Fotos von der Veranstaltung
Club Tirol erhielt Einblick in die Innovationsarbeit der ÖBB

Die ÖBB Open Innovation Factory in Wien zeigte, wie neue Mobilitätslösungen entwickelt, getestet und in den Betrieb überführt werden und welche Bedeutung Innovation für Infrastruktur, Wirtschaft und den Standort Österreich hat.

Nachdem der Club Tirol seinen Mitgliedern bereits vielfältige Einblicke ermöglicht hatte – vom Besuch im House of Silhouette mit Fokus auf Unternehmen und Brillendesign (LEADERSNET berichtete), über ein Business-Netzwerk-Treffen mit Einblicken in die Tiermedizin (LEADERSNET berichtete), eine Adventexkursion in die "Heiligen Hallen" des Palais Esterhazy (LEADERSNET berichtete) sowie den traditionellen Neujahrsempfang (LEADERSNET berichtete) bis hin zu einem Besuch im Exzellenzcluster für erneuerbare Energieträger an der TU Wien (LEADERSNET berichtete) und einer Veranstaltung rund um das Thema Humor mit dem Psychiater und Psychotherapeuten Johannes Kinzl (LEADERSNET berichtete), stand nun ein weiterer Programmpunkt im Zeichen von Innovation und Zukunftsthemen.

Treiber neuer Mobilitätslösungen

Wie neue Mobilitätslösungen entstehen und welche Rolle sie für den Wirtschaftsstandort Österreich spielen, stand im Mittelpunkt eines Besuchs des Club Tirol in der ÖBB Open Innovation Factory in Wien. Neben der Präsentation aktueller Projekte bot sich den Teilnehmenden auch die Gelegenheit zum Austausch mit ÖBB-CEO Andreas Matthä sowie Fachleuten aus dem Innovationsbereich am Wiener Praterstern.

Auf rund 1.000 Quadratmetern arbeitet ein etwa 20-köpfiges Team an Konzepten für den Personen- und Güterverkehr sowie an ergänzenden Mobilitätsangeboten. Ziel sei es, bestehende Systeme weiterzuentwickeln und neue Lösungen unter realen Bedingungen zu erproben.

Bedeutung der ÖBB für Wirtschaft und Infrastruktur

Club Tirol-Präsident Julian Hadschieff betonte in seiner Begrüßung: "In den aktuell herausfordernden Bereichen Mobilität, Logistik und Energie spielt die ÖBB eine entscheidende Rolle und ist seit langem ein Vorreiter". Zudem verwies er auf die Bedeutung zentraler Infrastrukturprojekte wie des Brenner-Basis-Tunnels für die Nord-Süd-Verbindungen innerhalb Europas.

Vor dem Hintergrund geopolitischer Entwicklungen komme der Bahn und ihrer Innovationskraft eine wachsende Bedeutung zu. Die Open Innovation Factory sei dabei laut Andreas Matthä ein "sprühendes Zentrum positiver Energie". Dort würden Ideen entwickelt, "die später in den operativen Betrieb übergehen können".

Internationale Präsenz und Leistungsfähigkeit

Die Leistungsfähigkeit der ÖBB verdeutlichte Matthä anhand zentraler Kennzahlen. Das Unternehmen ist in den Bereichen Personenverkehr, Güterverkehr und Infrastruktur tätig und betreibt eigene Lokomotiven in 14 Ländern. Zusätzlich ist es in weiteren vier Ländern im Gütertransport aktiv. Im Jahr 2024 transportieren die ÖBB rund 511 Millionen Fahrgäste im In- und Ausland.

Im europäischen Güterverkehr zählen die ÖBB zu den zweitgrößten Anbietern nach der Deutschen Bahn. Mehr als 70 Eisenbahnverkehrsunternehmen nutzen zudem das Netz der ÖBB-Infrastruktur AG, das zu den am stärksten frequentierten in Europa gehört. Gleichzeitig gelte das Unternehmen als eines der pünktlichsten Bahnunternehmen der EU. Mit über 45.000 Beschäftigten spielen die ÖBB auch als Arbeitgeber eine zentrale Rolle.

Innovationsarbeit als gemeinsamer Prozess

Das Open-Innovation-Team wurde vor rund zehn Jahren gegründet, um die Rolle der ÖBB als durchgängiger Dienstleister weiterzuentwickeln. Peter Schindlecker, Head of Innovation, erklärte: "Wir kennen das System Bahn, wissen wo wir uns verändern müssen, durchdenken Visionen, testen potenzielle Ideen und helfen, die ersten Schritte zu deren Umsetzung zu machen". Er habe zudem betont, dass Innovation nicht isoliert entstehe, sondern gemeinsam mit den Fachbereichen umgesetzt werde. "Damit aus vielen Ideen bessere Produkte werden, braucht es richtig gute Teams", so Schindlecker.

In den vergangenen Jahren wurden rund 100 Projekte begleitet. Dazu zählt etwa das Postbus-Shuttle, das mittlerweile in über 25 Gemeinden eingesetzt wird und die sogenannte "letzte Meile für Bahnkund:innen abdeckt.

Rolle von Künstlicher Intelligenz

Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz wurde thematisiert. Klara Brandstätter aus dem Innovationsteam erklärte, man habe bereits "ein paar Gipfel bestiegen", müsse jedoch auch "Täler durchqueren". Es gehe darum, die Mitarbeitenden einzubinden und den konkreten Nutzen neuer Technologien in der Praxis aufzuzeigen.

Innovation als Grundlage für zukünftige Entwicklungen

Im Rahmen des Besuchs wurde deutlich, dass sich die ÖBB als Dienstleister für Fahrgäste, Wirtschaft und den Standort Österreich verstehen. Die Open Innovation Factory fungiert dabei als Ausgangspunkt für neue Entwicklungen und bietet flexible räumliche Voraussetzungen für kreative Prozesse.

Beim anschließenden Rundgang unter der Leitung von Sabine Prettenhofer sowie im persönlichen Austausch mit CEO Matthä und dem Innovationsteam konnten sich die Mitglieder des Club Tirol ein umfassendes Bild von der Innovationsarbeit machen.

Zahlreiche Gäste

Bei der Veranstaltung waren u.a. Club Tirol-Vizepräsidentin Renate Danler (Renate Danler Consulting), die Club Tirol-Vorstandsmitglieder Sigrid Neureiter (Dr. Neureiter-PR), Luis Bucher (Siemens), Roman Benedetto (Management Factory), Sabina Berloffa ( BSC Strategy Consulting), Isabella Burtscher (IB-Moderation), Christoph Falkner (Swap Architekten), Georg Gasteiger (Mesnerhof-C), Isaak Geisler (Funk International Austria), Hannes Hirber (Nagler & Company), Rudolf Hopfgartner (Contax), Philipp Istenich (Ithuba Capital), Kamran Kiafar (alp.sens GmbH), Marcus Kottinger (VIG), Gerald Mair (Obmann Tirolerbund), Thomas Lanner (Risk Consult), Judith McKimm (Interkulturelle Unternehmensberatung), Andreas Mitterer (Innsbrucker Kommunalbetriebe AG), Herbert Strobl (Executive Coaching Plus), Michael Staudinger (World Bank) und Martin Wachter (pro salute personal & karriere).

Einen Eindruck von der Veranstaltung können Sie sich hier machen. 

www.clubtirol.net

www.oebb.at

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV