des Bahnhofsviertels. Die öffentlich zugänglichen Bereiche umfassen das hauseigene Restaurant Boca, das mediterrane Küche serviert, sowie die Bar Calypso für den Abendbetrieb.
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Wiener Historie mit neuem Glanz: Das Hotel Palais Chotek
Das neu eröffnete EST Hotel Palais Chotek (LEADERSNET berichtete) an der Währinger Straße 28 im neunten Wiener Gemeindebezirk verbindet historische Architektur mit einem modernen Hotelbetrieb. Das im 19. Jahrhundert im Stil der Neorenaissance errichtete Gebäude diente ursprünglich als Wohnsitz der Adelsfamilie Chotek. Deren bekanntestes Mitglied, Sophie Chotek von Chotkova (Herzogin von Hohenberg und Ehefrau von Erzherzog Franz Ferdinand), inspirierte den Namen der integrierten Tagesbar "Sophie", die als zentraler Treffpunkt des Hauses fungiert.
Bei der Modernisierung des denkmalgeschützten Gebäudes wurden die historische Belle Étage mit ihren Stuckdetails sowie das zentrale Treppenhaus originalgetreu restauriert. Das Hotel umfasst 164 Zimmer und Suiten, die mit klassischen Parkettböden und maßgefertigten Möbeln ausgestattet sind. Ein Großteil der Wohneinheiten ist zum begrünten Innenhof ausgerichtet, um den städtischen Umgebungslärm zu minimieren.
Für Konferenzen, Tagungen und Meetings stehen im Hotel Palais Chotek verschiedene Veranstaltungsräume zur Verfügung: Raum Klimt, Boardrooms und Meetingräume.
Brücke von Biedermeier bis urbaner Gegenwart: Das Miiro Spittelberg
In der Kirchberggasse im siebten Wiener Gemeindebezirk wurde mit dem Miiro Spittelberg der zweite Standort der Londoner Hotelgruppe in Wien eröffnet (
LEADERSNET berichtete). Das Hotelkonzept orientiert sich an der lokalen Struktur des historischen Grätzels, das durch Biedermeier-Architektur geprägt ist. Die Gestaltung der Innenräume integriert eine Vielzahl künstlerischer Arbeiten. Im gesamten Gebäude sind Werke österreichischer Künstler wie Christian Ludwig Attersee, Kurt Moldovan, Josef Mikl, Hubert Pfaffenbichler, Heimo Zobernig, Cornelius Kolig und Helen Mae LaCroix dauerhaft ausgestellt.
Ein spezifischer zeitgenössischer Akzent findet sich im Eingangsbereich, der Rezeption und der Bar, wo eine abstrakte Deckenmalerei des lokalen Künstlers Florian Metzner umgesetzt. Das Hotel verfügt über 132 Zimmer und Suiten, die je nach Buchungskategorie mit eigenen Terrassen oder Stadtblick ausgestattet sind. Für die Hotelgäste steht zudem ein ganztägig geöffnetes 24-Stunden-Gym zur Verfügung. Im Erdgeschoß befindet sich das Restaurant und die Bar Poco, dessen kulinarische Ausrichtung Pizza, Gerichte zum Teilen sowie Aperitifs und Cocktails umfasst. Dieser öffentliche Bereich wird zusätzlich durch Vinyl-Abende und ein DJ-Pult musikalisch bespielt. Ab September 2026 wird die Infrastruktur des Hauses zudem um zwei separate Konferenz- und Meetingräume für kleinere Gruppen von bis zu 14 beziehungsweise 18 Personen erweitert.
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Altes Gebäude, neues Kapitel: Wilde Aparthotels Vienna Fleischmarkt
Im ersten Wiener Gemeindebezirk, im Bereich zwischen Fleischmarkt, Schwedenplatz und Stephansdom, wurde das Wilde Aparthotels Vienna Fleischmarkt in Betrieb genommen. Die Unterkunft befindet sich in einem über 300 Jahre alten, ehemaligen Postgebäude, das im Zuge der Revitalisierung der historischen Posthöfe umgestaltet wurde.
Das Beherbergungskonzept kombiniert Hotel- und Apartmentstrukturen für Kurz- sowie Langzeitaufenthalte. Die Wohneinheiten sind als Studios und Apartments konzipiert, die jeweils über eine eigene Kitchenette zur Selbstversorgung verfügen. Bei der Sanierung des historischen Bestands wurden charakteristische Bauelemente wie die ursprünglichen Kreuzgewölbe, massiven Mauern und großen Fensterfronten erhalten. Das zeitgenössische Interieur wurde gestalterisch so umgesetzt, dass es einen modernen Kontrast zur historischen Bausubstanz bildet, ohne diese zu imitieren.
Das Erdgeschoß des Hauses umfasst die Lobby, eine Bar sowie multifunktionale Aufenthaltsbereiche, die sowohl Hotelgästen als auch externen Besucher:innen offenstehen. Durch diese architektonische Öffnung nach außen soll sich der Betrieb in das lokale Stadtviertel integrieren und über die reine Übernachtungsfunktion hinaus als öffentlicher Begegnungsort im Stadtzentrum dienen.
Ruhige Lage abseits des Trubels: Hideauts Hotels Villa R
Die österreichische Hotelgruppe Urbanauts hat in der Hasenauerstraße 12 im 19. Wiener Gemeindebezirk das hideauts hotels Villa R in Betrieb genommen. Die Unterkunft befindet sich in einer renovierten Art-Déco-Villa und liegt in einer ruhigen Wohngegend des historischen Cottageviertels. Der Beherbergungsbetrieb verfügt auf vier Etagen über insgesamt 19 Zimmer, die sich in drei verschiedene Kategorien aufteilen. Das Angebot umfasst kompakte Wohneinheiten (Comfy), größere Räume mit einer Fläche von rund 35 Quadratmetern (Spacy) sowie Einheiten mit Balkon und Blick auf die Gartenanlage (Chic Garden View).
Die Verpflegung beschränkt sich auf ein morgendliches Frühstücksangebot mit biologischen Produkten. Die Infrastruktur des Hotels ist auf ein verringertes Aktivitätstempo ausgelegt. Den Hotelgästen stehen im Gebäude eine Abend-Lounge, eine Gemeinschaftsküche, ein Yogaraum sowie eine Terrasse zur Verfügung. Als zusätzliche Serviceleistung bietet das hideauts hotels Villa R den Gästen die Möglichkeit, ein fahrzeugeigenes Kraftfahrzeug des Modells Mini Cooper für ein Zeitfenster von bis zu vier Stunden kostenfrei zu entleihen.
Ab Sommer 2026: Palais Coburg
Das Palais Coburg an der Coburgbastei im ersten Wiener Gemeindebezirk wurde nach einer vorübergehenden Schließung seit Anfang 2025 strukturell neu ausgerichtet. Im Zuge dieser Modernisierung wechselt das historische Gebäude vom klassischen Hotelbetrieb zu einem Konzept als privates Gästehaus (Private Guesthouse), das ab Sommer 2026 wieder für den regulären Betrieb öffnet.
Das Haus verfügt nach dem Umbau über 36 neu gestaltete Suiten, die modernen Komfort mit der historischen Bausubstanz verbinden. Im Zuge der Arbeiten wurde auch die Belle Étage mit ihren Prunkräumen restauriert, die künftig zusammen mit einem neuen Restaurantkonzept das funktionale Zentrum des Hauses bildet. Die historischen Kellergewölbe mit dem international bekannten Weinarchiv sowie die architektonischen Kasematten bleiben weiterhin als Veranstaltungsflächen für exklusive Events bestehen. Für Tagungen, Seminare, Konferenzen und Firmenfeiern stehen modernisierte, tageslichtdurchflutete Veranstaltungsräume inklusive technischer Ausstattung bereit, die Platz für Gruppen von zehn bis 150 Personen bieten.
Obwohl die Zimmer und Hauptbereiche des Palais bis zur Wiedereröffnung im Sommer 2026 für Gäste geschlossen bleiben, ist der gastronomische Betrieb im Haus nicht vollständig unterbrochen. Das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Gourmetrestaurant Silvio Nickol sowie das Restaurant Clementine im Glashaus sind von den Umbaumaßnahmen ausgenommen und führen ihren Betrieb durchgehend fort.
www.b2b.wien.info
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