Fotos aus dem "Austria House"
Olympische Spiele als Chance für Österreichs Wirtschaft

| Larissa Bilovits 
| 10.02.2026

Das "Austria House Cortina" soll nicht nur als Zuhause für Athlet:innen, sondern zugleich als Ort der strategischen Vernetzung dienen, an dem wirtschaftliche Kontakte und internationale Kooperationen gepflegt werden. 

Vergangenen Freitag ist der Startschuss für die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 mit der Entzündung der symbolischen Fackel offiziell gefallen. Noch bis zum 22. Februar fiebern Sportbegeisterte rund um den Globus mit den rund 2.900 Athlet:innen aus 93 Nationen bei insgesamt 116 Bewerben aus 16 Sportarten mit, was die Spiele zu einem der reichweitenstärksten Ereignisse weltweit macht.

Vor diesem Hintergrund hat das Österreichische Olympische Comité (ÖOC) heuer das "Austria House Cortina" umgesetzt, das als strategische Plattform für politische, wirtschaftliche und mediale Vernetzung fungieren soll. Damit will sich Österreich gezielt im Zentrum des internationalen Olympia-Umfelds positionieren und seine Standortqualität und touristische Stärke international hervorheben.

Von Sichtbarkeit zur Wertschöpfung

Als Premium-Partner für die internationale Marken- und Medieninszenierung agiert die Österreich Werbung, die globale Aufmerksamkeit in nachhaltige Wertschöpfung überführen soll. Ein Teil der Aktivitäten wird dabei durch das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) mitfinanziert. 

Laut Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner entscheide internationale Sichtbarkeit auch über den wirtschaftlichen Erfolg: "Wer bei globalen Großereignissen nicht präsent ist, verliert an Wettbewerbsfähigkeit und Marktchancen. Mit dem Austria House nutzen wir Olympia 2026 gezielt als wirtschafts- und tourismuspolitisches Instrument, um Österreich dort zu positionieren, wo die Welt hinschaut: bei Investor:innen, Medien und internationalen Entscheidungsträger:innen", so die beiden Politiker:innen. Sie betonen, dass internationale Großevents Auslastung und Wertschöpfung erhöhten, kaufkräftige Eventgäste ins Land brächten und internationale Sichtbarkeit erzeugten, die sich direkt in Exportchancen, Investitionen und langfristige Standortstärke übersetzen ließen. "Das Austria House ist nicht nur ein Zuhause für Athlet:innen, wo Medaillen gefeiert werden, sondern auch ein Platz der strategischen Vernetzung. Hier entstehen wirtschaftliche Kontakte, internationale Kooperationen und Vertrauen, ein entscheidender Faktor im globalen Wettbewerb um Märkte und Investitionen", erläutert Hattmannsdorfer.

Olympia als echter Hebel

Dass diese Strategie aufgeht, hätten auch bereits die Erfahrungen aus Paris 2024 gezeigt, wo sich das "Austria House" als hochwirksamer Medien- und Imageträger – samt Millionenreichweiten und messbarem Werbewert – etabliert hätte. Rund 12.000 Menschen statteten dem Austria House einen Besuch ab, darunter mehr als 4.500 geladene Gäste. Zudem war es Austragungsort von 41 Pressekonferenzen. Die Aktivitäten der Österreich Werbung hätten eine mediale Reichweite von 85,6 Millionen Kontakten sowie einen Werbewert von 1,76 Millionen Euro erzielt. 

"Für eine Wintersportnation wie Österreich ist Olympia ein echter Hebel, sportlich, aber genauso touristisch und wirtschaftlich. Die Spiele stellen die Athlet:innen ins Zentrum, doch ihre Spitzenleistungen lenken das Scheinwerferlicht auch auf das Land, für das sie antreten. Genau diese internationale Bühne nutzen wir im Austria House, um aus Aufmerksamkeit konkrete Reisemotivation zu machen, Österreich als hochwertige, ganzjährige Destination zu positionieren und damit Wertschöpfung in unseren Regionen zu schaffen", so Zehetner.

"Austria-Tourism-Abend" als feierlicher Auftakt

Zum feierlichen Auftakt lud die Österreich Werbung am Sonntagabend zum "Austria-Tourism-Abend", bei dem zahlreiche internationale Medienvertreter:innen, politische Entscheidungsträger:innen sowie Gäste aus Sport, Wirtschaft und Tourismus zusammenkamen. Dabei wurden auch die ersten Medaillen des heimischen Athlet:innen-Teams gefeiert. Mit dabei waren unter anderem Bundeskanzler Christian Stocker, Rodel-Ass Jonas Müller, Karlheinz Kopf (Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg), Horst Nussbaumer (Präsident des Österreichischen Olympischen Comites), Klaus Panholzer (CEO Schönbrunn Group) sowie Wolfgang Hattmannsdorfer und Elisabeth Zehetner, die sich einem eigens kreierten Menü von Vitus Winkler, (Gault-&-Millau-Koch des Jahres 2026 und mit zwei Guide-Michelin-Sternen ausgezeichnet) sowie regionalen Spezialitäten aus allen Bundesländern erfreuten. Künstlerische Akzente setzte unter anderem die vier Meter große Herzskulptur von der Tiroler Künstlerin Patricia Karg.

"Österreich gehört zu den führenden Wintersport- und Tourismusnationen weltweit und genau das spielen wir hier bei Olympia aus. Diese Bühne nutzen wir, um im internationalen Wettbewerb Tempo zu machen. Denn in Österreich dauert die Saison zwölf Monate – nur das Outfit ändert sich: Ski im Winter, Wanderschuhe im Sommer und zwischendurch gern auch ein Dirndl", so Astrid Steharnig-Staudinger, Geschäftsführerin der Österreich Werbung.

Fotos der Veranstaltung sehen Sie in der Galerie.

www.bmwet.gv.at

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