Fotos der "Bike Check Day" Pressekonferenz
Kostenlose Fahrradchecks sollen Wiens Radverkehr sicherer machen

| Larissa Bilovits 
| 19.05.2026

Pünktlich zum Start in die Fahrradsaison findet am 20. Mai der erste "Bike Check Day" statt. In mehr als 100 teilnehmenden Fachwerkstätten können Wiener Radler:innen ihre Fahrräder dabei kostenlos auf Sicherheit und Funktionstüchtigkeit überprüfen lassen.

Immer mehr Wiener:innen setzen im Alltag auf das Fahrrad. Rund 1,2 Millionen Räder gibt es laut Landesinnung Wien der Mechatronik bereits in der Bundeshauptstadt, und zehn Prozent aller Wege werden auf zwei Räder zurückgelegt (LEADERSNET berichtete). Mit der steigenden Nutzung wächst jedoch auch die Bedeutung regelmäßiger Wartung. Genau hier setzt der weltweit erste Bike Check Day an, der am Mittwoch, 20. Mai 2026, in Wien seine Premiere feiert. In mehr als 100 teilnehmenden Fahrradwerkstätten können Radler:innen dabei ihr Stadt-, Renn- oder E-Bike kostenlos einem professionellen Kurz-Check unterziehen lassen – und zwar ohne Anmeldung.

Die Details wurden am Dienstag bei einer Pressekonferenz unter Anwesenheit von Peter Merten (Wiener Landesinnungsmeister Mechatronik), Ulrike Haslauer (Wiener Innungsmeister-Stellvertreterin Mechatronik), Martin Klima-Sonvilla (Fahrradbeauftragter Wiener Landesinnung Mechatronik) und Gregor Raidl (Verkehrsbeauftragter Wien-Innere Stadt) verkündet. Als Special Guest war zudem Ultracycling-Weltmeister und "Race Across America"-Gewinner Philipp Kaider vor Ort.

Kostenlose Checks in ganz Wien

Ziel des Aktionstages sei es demnach, mögliche Mängel frühzeitig zu erkennen und damit die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Die Aktion findet pünktlich zum Start in die Fahrradsaison statt und soll zugleich auf die wachsende Rolle der Fachbetriebe aufmerksam machen. "Radfahren hat sich längst zum Wirtschaftsfaktor entwickelt – vom Verkaufsboom bis hin zu Service und Wartung. Nachdem die Fahrradtechnik immer komplexer wird, steigt auch der Bedarf an qualifizierten Fachbetrieben – beim Bike Check Day möchten wir durch kostenlose Profichecks darauf hinweisen", erklärt Peter Merten, Wiener Landesinnungsmeister der Mechatronik.

"Der Bike Check Day ist eine großartige Initiative, um die Sicherheit im Radverkehr hervorzuheben. Gerade in einem viel frequentierten Bezirk wie der Inneren Stadt, in der immer mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen, ist das ein wichtiges Thema", so auch Bezirksrat Gregor Raidl, Verkehrsbeauftragter Wien-Innere Stadt.

Neben solchen Sicherheitsinitiativen brauche es laut Ulrike Haslauer, Wiener Innungsmeister-Stellvertreterin der Mechatronik, aber auch passende Rahmenbedingungen für den Radverkehr: "Für die Attraktivität des Fahrradfahrens müssen auch die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden – mit der Förderung von E-Transporträdern, Dienstfahrrädern und Falträdern ist dies bereits gelungen und sollte weitergeführt werden."

E-Bikes machen Wartung komplexer

Österreichweit werden jährlich rund eine halbe Million Fahrräder verkauft, auf Wien umgelegt entspricht das etwa 100.000 neuen Rädern pro Jahr. Besonders stark wächst der Anteil der E-Bikes: Bereits mehr als jedes zweite verkaufte Fahrrad fällt in diese Kategorie. Damit steigen laut Landesinnung auch die Anforderungen an Service und Reparatur. Dass Fachbetriebe dabei eine wichtige Rolle spielen, unterstreicht auch Martin Klima-Sonvilla, Fahrradbeauftragter der Landesinnung Wien der Mechatronik: "Unsere Betriebe leisten einen wesentlichen Beitrag, damit die Menschen in der Stadt sicher und zuverlässig unterwegs sind – und das flächendeckend, weil die nächste Werkstätte meist nicht mehr als ein paar hundert Meter entfernt ist."

Sicherheit beginnt bei Bremsen, Licht und Wartung

Zu den wichtigsten Sicherheitsfaktoren zählen funktionierende Bremsen, Front- und Rücklicht, Reflektoren, Klingel, passender Luftdruck sowie eine gut gewartete Kette. Gerade bei E-Bikes kommen laut KFV zusätzliche Herausforderungen hinzu, etwa höheres Gewicht, anderes Bremsverhalten und höhere Geschwindigkeiten. Klaus Robatsch, Leiter Verkehrssicherheit beim Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), verweist zudem auf eine häufige Unfallursache: "Ganz typisch bei Unfällen mit Fahrrädern und E-Bikes ist, dass es sich beim überwiegenden Teil um Alleinunfälle handelt, bei denen also keine Kollision mit anderen Fahrzeugen oder zu Fußgehenden stattfand. Daher ist aus Sicht der Verkehrssicherheit ein gut gewartetes Fahrrad und E-Bike essenziell."

"Nicht nur für längere Radtouren, sondern auch für die Fortbewegung in der Stadt ist es unumgänglich, immer die Sicherheit im Blick zu haben", weiß auch Ultracycling-Weltmeister und Race Across America-Gewinner Philipp Kaider, und betont: "Neben der regelmäßigen, professionellen Wartung der einzelnen Komponenten ist auch das Tragen eines Helms dabei das Um und Auf."

Gewinnspiel unter allen Teilnehmer:innen

Unter allen Teilnehmer:innen, die ihr Rad bei einem der teilnehmenden Betriebe überprüfen lassen, werden übrigens drei Aluminium-Mountainbikes KTM Chicago mit Scheibenbremsen und Shimano-Schaltung verlost.

LEADERSNET war bei der Pressekonferenz. Eindrücke finden Sie in der Galerie.

www.bikecheckday.at

www.mechatronik.at

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