Pharma neu denken: Produktionsflexibilität als strategische Entscheidung

Ein Pharma Start-up reagiert auf reale Engpässe auf dem Markt – mit flexibler Produktion, klarer Führung und Fokus auf Versorgungssicherheit in Europa.

In der pharmazeutischen Produktion zeigt sich immer deutlicher, dass bestehende Strukturen nicht für alle Anforderungen geeignet sind, insbesondere dann, wenn Flexibilität gefragt ist. Complex Pharmaceuticals wurde Ende 2024 gegründet, um genau diese Lücke zu schließen. Vor allem im Bereich seltener Therapien ist es oft schwierig, kleine Chargen zeitgerecht herstellen zu lassen. Die klassischen Produktionsmodelle sind auf hohe Stückzahlen ausgelegt, nicht auf Variabilität.

Der Anspruch von Complex Pharmaceuticals ist es daher, eigene Produktionskompetenz aufzubauen und als hochflexibler Sekundärhersteller zu agieren – unabhängig davon, ob es sich um 200 oder 50.000 Einheiten handelt. Diese Flexibilität ist kein Versprechen, sondern das Ergebnis bewusster struktureller Entscheidungen.

Flexibilität als strategische Antwort auf strukturelle Engpässe

General Manager Christoph Reinwald bringt dafür langjährige Erfahrung aus Entwicklung, Herstellung und Qualitätssicherung mit. Sein Ansatz ist klar: Prozesse, Technik und Organisation will er so aufzusetzen, dass sie sich an den jeweiligen Bedarf anpassen lassen. Zentral dafür ist der Bau eines hochmodernen Produktions- und Verpackungszentrums in Traiskirchen bei Wien.


© Studiokoekart

Der Standort ist von Beginn an auf einen hohen Automatisierungsgrad sowie eine konsequent nachhaltig gedachte Produktion inklusive sehr kurzer Rüstzeiten ausgelegt. Ziel ist es, Rüst- und Stillstandszeiten so gering wie möglich zu halten und rasch zwischen unterschiedlichen Formaten und Produkten wechseln zu können - sowohl für klinische als auch für kommerzielle Ware. Complex Pharmaceuticals will effiziente, nachhaltige Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette etablieren. "Unser Standort soll zum Vorreiter für verantwortungsvolle Pharmaproduktion in Europa werden", erklärt Christoph Reinwald seine Vision.

Wachstum mit Fokus auf Know-how und Standort

Langfristig setzt Complex Pharmaceuticals auf kontinuierliche Weiterentwicklung – technologisch wie organisatorisch. Investitionen in Automatisierung und Lagertechnik gehen Hand in Hand mit dem gezielten Aufbau von Know-how. Mitarbeitende werden bewusst als zentraler Faktor gesehen, Aus- und Weiterbildung ist fixer Bestandteil der Unternehmensstrategie. Im Zuge des stetigen Kapazitätsausbaus ist bis 2028 ein Anstieg auf über 60 qualifizierte Mitarbeitende vorgesehen.

Complex Pharmaceuticals positioniert sich damit nicht als klassischer pharmazeutischer Hersteller, sondern als Antwort auf konkrete strukturelle Defizite auf dem Markt. Das Unternehmen zeigt, dass pharmazeutische Produktion in Europa möglich ist, wenn sie von Anfang an flexibel gedacht und konsequent umgesetzt wird. Damit will Complex Pharmaceuticals einen wesentlichen Beitrag für Versorgungssicherheit leisten und den Wirtschaftsstandort Österreich stärken.

www.complex-pharma.com

 


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