Fotos & Video von den 50-Jahre-Feierlichkeiten
Franz Klammers Olympiagold-Jubiläum wurde zur Charity-Erfolgsgeschichte

50 Jahre nach seinem Olympiasieg standen der Skikaiser und seine Foundation im Zentrum mehrerer Veranstaltungen. Gipfeltreffen, Länderkampf, Galaabend und Legendenrennen verbanden sportliche Erinnerung mit gesellschaftlichem Engagement inklusive beeindruckender Spendensumme. LEADERSNET.tv holte im Rahmen der Feierlichkeiten den Jubilar sowie 39 Gratulant:innen vor die Kamera  darunter Wegbegleiter:innen, Skilegenden, Wirtschaftstreibende und Politiker:innen.

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Olympiasiegs von Franz Klammer wurden Tirol und Kärnten in den vergangenen Wochen zum Schauplatz mehrerer Veranstaltungen, die sporthistorische Erinnerung, gesellschaftliches Engagement und aktuelle Zeitzeugengespräche miteinander verbanden. 

Den Auftakt bildete ein Gipfeltreffen im Umfeld des Hahnenkammrennens in Kitzbühel, bei dem Vertreter:innen aus Wirtschaft, Medien und Sport zusammenkamen. Neben wirtschaftspolitischem Austausch stand dabei die Franz Klammer Foundation im Mittelpunkt, für die Spenden gesammelt wurden (LEADERSNET berichtete). In weiterer Folge rückte ein bilateraler Charity-Skiländerkampf auf der Turracher Höhe in den Fokus, bei dem durch sportlichen Wettstreit zusätzliche Mittel für die Stiftungsarbeit lukriert werden konnten (LEADERSNET berichtete).

Den Höhepunkt bildeten schließlich die Feierlichkeiten in Innsbruck rund um das 50-Jahr-Jubiläum des legendären Olympiarennens vom 5. Februar 1976 – mit Galaabend, Zeitzeugengespräch und Legendenrennen auf historischer Strecke. Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung, über die wir ebenfalls bereits berichteten, holte LEADERSNET.tv neben Franz Klammer 39 weitere Teilnehmer:innen vor die Kamera  darunter Wegbegleiter:innen, Unterstützer:innen, Skilegenden, Politiker:innen und Wirtschaftstreibende. 

Teilnehmer:innen aus Sport, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik

Franz Klammer beschrieb in persönlichen Worten den Wandel seiner eigenen Perspektive. "Olympiasieger zu werden, war für mich das Wichtigste im Leben und das hat mein Leben sehr dramatisch verändert", hielt der Skikaiser fest. Heute stehe jedoch die Frage im Vordergrund, "was man weitergeben kann", ebenso wie anderen Menschen zu helfen, "die es wirklich brauchen". Dieses Weitergeben sei für ihn ein wesentlicher Antrieb geworden.

Die Verbindung zwischen sportlicher Spitzenleistung und gesellschaftlicher Verantwortung wurde auch von Partnern aus der Wirtschaft thematisiert. Gregor Pilgram, CEO von Generali Österreich, betonte, es gehe im Kern darum, "etwas Gutes zu tun" und Menschen in schwierigen Situationen zu unterstützen. Gerade solche Anlässe ermöglichten, Leistung mit einem positiven gesellschaftlichen Beitrag zu verbinden. Reinhard Pohn, CSMO der Generali, verwies darauf, dass Werte wie Fokus, Disziplin, Optimismus und innere Haltung sowohl im Spitzensport als auch in der Wirtschaft entscheidend seien. Essenziell sei es, zu wissen, wohin man wolle – als Sportler:in ebenso wie als Unternehmer:in.

Wie wichtig solche Abende für die Gesellschaft und die Stiftung seien, unterstrich Franz Weber, Initiator des Jubiläumsabends und mehrfacher Weltrekordhalter im Geschwindigkeitsskifahren. Er führte aus, dass die Stiftung seit Jahrzehnten Menschen mit Behinderungen oder schweren Einschränkungen dabei unterstütze, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen – etwa durch barrierefreie Küchen, Wohnungs- oder Fahrzeugumbauten. Die Idee, das Jubiläum mit einer Benefizinitiative zu verbinden, sei aus persönlicher Überzeugung und im Team entstanden.

Konkret erläuterte Christoph Schuh, Präsident der Franz Klammer Foundation, die Verwendung der Mittel. "Unterstützt werden einerseits Sportler:innen nach schweren Verletzungen – etwa durch Wohnraumanpassungen, Mobilitätslösungen oder technische Hilfsmittel. Andererseits fördert die Stiftung auch Ausbildungen talentierter Kinder und Jugendlicher aus sozial benachteiligten Familien." Zudem habe man in der Vergangenheit in besonderen Situationen, etwa während der Flüchtlingskrise, gezielt sportliche Infrastruktur und Ausrüstung bereitgestellt, um Integration und sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen, so Schuh.

Warum langfristiges Engagement gerade heute von Bedeutung sei, erklärte Herbert Waldner, Inhaber und Geschäftsführer von Riedergarten Immobilien. Die Stiftung begleite ihn seit vielen Jahren, zahlreiche Initiativen hätten bereits konkrete Hilfe ermöglicht. Entscheidend sei, dass dieses Engagement mit Herz getragen werde und auf Kontinuität beruhe.

Neben dem karitativen Aspekt stand auch die kollektive Erinnerung an den historischen Olympiasieg im Fokus. Beim Legendenrennen in Innsbruck sprach Bürgermeister Johannes Anzengruber von einer Veranstaltung, die "genau das ausmacht, was Innsbruck auszeichnet": alpine Tradition, urbane Lebensfreude und eine besondere Atmosphäre.

Im Rahmen eines Zeitzeugengesprächs wurde deutlich, wie tief der Olympiasieg von 1976 bis heute im kollektiven Gedächtnis verankert ist. Marco Witting, Chefredakteur der Tiroler Tageszeitung, erinnerte daran, dass die Geschichten rund um Innsbruck 1976 in seiner Familie – insbesondere durch seinen sportbegeisterten Vater – immer präsent waren. Barbara Plattner, Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus, hob hervor, dass Klammer für viele als authentische Identifikationsfigur wahrgenommen wurde: "Ein junger Mann aus einfachen Verhältnissen, der mit Talent und Beharrlichkeit Außergewöhnliches erreicht hat."

Eine besonders persönliche Perspektive schilderte Tirols Landeshauptmann Anton Mattle, der den Abfahrtslauf 1976 als 13-Jähriger live miterlebt hatte. Er berichtete von der angespannten Stimmung im Zielraum, vom Kofferradio, über das schließlich die Nachricht vom Sieg übertragen wurde, und von der kindlichen Euphorie, die diesen Tag bis heute unvergesslich mache.

Auch ehemalige Spitzenathlet:innen teilten ihre Erinnerungen. Benni Raich schilderte einen frühen Gänsehautmoment aus seiner Kindheit, als er einen Sieg von Franz Klammer im Fernsehen verfolgt habe – ein Bild, das sich ihm bis heute eingeprägt habe. Marlies Raich wiederum betonte die menschlichen Qualitäten des Jubilars: seine Offenheit, Freundlichkeit und positive Ausstrahlung, die ihn auch abseits sportlicher Erfolge auszeichne.

Charity-Erfolgsgeschichte

So verbanden die Jubiläumswochen rund um "50 Jahre Olympiagold" sporthistorische Rückschau mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen – und rückten eine Stiftung in den Mittelpunkt, deren Arbeit bis heute nachhaltige Wirkung entfaltet. Insgesamt wurden im Rahmen der drei Veranstaltungen (Gipfeltreffen, Länderkampf und Jubiläumsfeier) 228.600 Euro für die Franz Klammer Foundation gesammelt.

Video-Interviews

Neben Franz Klammer, Gregor Pilgram, Reinhard Pohn, Franz Weber, Christoph Schuh, Herbert Waldner, Johannes Anzengruber, Marco Witting, Barbara Plattner, Benni Raich, Marlies Raich und Anton Mattle holte LEADERSNET.tv noch Herbert Plank (ital. Skilegende), Rainer Pariasek (ORF-Sportmoderator), Franz Hirtzberger (Weinbauer), Wolfgang Illek (ehemaliger Mountainbiker und von der Klammer Foundation Unterstützter), Bernhard Russi (Schweizer Skilegende), Maria Riesch (deutsche Skilegende), Annemarie Moser-Pröll (österreichische Skilegende), Christopher Wild (Pächter Ägidihof Igls), Fritz Strobl (österreichische Skilegende), Tobias Moretti (österreichischer Theater- und Filmschauspieler), Petra Kronberger (österreichische Skilegende), Leonhard Stock (österreichische Skilegende), Markus Wasmeier (deutsche Skilegende), Günther Mader (österreichische Skilegende), Manfred Pranger (österreichische Skilegende), Hannes Reichelt (österreichische Skilegende), Alexander Pointner (Coach), Peter Runggaldier (italienische Skilegende) sowie Peter Paul Mölk (Obmann des Tourismusverbandes Innsbruck) vor die Kamera.

Fotos von den Veranstaltungen sehen Sie in unseren Galerien hier, hier, hier und hier.

www.franzklammerfoundation.com

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