Peugeot trumpfte dieser Tage mit einem echten Highlight für Autofans auf. Konkret brachte die Stellantis-Marke das Polygon Concept nach Österreich. In der METAStadt in Wien erhielten Medienvertreter:innen im Rahmen exklusiver Probefahrten Einblicke in das futuristische Konzeptfahrzeug, das als konkreter Ausblick auf künftige Technologien, Designansätze und Fahrerlebnisse von Peugeot dienen soll.
Mit einer Länge von unter vier Metern präsentiert sich das Polygon Concept als kompaktes, fahrfähiges Versuchsfeld. Es gehe dabei nicht bloß um ein Designexponat, sondern um die Erprobung von Innovationen, die ab 2027 in Serienfahrzeuge einfließen könnten, hieß es im Rahmen des exklusiven Events. Im Fokus stehen unter anderem eine neu gedachte Lenkarchitektur, Steer-by-Wire-Technologie sowie eine weiterentwickelte Generation des bei der französischen Marke seit Jahren etablierten "i-Cockpits" mit kleinem Lenkrad und darüber angeordneten Instrumenten.
Strategisches Signal
Bernd Pfaller, Managing Director Peugeot Austria, ordnet das Fahrzeug gegenüber LEADERSNET.tv als strategisches Signal ein: "Das Auto ist ein Statement, wie Peugeot sich weiterentwickeln wird." Einerseits betreffe dies das Design, in dem sich künftige Formensprache bereits abzeichne, andererseits die Weiterentwicklung des Cockpits. Man stelle bewusst bestehende Normen infrage – etwa, ob ein Display zwingend erforderlich sei oder ein Lenkrad zwingend rund sein müsse. Sämtliche Informationen werden über ein Micro-LED-Panel auf die Frontscheibe projiziert. Die sichtbare Projektionsfläche entspricht laut Peugeot in ihrer Dimension einem 31-Zoll-Bildschirm. Mit dem Polygon Concept werde somit ein Ausblick gegeben, "was wir in Zukunft vielleicht anders machen werden", so Pfaller.
Lenkung ohne mechanische Verbindung
Ein zentrales Element ist die sogenannte Hypersquare-Lenkung, bei der das klassische Lenkrad durch eine rechteckige Steuereinheit ersetzt wird. Diese ist mit einer Steer-by-Wire-Technologie kombiniert, bei der die Lenkbewegung rein elektronisch übertragen wird. Michele Wagner, Marketing Director Peugeot Austria, erklärt: "Das ist das erste Lenkrad, bei dem es keine mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern gibt, sondern eine elektronische." Dies ermögliche ein besonders agiles und präzises Fahrverhalten. Die Technologie passe sich dynamisch an die Geschwindigkeit an – bei niedrigen Tempi sei die Steuerung besonders feinfühlig, während bei höherem Tempo bereits kleine Bewegungen ausreichen würden, so Wagner zu LEADERSNET.tv. Wo bei herkömmlichen Lenksystemen mehrere Umdrehungen nötig seien, genüge hier jeweils eine halbe Drehung pro Richtung mit insgesamt rund 170 Grad.
Zugleich bestätigt Wagner, dass einzelne Elemente des Konzepts in die Serie übergehen sollen. So werde die neue Lenkarchitektur im Herbst 2027 erstmals in ein Serienmodell integriert.
Aufs Wesentliche reduzierte Interieur
Auch externe Beobachter:innen sehen im Polygon Concept eine klare Richtungsvorgabe. Stefan Schmudermaier, Journalist und Autoprofi, spricht von einem "sehr spannenden Konzeptfahrzeug", das zeige, "wo die Reise hingeht – sowohl optisch wie auch technisch". Insbesondere das neu gedachte Lenkrad im rechteckigen Format markiere einen deutlichen Bruch mit bisherigen Konventionen, so Schmudermaier zu LEADERSNET.tv.
Das Interieur folgt insgesamt einem reduzierten und zugleich futuristischen Ansatz. Bedienelemente sind direkt an den vier Ecken der Lenkstruktur positioniert, wodurch zentrale Funktionen erreichbar bleiben, ohne die Hände vom Steuer zu nehmen. Ergänzt wird dies durch eine projizierte Anzeige: Informationen werden über ein Micro-LED-System auf die Windschutzscheibe übertragen und dort im direkten Sichtfeld dargestellt.
Nachhaltigkeit als roter Faden
Neben dem Fahrerlebnis adressiert das Konzept auch Fragen der Nachhaltigkeit und Konstruktion. So kommen verstärkt recycelte Materialien zum Einsatz, während gleichzeitig die Anzahl der Bauteile reduziert wird. Ziel sei es, Gewicht, Komplexität und Ressourcenverbrauch zu senken.
Ein weiterer Aspekt ist die Modularität: Komponenten können vergleichsweise einfach ausgetauscht oder angepasst werden, was sowohl Individualisierung als auch eine längere Nutzungsdauer ermöglichen soll.
Subjektive Highlights und eigene virtuelle Welt
Auch gestalterische Details finden Anklang. Oliver Raisinger, Geschäftsführer Kroschke Austria, hebt insbesondere das Lichtdesign sowie die Proportionen hervor, die die Sportlichkeit des Fahrzeugs unterstreichen würden. Andreas Kral, Manager und Content Creator, zeigt sich ebenfalls beeindruckt und hält fest: "Ich habe schon viele futuristische Fahrzeuge gesehen, aber so futuristisch wie dieses – wow."
Bereits vor der physischen Präsentation wurde das Fahrzeug in einer digitalen Umgebung vorgestellt: In "Polygon City", einer virtuellen Welt innerhalb des Spiels Fortnite, war das Konzept erstmals öffentlich zugänglich.
Fazit
Mit dem Auftritt in Wien wurde das Polygon Concept nun erstmals in Österreich im realen Fahrbetrieb für ein Fachpublikum erlebbar. Die Präsentation bot damit einen Rahmen, in dem sich technologische Vision und praktische Erprobung verbinden – und einen Ausblick auf mögliche Entwicklungen der Marke ab dem Jahr 2027.
Video-Interviews
Was Bernd Pfaller, Michele Wagner, Stefan Schmudermaier, Oliver Raisinger und Andreas Kral bei dem exklusiven Event noch zu der futuristischen Studie gesagt haben, sehen Sie im LEADERSNET.tv-Video.
Fotos vom Wien-Besuch des Konzeptautos sehen Sie in der Galerie.
www.peugeot.at
Kommentar veröffentlichen